Umweltauswirkungen unserer Betriebe weltweit reduzieren - zum Schutz von Klima und Artenvielfalt 

Im Dienste unseres Planeten: Emissionen weltweit reduzieren

Die Wissenschaft ist sich einig. Die Jahr für Jahr produzierten Unmengen an wissenschaftlicher Literatur bestätigen die früheren Prognosen des Weltklimarats (IPCC): Der globale Temperaturanstieg geht kontinuierlich weiter und immer häufiger erfordern Ereignisse, die mit dem Klimawandel zusammenhängen, von uns konkrete Maßnahmen Mit Solvay One Planet stellen wir unser Know-how in den Dienst unseres Planeten, um Emissionen weltweit zu verringern.

Unser Ziel bis 2030 ist es, die Umweltauswirkungen unserer Betriebe zum Schutz von Klima und Artenvielfalt weltweit zu reduzieren. In enger Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten und Kunden werden wir durch nachhaltige und auf globale Trends ausgerichtete Lösungen die CO2-Emissionen weltweit verringern. Heute erwirtschaften wir 1,6 Milliarden Euro Umsatz mit Lösungen, die die gesamten Klimaauswirkungen unserer Kunden verringern. Diese Zahl haben wir mit dem bei uns eingesetzten Instrument Sustainable Portfolio Management ermittelt.

SDGs 7 Affordable and Clean Energy
SDGs 13 Climate Action
SDGs 14 Life Below Water
SDGs 15 Life on Land

 

 

 

Beiträge zu den UN SDGs

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Aerial photography of a group of people


ESG: zentrale Bedeutung für unser Unternehmen

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Ehrgeizige Klimaziele bis 2030

Planet Orange Icon

30 Prozent weniger Treibhausgasemissionen weltweit

8 Prozent weniger im Jahr 2020 gegenüber 2018 

Phase Coal Out Ornage Icon

100%iger Kohleausstieg 

18 Prozent weniger im Jahr 2020 gegenüber 2018 

Nature Icon Dark Orange

30 Prozent weniger Belastung der Artenvielfalt

12 Prozent weniger im Jahr 2020 gegenüber 2018 

Grundlagen für eine CO2-neutrale Zukunft

Wir haben das Tempo, mit dem wir unsere Emissionen reduzieren, erhöht und orientieren uns am im Pariser Abkommen von 2015 dargelegten Ziel, den „Temperaturanstieg auf deutlich unter 2°C zu begrenzen“. Im Jahr 2020 haben wir dazu mit der Verpflichtung, unsere Treibhausgasemissionen im Einklang mit den Erwartungen der Science Based Targets Initiative (SBTi*) innerhalb von zwei Jahren zu reduzieren, einen weiteren Schritt unternommen. Im Jahr 2021 kündigte Solvay an, dass vor 2050 CO2-Neutralität erreicht werden soll, und erhöhte sein Reduktionsziel bei Treibhausgasemissionen auf -30 Prozent bis 2030 (davor -26 Prozent). 

Für die zukünftige CO2-Neutralität muss heute in Innovationen investiert werden. Bei uns werden eine maximierte Elektrifizierung und der Einsatz von sauberer Energie wie Sonnenenergie und nachhaltige Biomasse an unseren Standorten sowie die Förderung von Prozessinnovationen im Vordergrund stehen. Eine wesentliche Rolle in unseren Investitionsentscheidungen spielen infrastrukturelle, regulatorische und makroökonomische Weichenstellungen der Politik, um diese Ziele zu erreichen. Die Zusammenarbeit mit Behörden und anderen Anspruchsgruppen werden wesentliche Treiber für eine wirtschaftliche und wettbewerbsfähige Umstellung auf sauberere Energie in unserer gesamten Wertschöpfungskette sein.

Um klimabezogene Herausforderungen in unsere Investitionsentscheidungen einzubinden, wenden wir darüber hinaus einen internen CO2-Preis von 100 Euro pro Tonne CO2-Äquivalent auf alle unsere Treibhausgasemissionen an.

Drei Phasen für eine CO2-neutrale Zukunft

Jasper Solar Farm

Unsere Roadmap ist auf drei Phasen über drei Jahrzehnte angelegt. Im Fokus steht vor allem der Wechsel von Energieträgern, um Emissionen zu reduzieren und den CO2-Fußabdruck der Gruppe in allen Geschäftsfeldern und operativen Aktivitäten zu verbessern.

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Mit einem wissenschaftsbasierten Ziel machen wir einen größeren und ehrgeizigeren Schritt bei unserer Initiative Solvay One Planet. Dies betrifft insbesondere unsere Partnerschaften mit Kunden.

Pascal Chalvon Demersay
Solvay Chief Sustainability Officer

Kein Einsatz von Kohle mehr zur Energieerzeugung

In der Vergangenheit war die Energieintensität bei Solvay höher als im Durchschnitt der Chemischen Industrie, weil Kohle als primäre Energiequelle zum Einsatz kam. Im Rahmen von Solvay One Planet haben wir uns zu einem Kohleausstieg bei der  Energieerzeugung bis 2030 verpflichtet. An zwei bedeutenden Produktionsstandorten - Rheinberg und Dombasle - ersetzen wir bereits Kohle durch andere Energieträger: Hierbei handelt es sich z. B. in Rheinberg um energetisch wertvolles Altholz, das von lokalen Unternehmen geliefert wird.

Kohleausstieg in der Energieerzeugung am Solvay-Standort Rheinberg

Woodpower März 21

Unser Soda-Werk in Rheinberg verzichtet künftig bei der Energieerzeugung auf Kohle und nutzt stattdessen energetisch wertvolles Altholz. Nach der Inbetriebnahme dieses Projekts Mitte 2021 verringern sich die CO2-Emissionen des Standortes um mehr als 30 Prozent (-190 kt CO2 pro Jahr). Unserem Ziel, bis 2030 keine Kohle mehr zur Energieerzeugung einzusetzen, sind wir damit einen Schritt näher. 

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Belastung für die biologische Vielfalt reduzieren

Wir haben bei Solvay an einem Weg gearbeitet, um unsere Auswirkungen auf die biologische Vielfalt zu analysieren, sowie eine erste Produkt-Ökobilanz erstellt und eine Bewertung des Öko-Profils vorgenommen. Für uns steht die Belastung der biologischen Vielfalt durch unsere Betriebe und Lieferkette im Mittelpunkt: Treibhausgasemissionen, Eutrophierung von Gewässern, Ökotoxizität der Meere und Versauerung von Böden stellen 90 Prozent unserer Emissionen dar. Auch unsere Abwässer wirken sich möglicherweise auf die Artenvielfalt aus. Im Rahmen von Solvay One Planet haben wir uns verpflichtet, unsere Belastung der Artenvielfalt bis 2030 um 30 Prozent zu reduzieren. Wir sind eines von lediglich 30 Unternehmen, das von Act4Nature International im Jahr 2020 wegen unseres zukunftsorientierten Ansatzes beim Schutz der Artenvielfalt ausgezeichnet wurde. 

Förderung der biologischen Vielfalt in einem Chemie-Werk in Brasilien

Capybara family

Unser Standort im Paulinia, Brasilien, hat vom Wildlife Habitat Council (WHC) die höchste Bewertung im Bereich der biologischen Vielfalt erhalten. Es ist der erste Chemie-Standort in Brasilien, der die „Gold Certification“ erreicht hat. Während der Zertifizierung durch den WHC wurde eine Bestandsaufnahme der lokalen Fauna und Flora durchgeführt. Hierbei wurden 83 Arten von Vögeln, Säugetieren, Fischen, Amphibien und Reptilien identifiziert und mehr als 90 Pflanzenarten katalogisiert. 

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Mehr Einflussnahme auf die gesamte Wertschöpfungskette

Innovative nachhaltige Lösungen, die Kundenerwartungen erfüllen, sorgen nicht nur in unserem Unternehmen für erhebliches Wachstum, sondern auch bei unseren Kunden. Durch diesen kundenzentrierten Ansatz erwirtschaften wir bereits 1,6 Milliarden Euro Umsatz mit Lösungen, die bei der Reduzierung von Klimaauswirkungen helfen. 

Basierend auf unserem Programm Solvay One Planet, werden wir gemeinsam mit unseren Kunden und Lieferanten in der gesamten Wertschöpfungskette die Verringerung von Emissionen messen. Beispielsweise konnten durch unser Produkt MAX HT® die Emissionen unserer Top-20-Kunden in der Aluminiumherstellung um rund 2 Millionen Tonnen CO2 gesenkt werden. Das sind rund 20 Prozent der Gesamtemissionen einer Stadt wie Brüssel.