Projekt Woodpower

Plant Rheinberg, Germany

Das Solvay-Werk in Rheinberg möchte mit einem Großprojekt das Kraftwerk modernisieren und den Ausstoß von CO2 signifikant um rund 25% senken. Um dieses Ziel zu erreichen, plant die Solvay Chemicals GmbH den Neubau eines Kraftwerk-Kessels zur Prozessdampf- und Stromerzeugung mit Altholz als Rohstoff. Dadurch wird der Einsatz fossiler Brennstoffe deutlich reduziert. Das Projekt wird außerdem positive Auswirkungen auf weitere Emissionen haben, zum Beispiel Schwefeloxide und Stickoxide. 

Solvay plakatiert das Thema Nachhaltigkeit nicht nur; für jeden Standort ist die Verbesserung des sogenannten ökologischen Fussabdrucks Pflichtprogramm. 

Dieses Projekt ist gleichzeitig aber auch ein klares Bekenntnis zum Werk Rheinberg, es sichert Arbeitsplätze durch wettbewerbsfähige Energie in einem umkämpften Markt. 

Einige Fakten zu unserem Projekt:

  • Wir verwenden modernste Technik
  • Der Holzkessel unterliegt der 17. BImschV, das garantiert besonders strenge Grenzwerte
  • Das Altholz stammt aus der Region (Umkreis rund 150 Kilometer).
  • Der biogene – also natürliche – Anteil beträgt rund 95 Prozent.
  • Das Altholz wird nach genau spezifizierten Vorgaben verarbeitet.
  • Die Anlieferung des Altholzes erfolgt ausschließlich über die alte B 57; die bauliche Verkehrsführung verhindert Fahrten durch Wohngebiete.

Wir haben dieses Projekt sorgfältig vorbereitet, die Bevölkerung im Rahmen einer frühen Öffentlichkeitsbeteiligung direkt zu Beginn eingebunden und ihre Fragen und Vorschläge sorgfältig beantwortet bzw. bearbeitet.

Zum Genehmigungsverfahren gehören zahlreiche begleitende Fachgutachten, zum Beispiel eine Umweltverträglichkeitsstudie, eine Artenschutzprüfung, eine Luftschadstoffimmissionsprognose und eine Schallimmissionsprognose.

Die Genehmigungsunterlagen sind sehr komplex und detailliert, sie umfassen mehr als 1500 Seiten. Bitte scheuen Sie sich nicht, Solvay bei Fragen zu kontaktieren. Wir betrachten uns als Teil Ihrer Nachbarschaft, ein vertrauliches Miteinander liegt uns am Herzen.

Woodpower: Klimaschutzprojekt im Zeitplan

Corona-Schutzmaßnahmen für unsere Mitarbeiter und Partnerfirmenmitarbeiter haben höchste Priorität

In unserem Woodpower-Projekt geht es mit großen Schritten - und für Sie alle sichtbar - vorwärts: Das erste Silo, in dem später die konfektionierten Holzhackschnitzel gelagert werden, ist fertig; das zweite Silo wird gerade gebaut.  Auch das drei Etagen umfassende Kesselhaus ist bis auf das Dach fertig: Das hat den Vorteil, dass die Elemente per Kran von oben in das Kesselhaus gehoben werden können. Anders als beim Hausbau werden also zunächst die “Möbel” - die technischen Komponenten des Kessels - wegen Ihrer Größe vormontiert. Erst danach bekommt das Kesselhaus sein Dach. Die Arbeiten für den Kamin haben ebenfalls bereits begonnen; das Fundament liegt schon. Der Treppenturm ist quasi fertig.

Im April soll ein weiterer großer Kran auf der Baustelle zum Einsatz kommen - dann nämlich wird die Kesseltrommel eingebaut. Natürlich hat der Schutz vor Corona-Viren auch auf unserer Baustelle allerhöchste Priorität: Es gelten strengste Hygiene- und Abstandsregelungen, die regelmäßig überprüft und an die jeweiligen behördlichen Anweisungen angepasst werden.

Auch unserer Partner AVG konnte mittlerweile - mit Zustimmung der Behörden - mit den vorbereitenden Erd-Bauarbeiten beginnen.

Woodpower ist aktuell das größte Klimaschutzprojekt in Rheinberg und Umgebung. Durch die Umstellung auf Holz als Energieträger, durch modernste Technik und größtmögliche Kraft-Wärme-Kopplung wird der CO2-Ausstoß am Solvay-Standort in Rheinberg um rund 25 Prozent gesenkt.

Woodpower Update Foto 1

 

Woodpower Update Foto 2

 

Woodpower Update Foto 3
Auf unserer Woodpower-Baustelle geht es sichtbar voran.
Grundsteinlegung für das Projekt Woodpower

NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: “Ein tolles Bauprojekt”

Solvay-Woodpower-Inauguration 1

“Es ist mir eine besondere Freude, hier heute mitzuwirken” - NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart war voll des Lobes für das Projekt Woodpower, mit dem das Solvay-Werk in Rheinberg rund 190.000 Tonnen CO2  pro Jahr einsparen wird. 

Der Minister war Ehrengast bei der feierlichen Grundsteinlegung, zu der rund 100 Gäste aus lokaler und regionaler Politik, Wirtschaft und natürlich von Solvay - aus Rheinberg, Bernburg, Bad Hönningen, Hannover, Brüssel und Paris -  gekommen waren.

Man müsse die Industrie mitnehmen auf dem herausfordernden Weg Richtung Klimaneutralität, so Prof. Pinkwart. Solvay sei hier Vorbild, gestalte das Energiethema mit eigenen Initiativen - und Investitionen. “Die Chemie ist nicht das Problem. Chemie ist die Lösung”, so Prof. Pinkwart weiter. Für seine authentische Rede erntete er - ebenso wie Werkleiter Norbert Mülders, der die Meilensteine dieses größten Klimaprojektes in der Region noch einmal vorstellte - langanhaltenden Beifall. 

In der anschließenden Zeremonie wurde die Woodpower-Zeitkapsel an der Baustelle feierlich versenkt. In Ihr befand sich eine Urkunde, auf der alle Gäste unterschrieben hatten.

Grundsteinlegung für das Projekt Woodpower
Grundsteinlegung für das Projekt Woodpower
Grundsteinlegung für das Projekt Woodpower
Grundsteinlegung für das Projekt Woodpower