Sicherheit hat bei Solvay oberste Priorität.

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Für die Anlagen- und Arbeitssicherheit gelten hohe Standards. Das zahlt sich aus, wie niedrige Unfallzahlen belegen.

Nachhaltigkeit

Solvay trägt als verantwortlich handelndes Unternehmen dazu bei, die Lebensqualität durch eine innovativere und nachhaltigere Chemie zu erhöhen. Dabei werden auch Lieferanten, Kunden, Umwelt, Investoren und die Öffentlichkeit eingebunden.

Sicherheitstraining im Werk

Einsatzpläne und Abläufe verinnerlichen: Damit aus einer Krise keine Katastrophe wird

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Klare Zuständigkeiten und eine reibungslose Kommunikation sind im Ernstfall entscheidend. „Alle Verantwortlichen müssen erreichbar sein. Jeder muss seine Rolle kennen, muss wissen, was zu tun ist – und vor allem danach handeln“, betont Benedikt Schlatt-Masuth, Leiter Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSE). 

Wie lange dauert es, bis der interne Krisenstab zusammenkommt und Maßnahmen einleitet? Wie werden Behörden, Medien und die Nachbarschaft informiert? Wie gut funktioniert das Zusammenspiel mit den Einsatzkräften wie Notärzten, Polizei und Feuerwehren? Wer beantwortet Anfragen besorgter Anwohner? Wer spricht mit den Medien? Damit die Abläufe sitzen, werden sie regelmäßig geübt. „Mit fiktiven Szenarien, die aber realistisch sind und trotz aller Sicherheitsvorkehrungen nie ausgeschlossen werden können“, sagt Schlatt-Masuth. „Die Trockenübungen helfen uns, die Alarm- und Sicherheitspläne zu verinnerlichen und im Ernstfall besser Hand in Hand zu arbeiten.“ Mitte Mai nahmen Werkleitung und der Krisenstab an der halbtägigen Übung teil. Darüber hinaus wurden auch alle Schichtleiter auf ihre Rolle im Krisenfall geschult.

Foto: Training für die Werkeinsatzleitung

Produktionskolonnen: Rettungsrutsche erhöht Sicherheit

Größtmögliche Sicherheit heißt, an alle Eventualitäten zu denken

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Beispiel Produktionskolonnen: Die unterschiedlich großen und tiefen Behälter des Bernburger Werks werden mehrmals im Monat von innen gereinigt, gewartet oder repariert. „Sollte ein Mitarbeiter während der Arbeit im Behälter kollabieren, wird es schwer, ihn zu bergen“, beschreibt Andreas Kilhof, Leiter Instandhaltung Mechanik, ein mögliches Problem. 

Das Sicherheitsrisiko ist die schmale Öffnung. Gerade mal etwa 50 bis 60 Zentimeter beträgt der Durchmesser. „Passiert ist zwar noch nie etwas, aber wir handeln präventiv“, betont Kilhof. „Die Gesundheit unserer Mitarbeiter steht immer an erster Stelle.“ Um im Ernstfall Mitarbeiter schnell und sicher durch die Öffnung ziehen zu können, setzt Solvay auf solche transportablen Rettungsgeräte, die beispielsweise auch für Gruben eingesetzt werden. 2014 wurden alle Mitarbeiter aus der Werkstatt und der Instandhaltung im Umgang mit dem System geschult.

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Vor dem Einstieg in den Behälter legt sich der Mitarbeiter ein Sicherheitsgeschirr an, das mit einer Winde verbunden ist.
Begrünung der Kalkteichböschungen

Weißdorne, Hartriegel, Weiden, Schlehen, Rosen – für die Region typische Bäume und Sträucher sorgen in den nächsten Jahren dafür, dass sich die Kalkteiche bei Latdorf harmonisch ins Landschaftsbild einfügen.

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Auf einer Fläche von etwa 3.000 Quadratmetern ließ Solvay im März 2016 die Böschungen im Bereich der ehemaligen L 73 in Latdorf für rund 35.000 Euro begrünen. „Entstanden sind rund 120 verschiedene Pflanzbeete mit 450 Setzlingen“, erläutert Uwe Reh, bei Solvay verantwortlich für die Kalkteiche. Dazu kommen weitere 50 Ahorne, die an der Südumfahrung gesetzt wurden. Wie bei der Begrünung der Grimschlebener Kalkteiche vor sechs Jahren beauftragte Solvay ortsansässige Unternehmen wie Erdbau Rosenburg und Stamlers Gründienst aus Latdorf. Mehr als 1.500 Tonnen Mutterboden und Kalkstein aus dem Solvay-Tagebau wurden für die Wiederaufforstung bewegt.

Ausgleichsmaßnahme

In den Kalkteichen setzt Solvay die ungelösten Kalkbestandteile aus dem Abwasser der Soda-Fabrik ab. Die Pflanzaktion ist eine Ausgleichsmaßnahme für den Bau des zwölf Hektar großen Latdorfer Kalkteichs über der ehemaligen L 73, den das Werk im November 2013 in Betrieb genommen hat.

IG BCE-Gesundheitspreis

„Mensch im Mittelpunkt“

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Die IG BCE Halle-Magdeburg zeichnete das Bernburger Solvay-Werk im Februar 2016 mit dem zweiten Preis für vorbildliches Gesundheitsmanagement aus. Das Konzept stelle den Mensch in den Mittelpunkt und fördere – so die Jury – nicht nur die physische, sondern auch die psychische Gesundheit. Seit vielen Jahren arbeite man zielstrebig, erfolgreich, in guter Sozialpartnerschaft zusammen und binde Management und Mitarbeiter ein.

„Gesunde Mitarbeiter sind ein wichtiger Wettbewerbsfaktor“, unterstrich der damalige Bernburger Werkleiter Dr. Thomas Müller. „Denn ein Krankenstand von über fünf Prozent führt – insbesondere im Schichtbereich – zu Engpässen.“ Solvay unterstützt gesundheitsfördernde Maßnahmen auch finanziell. Bereits 2014 hatte das Bernburger Team den dritten Platz beim alle zwei Jahre stattfindenden Wettbewerb belegt. „Mit dieser Auszeichnung bestätigt die Jury, dass wir unser Gesundheitsmanagement konsequent weiterentwickelt haben und in der Umsetzung noch besser geworden sind. Aus unseren Umfragen wissen wir: Bei den Mitarbeitern hat sich das Bewusstsein für Gesundheit erhöht.“

Gesundheitsmanagement berücksichtigt Mitarbeiter-Bedürfnisse

Im Bernburger Werk wurde 2004 der Arbeitskreis „proFIT“ gegründet. Er ist Teil des Gesundheitsmanagements und umfasst Personen aus Werkleitung, Betriebsrat, Arbeitsmedizin, dem Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz, der Personalabteilung und Mitarbeiter aus verschiedenen Abteilungen. Durch die Einbindung dieser Mitglieder und die Verzahnung von Gesundheits- mit dem Ideenmanagement können neue Aktivitäten initiiert werden, die die Wünsche und Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen. „Das animiert zum Mitmachen“, sagt Tilo Timplan. Er ist Fachkraft für Arbeitssicherheit und Mitglied des Arbeitskreises „proFIT“. Aktuell können Mitarbeiter aus elf Kategorien auswählen – wie beispielsweise Fitness, Schwimmen, Radsport, Volleyball oder Stressabbau. „Das Mitmachen ist wichtig. Denn nur so kann der Gesundheitsgedanke in Fleisch und Blut übergehen. Ich bin mir sicher, dass wir mittelfristig den ganzheitlichen Gesundheitsgedanken bei den Kollegen so verankern, wie wir es heute schon bei der Arbeitssicherheit erreicht haben“, unterstrich Timplan.

Bild oben - Mitglieder des Arbeitskreises „proFIT“ nahmen die Auszeichnung in Wolfen entgegen: Wilfried Rosinski, Betriebsrat, Kerstin Block, Local Procurement Assistent, Tilo Timplan, Fachkraft für Arbeitssicherheit und der damalige Werkleiter Dr. Thomas Müller. Die Prämie von 1.500 Euro wird für eine Aktion zur Gesundheitsförderung eingesetzt.