Gelebtes Miteinander

2019_02 Sueden - Fischaugenobjektiv

Das Solvay-Werk in Rheinberg setzt auf ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn. “Wir verstehen uns als fester Teil der Nachbarschaft. Wir gehören zu Ossenberg, zu Rheinberg, zum Kreis Wesel” - so Werkleiter Norbert Mülders. Das Nachbarschaftstelefon ist rund um die Uhr besetzt. Zwei Mal im Jahr erscheint die Nachbarschaftszeitung, die Zusammenarbeit mit Gemeinden und Vereinen ist eng. Gemeinsame Übungen von Werkfeuerwehr und Feuerwehr sowie Schulpatenschaften stehen ebenfalls auf dem Programm.

Ausbildung & Schulkooperation

Solvay möchte junge Menschen für Naturwissenschaften begeistern und bei der Berufswahl unterstützen. Das Rheinberger Werk hat deshalb Schulkooperationen mit Rheinberger Schulen und engagiert sich darüber hinaus in ausgewählten Bildungsprojekten.

Solvay in Rheinberg: Neue Recyclinganlage für Natriumbicarbonat reduziert Verkehrsaufkommen um 300 Lkw pro Jahr

Das Solvay-Werk in Rheinberg und die Firma GUT (Gesellschaft für Umwelt- und Transportdienstleistungen) bauen eine Recyclinganlage für nicht spezifikationsgerechtes Natriumbicarbonat. Das Verfahren wurde von den Partnern in einem Projektteam gemeinsam entwickelt, ist langfristig angelegt und ein weiterer Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft. 

Rheinberg - Recycling Bicar Unit Circular Economy 2

In der neuen Anlage, die Mitte des Jahres in Rheinberg in Betrieb gehen soll, wird am Standort anfallendes Rest-BICAR® in mehreren Einzelschritten gereinigt und für ein zweites Leben in technischen Anwendungen wieder aufbereitet. So werden zum Beispiel Fremdkörper wie Eisenmetalle, Nicht-Eisenmetalle, Holz und Plastik vom Produkt separiert. Die Qualitätsstandards bleiben dabei erhalten.

“Die Anlage ist maßgeschneidert für Solvay. Das wiederaufbereitete BICAR® kann zum Beispiel direkt vor Ort für die Rauchgasreinigung im Woodpower-Kessel verwendet werden”, erklärt GUT-Geschäftsführer Andreas Schrievers. Solvay-Werkleiter Norbert Mülders freut sich: “Die neue Recycling-Einheit ist eine tolle Sache, ein wichtiger Schritt in Richtung ernstgemeinte Nachhaltigkeit und hat noch einen weiteren positiven Effekt: Da die Restprodukte nicht mehr zu externen Behandlungsanlagen gefahren werden müssen, reduzieren wir den Lkw-Verkehr bei uns in Rheinberg um rund 300 Lkw pro Jahr.”

Das Rheinberger Solvay-Werk öffnet neue E-Ladestationen für Jedermann

Die Zukunft fährt Strom – das ist unübersehbar. Als Beitrag zur Mobilitätswende setzt Solvay deswegen in seiner Flotte verstärkt auf Elektro- oder Hybridfahrzeuge. Für den Ausbau einer Ladeinfrastruktur als konsequentem nächsten Schritt kooperiert das Solvay-Werk in Rheinberg mit der ENNI Energie & Umwelt Niederrhein (ENNI). Norbert Mülders, Werkleiter in Rheinberg, konnte jetzt mit ENNI-Geschäftsführer Stefan Krämer sechs Ladesäulen in Betrieb nehmen. „Hier können wir unsere Firmenfahrzeuge aufladen. An fünf der sechs Ladesäulen können aber auch Mitarbeiter-, Kunden- oder Privatfahrzeuge rund um die Uhr Ökostrom zapfen“, freut sich Norbert Mülders. 

Dass auch die Öffentlichkeit von den E-Ladesäulen profitiert, sei Solvay besonders wichtig, so der Werkleiter. Er gehört wie auch ENNI-Chef Stefan Krämer mittlerweile zu begeisterten Elektrofahrern, deren Zahl bundesweit zuletzt deutlich gestiegen ist. „Der Trend zum E-Fahrzeug ist nicht mehr zu übersehen“, so Krämer, der mit ENNI auch durch Kooperationen mit heimischen Unternehmen das Ladenetz weiter ausbauen möchte. „Wir wollen wie schon bei regenerativen Projekten auch hier ein Vorreiter sein und so helfen, die heute noch existierende Lücke an Stromtankstellen zu schließen“, so Krämer. 

In der Tat sind auch im Kreis Wesel immer mehr Fahrzeuge mit E-Kennzeichen unterwegs. Die können nun auf dem Parkplatz vor der Solvay-Hauptverwaltung an der Rheinberger Straße an fünf der sechs neuen Ladestationen Energie tanken, bis zu 11 Fahrzeuge gleichzeitig. Während fünf Ladestationen pro Ladepunkt 22 Kilowatt leisten, können die Fahrzeuge an der Schnellladesäule sogar bis zu 50 Kilowatt Leistung ziehen. „Für E-Fahrer unter unseren Mitarbeitern reicht so die Mittagspause, um bis zu 80 Prozent der Batterie aufzuladen.“ So passt das neue Angebot für Norbert Mülders ideal zur Solvay-Strategie hinsichtlich Nachhaltigkeit, klimaschonender Mobilität und Kreislaufwirtschaft. Dabei setzt Solvay in Rheinberg aktuell auch mit dem Bau eines neuen, mit Altholz befeuerten Kraftwerk-Kessels Zeichen. „Bei der Produktion von Prozessdampf und Strom sparen wir damit jährlich rund 185.000 Tonnen fossiles CO2 ein. Dies ist ein wichtiger Beitrag, um unseren ökologischen Fußabdruck auch in Rheinberg zu verringern.“

Solvay-Chemicals-ENNI-20213140-E-Autos-Ladesaeulen
Freuen sich über die neuen E-Ladestationen bei Solvay (von links nach rechts):
Nicole Weber F. Santos (Klimaschutzmanagement Stadt Rheinberg), Laurenz Huypen (Solvay), Andre Dippel (Solvay),
Stephan Scholz (ENNI), Norbert Mülders (Solvay), Stefan Krämer (ENNI)
Kalkofen im Werk Rheinberg aufwändig modernisiert

Das Rheinberger Solvay-Werk hat einen seiner Kalköfen in den vergangenen Monaten in großem Umfang modernisiert. Der modernisierte Kalkofen wurde Mitte Januar 2021 wieder in Betrieb genommen. 

Im Rahmen der Arbeiten wurde die mehrschichtige Ausmauerung vollständig erneuert. Die Erneuerung dieser feuerfesten Ausmauerung ist nach einer Betriebszeit von rund 15 Jahren erforderlich. Außerdem wurden die automatische Beschickung und die Entleerung modernisiert. 

Das Solvay-Werk nutzt Kalk zur Herstellung von Kohlendioxid. Dieses Kohlendioxid ist  ein benötigter Rohstoff der in Rheinberg hergestellten Produkte Natriumcarbonat (Soda) und Natriumbicarbonat (Bicar®). Soda ist ein wichtiger Grundstoff, der für die Herstellung von Glas sowie Wasch- und Reinigungsmitteln gebraucht wird. Natriumbicarbonat wird zum Beispiel in der Medizin als pH-Puffer bei der Dialyse eingesetzt.

Aktion: Mutterboden für die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort

Auch eine Form von Nachbarschaftshilfe: Unser Solvay-Werk hat der  Landesgartenschau in Kamp-Lintfort rund 2000 Kubikmeter Mutterboden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Sechs große LKW brachten den Mutterboden in den nördlichen Teil des Zechenparks nach Kamp-Lintfort. Das sind rund 150 Wagenladungen.

Wir freuen uns über die Zusammenarbeit und auch darüber, dass wir die Landesgartenschau in der Nachbarstadt aktiv unterstützen können. 

Der Oberboden wurde unter anderem zum Andecken der Rasenflächen verwendet, da im Zechenpark kein gewachsener Oberboden vorhanden ist.

Der Boden stammt von der Baustelle unseres Woodpower-Projektes.

Aktion Mutterboden für LaGa - Foto
Spende an SV Millingen: Solvay unterstützt den Bau der Kunstrasen-Kleinspielfelder

Aus verwaisten Tennisplätzen zwei moderne Fußball-Trainingsplätze mit Kunstrasen und stromsparendem LED-Flutlicht zu kreieren - wir fanden dieses Projekt des SV Millingen super und haben die Sportler mit einer Spende von 2000 Euro unterstützt. Der Bau der Kunstrasen-Kleinspielfelder war für den SV Millingen ein Großprojekt, das insgesamt rund 93.000 Euro gekostet hat. Wir ziehen den Hut vor 40 freiwilligen Helfern, die in Ihrer Freizeit mehr als 800 Arbeitsstunden am Werk waren. Der SV Millingen hat insgesamt rund 620 Mitglieder, von denen rund 400 in den Fußballmannschaften gemeldet sind - von Bambinis bis zu “Alten Herren”.

Spende an den SV Millingen - Foto
Über das gelungene Projekt freuen sich (v. l. n. r.): Norbert Mülders (Werkleiter Solvay-Werk Rheinberg), Ulrich Glanz (1. Vorsitzender SV Millingen),
Stefanie Kaleita (stellv. Leiterin Fachbereich Schule-Sport-Kultur), Clemens Brune (Sozialwart), Bürgermeister Frank Tatzel,
Frank-Rainer Laake (Vorstandsmitglied der Sparkasse am Niederrhein), Mario Heinen (Beisitzer SV Millingen), Katja Jüngst (Aumund Stiftung),
Angelika Glanz (Fußballjugendobfrau SV Millingen), Rainer Lempert (Seniorenobmann SV Millingen); Georg Königs (Geschäftsführer SV Millingen).
Dazu kommen viele private Spender und Unterstützer.
Weihnachtswunschbaum-Aktion erneut ein großer Erfolg
Weihnachtswunschbaum - Tafel Rheinberg

In der Vorweihnachtszeit beweisen die Solvay-MitarbeiterInnen und PartnerfirmenmitarbeiterInnen traditionell ein großes Herz. Um möglichst viele Menschen glücklich zu machen, kombinieren wir seit drei Jahren zwei Aktionen:

Wir erfüllen die materiellen Herzenswünsche der Kinder im Mehrgenerationenhaus in Wesel; hier leben Kinder psychisch schwer erkrankter Eltern. Und wir packen Weihnachtstüten für die Senioren der Tafel in Rheinberg. 

Diese Aktion ist bei den Mitarbeitern sehr beliebt, die Wünsche sind meist innerhalb kürzester Zeit vom Weihnachtswunschbaum abgepflückt. Auch an diesem Weihnachtsfest war die Freude auf allen Seiten groß.

Weihnachtswunschbaum - Mehrgenerationenhaus Wesel
Lange Nacht der Industrie: Blick hinter die Kulissen im Solvay-Werk in Rheinberg

Auch in diesem Jahr hatten rund 100 Teilnehmer vom Niederrhein die Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen unseres Solvay-Werkes zu schauen. In diesem Jahr war dies besonders interessant, denn so konnten die Teilnehmer quasi hautnah die großen Nachhaltigkeits-Projekte betrachten, die bei Solvay in Rheinberg derzeit umgesetzt werden: Die Modernisierung des Kraftwerkes inklusive CO2-Reduktion um 25 Prozent, eine Pilotanlage zur Eliminierung von Schadstoffen aus Abwasser und die neue Produktionsanlage für das patentierte Rauchgasreinigungsverfahren SOLVAir®. 

Auch der 130 Meter hohe Kran, der im Werk stand, konnte aus der Nähe betrachtet werden. Besonderes Highlight war wieder die Fahrt auf das Kraftwerksdach mit erneut spektakulärer Aussicht bis ins Ruhrgebiet. Zur Feier des Tages waren Kran und Solvay-Schornstein illuminiert, was auch die Autofahrer auf der benachbarten L 137 bewundernd zur Kenntnis nahmen. 

Die Teilnehmer waren mehr als zufrieden - kritische Stimmen gab es keine, dafür viel Lob.

Rheinberg - Lange Nacht der Industrie - Foto 1
Im Solvay-Blau illuminiert: Unser Schornstein war in diesem Jahr
ein besonderer Blickfang, auch für Autofahrer auf der L 137
Rheinberg - Lange Nacht der Industrie, Foto 2
Die Teilnehmer bekamen einen Blick hinter die Kulissen des Solvay-Werkes in Rheinberg.
Dass die Herstellung von Soda und Natriumbicarbonat ein komplexer Vorgang ist, bei dem ein Zahnrädchen ins andere greift
- das was vielen vorher nicht klar.
Wir für Sie: Unsere Ausbildungsabteilung hilft tatkräftig bei der 72-Stunden-Aktion

Im Stadtgebiet in Rheinberg gibt es seit dem Sommer fünf sogenannte Mitfahrerbänke - wir sind stolz darauf, dass Solvay-Mitarbeiter tatkräftig, freiwillig und in Ihrer Freizeit daran mitgewirkt haben, dass es diese Bänke gibt. Die Aktion fand statt im Rahmen des Projektes “Uns schickt der Himmel - die 72-Stunden-Aktion” des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), gemeinsam mit jungen Leuten aus den benachbarten Orten und Vereinen. Mit Unterstützung unserer Mitarbeiter konnten die elf jungen Helfer in der Ausbildungswerkstatt fleißig bohren, schweißen und montieren. Wir finden: Das ist gelungene, gelebte Nachbarschaft.

Die Mitfahrerbänke stehen an der Kirche in Borth, am Dorfmittelpunkt in Ossenberg, am Ehrenmal in Millingen, am Bürgerzentrum in Alpsray und an der Lohre in Wallach.

Rheinberg 72-Stunden-Aktion young girls working
In der Ausbildungsabteilung wird fleißig gezimmert. Keine Männerdomäne, wie man sieht.
Rheinberg 72-Stunden-Aktion 2
Nach getaner Arbeit - das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Und ist ein toller, freiwilliger Beitrag zum Wohl der Gemeinschaft. Und des Klimas
- denn wer Fahrgemeinschaften bildet, spart auch CO2.
Stadtradeln 2019 - Team Industriestandort Solvay Rheinberg erneut auf dem Siegertreppchen

Auch dies ist ein Beitrag zum Klimaschutz: Beim Rheinberger Stadtradeln hat unser Team in diesem Jahr rund 7733 Kilometer erradelt - das entspricht einer Einsparung von 1098 Kilogramm CO2! Damit haben die Kolleginnen und Kollegen den ersten Platz in der Betriebs-Wertung erfolgreich verteidigt. Hierfür gab es vom Klimabündnis und der Stadt Rheinberg eine Gold-Urkunde. Wir freuen uns sehr darüber.

Rheinberg Stadtradeln - Siegertreppchen
Praxiserfahrung für Schule und Beruf sammeln
Rheinberg-Europaschule-Kooperationsvertrag-2

Das Solvay-Werk in Rheinberg und die Europaschule unterzeichneten im Oktober 2016 einen Kooperationsvertrag. Ziel ist es, den Schülern praxisnah Einblicke in die Arbeits- und Wirtschaftswelt zu geben und sie gemeinsam mit der Schule auf die Berufswahl vorzubereiten.

„Mit der Kooperation können Lehrer und Schüler einen Blick in den Berufsalltag eines Chemieunternehmens werfen und Praxiserfahrungen in den Unterricht einbinden. Wir haben gleichzeitig die Möglichkeit, potenzielle Auszubildende frühzeitig kennenzulernen“, erklärt Werkleiter Dr. Richard Rösler. „Nach Schließung der Realschule, mit der wir seit 2002 kooperierten, freuen wir uns, nun die Zusammenarbeit mit der Europaschule in Rheinberg fortzuführen.“

Schüler in Ausbildung bringen

Norbert Giesen ist Direktor der Europaschule und kennt Solvay bereits aus seiner früheren Tätigkeit als Direktor der Realschule: „Die Kooperation mit dem Rheinberger Unternehmen Solvay ist auch deshalb besonders interessant, weil die jungen Menschen damit eine Perspektive für eine Ausbildung in der Region bekommen und so zum regionalen wirtschaftlichen Erfolg beitragen können.“ 

Mit Chemie- und Technikkursen, die in der Solvay-Ausbildungswerkstatt stattfinden, Betriebsbesichtigungen, Praktika und Laborprojekten können Schüler der 8. bis 10. Jahrgänge regelmäßig einen Blick in die Praxis werfen und den Berufsalltag eines Chemikanten, Elektronikers für Automatisierungstechnik oder  Industriemechanikers kennenlernen. 

Solvay pflegt seit 2002 außerdem eine Zusammenarbeit mit dem Amplonius-Gymnasium.

Rheinberg-Europaschule-Kooperationsvertrag

Vertreter der Europaschule und des Solvay-Werks Rheinberg bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags. v.l. vorne: Norbert Giesen (Direktor Europaschule), Dr. Richard Rösler (Werkleiter), hinten: Karsten Schmidt (Stellvertretender Schulleiter), Martin Reichert (Didaktischer Leiter), Gabriele Vanhouttem (Berufswahlkoordinatorin), Holger Wesling (Ausbilder), Guido Rademacher (Ausbildungs- und Personalleiter), Robert Buckstegen (Ausbilder), Ralf van Stephaudt (Berufswahlkoordinator).