Gelebtes Miteinander

2019_02 Sueden - Fischaugenobjektiv

Das Solvay-Werk in Rheinberg setzt auf ein gutes Verhältnis zu den Nachbarn. “Wir verstehen uns als fester Teil der Nachbarschaft. Wir gehören zu Ossenberg, zu Rheinberg, zum Kreis Wesel” - so Werkleiter Norbert Mülders. Das Nachbarschaftstelefon ist rund um die Uhr besetzt. Zwei Mal im Jahr erscheint die Nachbarschaftszeitung, die Zusammenarbeit mit Gemeinden und Vereinen ist eng. Gemeinsame Übungen von Werkfeuerwehr und Feuerwehr sowie Schulpatenschaften stehen ebenfalls auf dem Programm.

Ausbildung & Schulkooperation

Solvay möchte junge Menschen für Naturwissenschaften begeistern und bei der Berufswahl unterstützen. Das Rheinberger Werk hat deshalb Schulkooperationen mit Rheinberger Schulen und engagiert sich darüber hinaus in ausgewählten Bildungsprojekten.

Aktion: Mutterboden für die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort

Auch eine Form von Nachbarschaftshilfe: Unser Solvay-Werk hat der  Landesgartenschau in Kamp-Lintfort rund 2000 Kubikmeter Mutterboden kostenlos zur Verfügung gestellt.

Sechs große LKW brachten den Mutterboden in den nördlichen Teil des Zechenparks nach Kamp-Lintfort. Das sind rund 150 Wagenladungen.

Wir freuen uns über die Zusammenarbeit und auch darüber, dass wir die Landesgartenschau in der Nachbarstadt aktiv unterstützen können. 

Der Oberboden wurde unter anderem zum Andecken der Rasenflächen verwendet, da im Zechenpark kein gewachsener Oberboden vorhanden ist.

Der Boden stammt von der Baustelle unseres Woodpower-Projektes.

Aktion Mutterboden für LaGa - Foto
Spende an SV Millingen: Solvay unterstützt den Bau der Kunstrasen-Kleinspielfelder

Aus verwaisten Tennisplätzen zwei moderne Fußball-Trainingsplätze mit Kunstrasen und stromsparendem LED-Flutlicht zu kreieren - wir fanden dieses Projekt des SV Millingen super und haben die Sportler mit einer Spende von 2000 Euro unterstützt. Der Bau der Kunstrasen-Kleinspielfelder war für den SV Millingen ein Großprojekt, das insgesamt rund 93.000 Euro gekostet hat. Wir ziehen den Hut vor 40 freiwilligen Helfern, die in Ihrer Freizeit mehr als 800 Arbeitsstunden am Werk waren. Der SV Millingen hat insgesamt rund 620 Mitglieder, von denen rund 400 in den Fußballmannschaften gemeldet sind - von Bambinis bis zu “Alten Herren”.

Spende an den SV Millingen - Foto
Über das gelungene Projekt freuen sich (v. l. n. r.): Norbert Mülders (Werkleiter Solvay-Werk Rheinberg), Ulrich Glanz (1. Vorsitzender SV Millingen),
Stefanie Kaleita (stellv. Leiterin Fachbereich Schule-Sport-Kultur), Clemens Brune (Sozialwart), Bürgermeister Frank Tatzel,
Frank-Rainer Laake (Vorstandsmitglied der Sparkasse am Niederrhein), Mario Heinen (Beisitzer SV Millingen), Katja Jüngst (Aumund Stiftung),
Angelika Glanz (Fußballjugendobfrau SV Millingen), Rainer Lempert (Seniorenobmann SV Millingen); Georg Königs (Geschäftsführer SV Millingen).
Dazu kommen viele private Spender und Unterstützer.
Weihnachtswunschbaum-Aktion erneut ein großer Erfolg
Weihnachtswunschbaum - Tafel Rheinberg

In der Vorweihnachtszeit beweisen die Solvay-MitarbeiterInnen und PartnerfirmenmitarbeiterInnen traditionell ein großes Herz. Um möglichst viele Menschen glücklich zu machen, kombinieren wir seit drei Jahren zwei Aktionen:

Wir erfüllen die materiellen Herzenswünsche der Kinder im Mehrgenerationenhaus in Wesel; hier leben Kinder psychisch schwer erkrankter Eltern. Und wir packen Weihnachtstüten für die Senioren der Tafel in Rheinberg. 

Diese Aktion ist bei den Mitarbeitern sehr beliebt, die Wünsche sind meist innerhalb kürzester Zeit vom Weihnachtswunschbaum abgepflückt. Auch an diesem Weihnachtsfest war die Freude auf allen Seiten groß.

Weihnachtswunschbaum - Mehrgenerationenhaus Wesel
Lange Nacht der Industrie: Blick hinter die Kulissen im Solvay-Werk in Rheinberg

Auch in diesem Jahr hatten rund 100 Teilnehmer vom Niederrhein die Gelegenheit, einmal hinter die Kulissen unseres Solvay-Werkes zu schauen. In diesem Jahr war dies besonders interessant, denn so konnten die Teilnehmer quasi hautnah die großen Nachhaltigkeits-Projekte betrachten, die bei Solvay in Rheinberg derzeit umgesetzt werden: Die Modernisierung des Kraftwerkes inklusive CO2-Reduktion um 25 Prozent, eine Pilotanlage zur Eliminierung von Schadstoffen aus Abwasser und die neue Produktionsanlage für das patentierte Rauchgasreinigungsverfahren SOLVAir®. 

Auch der 130 Meter hohe Kran, der im Werk stand, konnte aus der Nähe betrachtet werden. Besonderes Highlight war wieder die Fahrt auf das Kraftwerksdach mit erneut spektakulärer Aussicht bis ins Ruhrgebiet. Zur Feier des Tages waren Kran und Solvay-Schornstein illuminiert, was auch die Autofahrer auf der benachbarten L 137 bewundernd zur Kenntnis nahmen. 

Die Teilnehmer waren mehr als zufrieden - kritische Stimmen gab es keine, dafür viel Lob.

Rheinberg - Lange Nacht der Industrie - Foto 1
Im Solvay-Blau illuminiert: Unser Schornstein war in diesem Jahr
ein besonderer Blickfang, auch für Autofahrer auf der L 137
Rheinberg - Lange Nacht der Industrie, Foto 2
Die Teilnehmer bekamen einen Blick hinter die Kulissen des Solvay-Werkes in Rheinberg.
Dass die Herstellung von Soda und Natriumbicarbonat ein komplexer Vorgang ist, bei dem ein Zahnrädchen ins andere greift
- das was vielen vorher nicht klar.
Wir für Sie: Unsere Ausbildungsabteilung hilft tatkräftig bei der 72-Stunden-Aktion

Im Stadtgebiet in Rheinberg gibt es seit dem Sommer fünf sogenannte Mitfahrerbänke - wir sind stolz darauf, dass Solvay-Mitarbeiter tatkräftig, freiwillig und in Ihrer Freizeit daran mitgewirkt haben, dass es diese Bänke gibt. Die Aktion fand statt im Rahmen des Projektes “Uns schickt der Himmel - die 72-Stunden-Aktion” des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), gemeinsam mit jungen Leuten aus den benachbarten Orten und Vereinen. Mit Unterstützung unserer Mitarbeiter konnten die elf jungen Helfer in der Ausbildungswerkstatt fleißig bohren, schweißen und montieren. Wir finden: Das ist gelungene, gelebte Nachbarschaft.

Die Mitfahrerbänke stehen an der Kirche in Borth, am Dorfmittelpunkt in Ossenberg, am Ehrenmal in Millingen, am Bürgerzentrum in Alpsray und an der Lohre in Wallach.

Rheinberg 72-Stunden-Aktion young girls working
In der Ausbildungsabteilung wird fleißig gezimmert. Keine Männerdomäne, wie man sieht.
Rheinberg 72-Stunden-Aktion 2
Nach getaner Arbeit - das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Und ist ein toller, freiwilliger Beitrag zum Wohl der Gemeinschaft. Und des Klimas
- denn wer Fahrgemeinschaften bildet, spart auch CO2.
Stadtradeln 2019 - Team Industriestandort Solvay Rheinberg erneut auf dem Siegertreppchen

Auch dies ist ein Beitrag zum Klimaschutz: Beim Rheinberger Stadtradeln hat unser Team in diesem Jahr rund 7733 Kilometer erradelt - das entspricht einer Einsparung von 1098 Kilogramm CO2! Damit haben die Kolleginnen und Kollegen den ersten Platz in der Betriebs-Wertung erfolgreich verteidigt. Hierfür gab es vom Klimabündnis und der Stadt Rheinberg eine Gold-Urkunde. Wir freuen uns sehr darüber.

Rheinberg Stadtradeln - Siegertreppchen
Praxiserfahrung für Schule und Beruf sammeln
Rheinberg-Europaschule-Kooperationsvertrag-2

Das Solvay-Werk in Rheinberg und die Europaschule unterzeichneten im Oktober 2016 einen Kooperationsvertrag. Ziel ist es, den Schülern praxisnah Einblicke in die Arbeits- und Wirtschaftswelt zu geben und sie gemeinsam mit der Schule auf die Berufswahl vorzubereiten.

„Mit der Kooperation können Lehrer und Schüler einen Blick in den Berufsalltag eines Chemieunternehmens werfen und Praxiserfahrungen in den Unterricht einbinden. Wir haben gleichzeitig die Möglichkeit, potenzielle Auszubildende frühzeitig kennenzulernen“, erklärt Werkleiter Dr. Richard Rösler. „Nach Schließung der Realschule, mit der wir seit 2002 kooperierten, freuen wir uns, nun die Zusammenarbeit mit der Europaschule in Rheinberg fortzuführen.“

Schüler in Ausbildung bringen

Norbert Giesen ist Direktor der Europaschule und kennt Solvay bereits aus seiner früheren Tätigkeit als Direktor der Realschule: „Die Kooperation mit dem Rheinberger Unternehmen Solvay ist auch deshalb besonders interessant, weil die jungen Menschen damit eine Perspektive für eine Ausbildung in der Region bekommen und so zum regionalen wirtschaftlichen Erfolg beitragen können.“ 

Mit Chemie- und Technikkursen, die in der Solvay-Ausbildungswerkstatt stattfinden, Betriebsbesichtigungen, Praktika und Laborprojekten können Schüler der 8. bis 10. Jahrgänge regelmäßig einen Blick in die Praxis werfen und den Berufsalltag eines Chemikanten, Elektronikers für Automatisierungstechnik oder  Industriemechanikers kennenlernen. 

Solvay pflegt seit 2002 außerdem eine Zusammenarbeit mit dem Amplonius-Gymnasium.

Rheinberg-Europaschule-Kooperationsvertrag

Vertreter der Europaschule und des Solvay-Werks Rheinberg bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags. v.l. vorne: Norbert Giesen (Direktor Europaschule), Dr. Richard Rösler (Werkleiter), hinten: Karsten Schmidt (Stellvertretender Schulleiter), Martin Reichert (Didaktischer Leiter), Gabriele Vanhouttem (Berufswahlkoordinatorin), Holger Wesling (Ausbilder), Guido Rademacher (Ausbildungs- und Personalleiter), Robert Buckstegen (Ausbilder), Ralf van Stephaudt (Berufswahlkoordinator).