Soda ist das Produkt, mit dem Solvay in Rheinberg 1907 seine Produktion begonnen hat

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Auch heute noch gehört Soda zu den wichtigsten Erzeugnissen des Rheinberger Werks. Soda ist ein wichtiger Grundstoff für die Glas- und die Waschmittelindustrie. Darüber hinaus stellt die Solvay Chemicals GmbH im Rheinberger Werk weitere Produkte der Grundstoffchemie her wie Natriumbicarbonat (BICAR®) u.a. für die Tierernährung und die Rauchgasreinigung.

Alle Gesellschaften und ihre Produkte sind nach DIN ISO 9001, 14001 und ISO 45001:2018 zertifiziert. Für viele der in Rheinberg hergestellten Produkte ist Solvay europaweit bzw. weltweit Marktführer.

 

So entsteht Soda

Soda ist ein wichtiges Solvay-Produkt

soda-kalkstein

Die Ausgangsstoffe sind Salz, Kalkstein und Anthrazit oder Koks sowie Ammoniak, das als Hilfsstoff eingesetzt wird. Kochsalz wird bei der Soda-Herstellung als gesättigte Salzlösung (Sole) eingebracht. Der Kalkstein wird zunächst gebrannt. Dabei entstehen Kohlendioxid und gebrannter Kalk. Der Branntkalk wird als Kalkmilch zur Rückgewinnung des Ammoniaks eingebracht. Das in Wasser gelöste Salz (Sole) wird mit Ammoniakgas gesättigt. Das beim Brennen des Kalksteins gewonnene Kohlendioxid wird anschließend in die Ammoniak-Sole geleitet, wobei Natriumhydrogencarbonat (Natron) und Ammoniumchlorid entstehen. 

Im nächsten Schritt wird das Natriumhydrogencarbonat erhitzt. Dabei bildet sich kristallförmiges Rohbicarbonat, das abgefiltert und durch Erhitzen in Soda umgewandelt wird. Das eingesetzte Ammoniak kann mit der Kalkmilch nahezu vollständig zurückgewonnen werden. Der größte Sodaabnehmer ist die Glasindustrie, für die Soda ein wichtiger Rohstoff ist. Pro Kilogramm Glas werden rund 250 Gramm Soda benötigt. In Waschmitteln unterstützt Soda die Waschkraft und auch in Spülmaschinenreinigern ist Soda ein unverzichtbarer Bestandteil.

Schema-Sodaherstellung

 

soda-auf-drehteller

Soda ist ursprünglich ein Naturprodukt, das durch Verdunstung am Rande von Salzseen entstanden ist und in der Regel bergmännisch abgebaut wurde und wird.

Ernest Solvay gelang 1861 die Entwicklung eines Verfahrens, mit dem Soda preiswert im industriellen Maßstab hergestellt werden konnte. Bis heute wird synthetische Soda weltweit mit dem Solvay-Verfahren hergestellt.

Kemira sorgt für sauberes Wasser
Kemira in Rheinberg Industrial Park

Bei Kemira dreht sich alles ums Wasser. Das im Jahr 1920 in Helsinki (Finnland) gegründete Unternehmen bietet Chemikalien und Expertise rund um die Trink- und Abwasseraufbereitung an. In den drei Geschäftsfeldern Papier, Öl und Bergbau sowie Kommunen und Industrie sind weltweit rund 4.700 Mitarbeiter an mehr als 60 Standorten beschäftigt.

In Rheinberg ist Kemira seit 17 Jahren vertreten. Der Standort gehört zum Geschäftsbereich Kommunale und Industrielle Trink- und Abwasseraufbereitung (M&I). 1999 übernahm Kemira das Wasseraufbereitungsgeschäft und die Eisen-(III)-Chlorid-Produktion von Solvay und baute die Produktionskapazität seitdem um das Dreifache aus. Mit einer Kapazität von derzeit etwa 180.000 Tonnen pro Jahr ist Rheinberg die größte Produktionsstätte von Kemira für Eisen-(III)-Chlorid in Europa.

Die Produkte aus Rheinberg, die in der Trink- und Abwasseraufbereitung eingesetzt werden, vertreibt Kemira vorwiegend in Deutschland und in Benelux. Das Kemira-Werk in Rheinberg gehört zur Kemira Deutschland GmbH, die ihren Sitz in Frankfurt hat. In Deutschland beschäftigt der Konzern etwa 150 Mitarbeiter, davon etwa 20 in Rheinberg.

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