Gelebtes Miteinander

Plant Wimpfen, Germany

Solvay setzt auf ein gutes Verhältnis zur Nachbarschaft. Beispiele sind regelmäßige Tage der offenen Tür, eigenen Nachbarschaftszeitungen oder auch eine enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Gemeinsame Übungen von Werkfeuerwehr und den Wehren den Verbandsgemeinden sowie auch Schulpatenschaft.

Solvay-Werk Bad Wimpfen: Werkfeuerwehr mit neuem Fahrzeug flexibler und leistungsfähiger

Sicherheit hat für das Solvay-Werk in Bad Wimpfen Priorität. Dazu zählt auch die Werkfeuerwehr: Mit einem neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug - kurz: HLF30 - wurde der Fuhrpark modernisiert.

Bad Wimpfen, 15. Februar 2022 - Das HLF30 ersetzt ein Löschgruppenfahrzeug, das seit Ende der 1980er Jahre für die Werkfeuerwehr im Einsatz war. In puncto Ausstattung wurde der neue Allrounder, der sowohl für die Brandbekämpfung als auch für technische Hilfeleistung eingesetzt wird, auf die Anforderungen des Solvay-Standortes ausgelegt. So sind Chemikalienschutzanzüge, elektrisch betriebene Lüfter und Pumpen ebenso an Bord wie explosionsgeschützte Funkgeräte oder akkubetriebene Rettungsgeräte wie Scheren und Spreizer. Zudem verfügt das HLF30 über einen großen Löschwassertank und über einen mobilen Wasserwerfer mit einer Reichweite von rund 60 Metern. Besonderes Augenmerk wurde auf die Sicherheit gelegt: Der komplette Dachaufbau lässt sich hydraulisch absenken, so können die Einsatzkräfte auf dem Dach gelagerte Geräte leichter entnehmen. 

„Eine optimale Ergänzung unseres Fuhrparks“, betont Marco Klotzbücher, Leiter der Werkfeuerwehr. „Wir sind flexibler und leistungsfähiger und können bei Bedarf auch die Wehren in der Region effektiv unterstützen.“ Bis zu  acht Feuerwehrkräfte finden im neuen HLF30 Platz. „Vier Kameraden können während der Fahrt Atemschutzgeräte anlegen und wären sofort einsatzbereit. Das spart im Ernstfall Zeit“, sagt Klotzbücher. 

Die Werkfeuerwehr ist ein zentraler Baustein im Sicherheitskonzept des Solvay-Werks in Bad Wimpfen. „Technisch auf dem neuesten Stand zu sein, ist eine wichtige Voraussetzung, um die Sicherheit unserer Beschäftigten, der Anlagen und unserer Anwohner jederzeit gewährleisten zu können“, betont Werkleiter Norbert Haas. 

2022-02 Solvay Bad Wimpfen Feuerwehrfahrzeug
Moderner Fuhrpark: Neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug erhöht Flexibilität und Leistungsfähigkeit der Werkfeuerwehr im Solvay-Werk Bad Wimpfen.
Spende für „Region der Lebensretter Heilbronn“: Gesundheitsaktion von Solvay in Bad Wimpfen bringt 3.000 Euro
Spende für Region der Lebensretter Heilbronn

Bad Wimpfen, 20. Januar 2022 - Mehr als 50.000 Menschen in Deutschland erleiden jährlich einen Herz-Kreislaufstillstand, etwa die Hälfte überlebt, wenn die Wiederbelebung in den ersten vier Minuten einsetzen kann. Die Überlebensrate erhöhen und Folgeschäden verringern, diesen Zielen hat sich der gemeinnützige Verein „Region der Lebensretter“ verschrieben. Mit einer 3.000 Euro-Spende unterstützt das Solvay-Werk in Bad Wimpfen die Arbeit des Netzwerks. Das Geld kam im Rahmen einer Gesundheitsaktion im vergangenen Jahr zusammen.

Unter dem Titel „Mit eigenem Antrieb zur Arbeit“ ließen rund 60 Solvay-Beschäftigte 2021 ihr Auto zu Hause und kamen zu Fuß oder mit dem Fahrrad ins Werk. Für jeden mit Muskelkraft zurückgelegten Kilometer kamen 5 Cent in den Spendentopf. Die meisten stiegen aufs Rad und legten bis zum Ende November mehr als 20.000 Kilometer zurück, bei den Fußgängern waren es rund 3.000 Kilometer. So kamen mehr als 1.000 Euro zusammen; das Werk stockte den Betrag auf 3.000 Euro auf. 

„Neben dem Nachhaltigkeitsaspekt, CO2-Emissionen zu verringern, stand vor allem die Gesundheit unserer Beschäftigten im Fokus“, sagte Christoph Sommer, Leiter Gesundheit, Sicherheit und Umwelt im Werk Bad Wimpfen. „Die Arbeit des ehrenamtlichen Netzwerks hat uns beeindruckt. Mit der Spende können wir die Brücke schlagen und den Blick auf ein Thema lenken, das jeden betreffen könnte.“ Denn plötzlicher Herztod ist eine der häufigsten Todesursachen in Deutschland. 

Jede Sekunde zählt. Rettungskräfte, die in den ersten drei bis fünf Minuten nach einem Herz-Kreislaufstillstand eintreffen, können die Überlebenschance von Patienten erhöhen und Folgeschäden verringern. „Wir freuen uns daher sehr über diese Spende, die wir für Schutzausrüstung unserer ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer einsetzen werden“, sagt Ärztin Dr. Tatjana Hilker vom Verein „Region der Lebensretter“.

Der gemeinnützige Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Zeit bis zur Wiederbelebung auf ein Minimum zu verkürzen und damit mehr Menschen das Leben zu retten. Ein App-basiertes System soll dabei helfen: Rettungsleitstellen können registrierte Ersthelfer über Smartphone in der unmittelbaren Nähe des Notfalls orten und alarmieren. Der Verein rekrutiert zudem Ersthelfer und kümmert sich darum, dass für den Notfall möglichst viele Defibrillatoren rund um die Uhr öffentlich zugänglich sind. Auch das Solvay-Werk Bad Wimpfen ist jetzt in der sogenannten DEFI-Map des Vereins verzeichnet; darin sind alle Standorte aufgeführt, an denen automatische Defibrillatoren zur Verfügung stehen. „Unser Werkschutz hält am Werktor einen Defibrillator für Notfälle im Werk bereit“, sagt Sommer. „Künftig kann er auch für Rettungseinsätze in der Umgebung genutzt werden.“

Norbert Haas ist neuer Werkleiter im Solvay-Werk Bad Wimpfen

Norbert Haas ist seit Anfang September 2021 als neuer Werkleiter für den Solvay-Standort in Bad Wimpfen verantwortlich. Der 54-jährige Ingenieur tritt die Nachfolge von Uwe Männel an, der nach 32 Jahren in der Solvay-Gruppe in den Ruhestand geht. Haas studierte in Münster, NRW, Chemieingenieurwesen und absolvierte am MIT (Massachusetts Institute of Technology) in Boston, USA, eine Managementausbildung. Bei der Veba Öl/BP war Haas in verschiedenen Leitungspositionen tätig und sammelte Erfahrung als Betriebs- und Produktionsleiter chemischer Anlagen. Zuletzt leitete er einen Teil der Raffinerie in Gelsenkirchen, NRW.

„Ich freue mich diese verantwortungsvolle Position hier in Bad Wimpfen zu übernehmen. Ich bin von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort sowie den Menschen in Bad Wimpfen herzlich aufgenommen worden und fühle mich der Region schon sehr verbunden“, so Werkleiter Norbert Haas. „Mein oberstes Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit des Bad Wimpfener Werks und damit auch den Erhalt der vorhandenen Arbeitsplätze nachhaltig zu sichern.“ 

Moos als Feinstaubfilter? Solvay-Werk Bad Wimpfen unterstützt Erfinderwettbewerb Kreative Köpfe

Ein Feinstaubfilter mit erneuerbaren Materialien – drei Schülerinnen der Otto-Klenert-Realschule aus Bad Friedrichshall wollen mit dieser Idee den Titel „Kreative Köpfe 2020“ gewinnen. Unterstützt werden die 15-jährigen Mädchen von Solvay in Bad Wimpfen.  „Eine interessante, nachhaltige Idee, die gut zu uns passt und die wir gerne unterstützen“, sagt Ausbilder Martin Stojan. Zusammen mit Matthias Steinwand, Arnulf Walter, Michael Olpp, Klaus-Dieter Schwab, Lukas Sommer und Kevin Braccia wird Stojan das Trio in den nächsten vier Monaten mit Rat und Tat begleiten. Anfang März traf sich das Team zur ersten Projektbesprechung im Werk. „Bis Mai werden wir im Labor und in der Werkstatt gemeinsam am nachhaltigen Moos-Feinstaubfilter tüfteln“, sagt Stojan. Der Prototyp soll dann im Juni der Expertenjury vorgestellt werden.

Seit 2015 fördert der Wettbewerb „Kreative Köpfe“ Schülerinnen und Schüler im Raum Neckarsulm. Ziel ist es, junge Menschen für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern und ihnen eine Plattform zur Umsetzung ihrer Ideen zu bieten. Unternehmen aus der Region unterstützen die Schüler dabei. Das Solvay-Werk Bad Wimpfen ist bereits zum dritten Mal Projektpate.

Weitere Informationen:

KK_Auftakt_Neckarsulm_Männel
„Junge Talente zu fördern, zahlt sich aus. Das sind schließlich die Fachkräfte von morgen.“ Werkleiter Uwe Männel bei der Auftaktveranstaltung des Erfinderwettbewerbs Kreative Köpfe Mitte Februar in Neckarsulm.
KK_Solvay Stand 2
Kennenlernen am Solvay-Stand: Bei der Auftaktveranstaltung im Albert-Schweitzer-Gymnasium in Neckarsulm knüpften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Mitte Februar erste Kontakte zu den Unternehmen, die den Erfinderwettbewerb begleiten.
KK_Auftakt_Neckarsulm-Gruppe
Mitte Februar startete die sechste Runde des regionalen Erfinderwettbewerbs Kreative Köpfe.
Eine Jury wählte rund 20 Schülerinnen und Schüler für die diesjährige ihren Partnerunternehmen zu realisieren.
Erfinderwettbewerb „Kreative Köpfe“

Smarter Lenker für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

Blinker, Lenkerheizung, Handyhalterung, Notfallknopf, Bluetooth-Lautsprecher und Temperaturanzeige – wenn es nach Leonie Schmidbauer und Hanna Westphal-Wernighaus geht, sehen so Fahrräder von morgen aus. Mit High-Tech am Lenker und Stromversorgung am Gepäckträger. Mit dieser Idee wollten die beiden 14-jährigen Schülerinnen der Otto-Klenert-Realschule in Bad Friedrichshall „Kreative Köpfe“ werden. Wie im vergangenen Jahr unterstützte  Solvay den Erfinderwettbewerb als Projektpate.

Kreative Köpfe Smarter Lenker - Teilnehmerinnen

Anfang des Jahres startete eine neue Runde des Wettbewerbs für junge Tüftler und Erfinder. Wie im vergangenen Jahr wurden rund 30 Schülerinnen und Schüler aus sieben Schulen der Region für die Final-runde ausgewählt. Ziel des Wettbewerbs ist es, junge Menschen für Technik zu begeistern und ihnen eine Plattform zur Umsetzung ihrer Ideen zu bieten. 

Solvay war erneut als Projektpate dabei. Nach dem Thema Energieeffizienz und der solarbetriebenen Jalousie ging es diesmal um die Sicherheit im Straßenverkehr. „Leonie und Hanna hatten viele Ideen, um das Fahrradfahren sicherer zu machen. Das fanden wir gut. Sogar an ein Solar-Panel am Gepäckträger inklusive Akku für die Stromversorgung haben die beiden gedacht“, sagte Ausbilder Martin Stojan, der mit seinen Kollegen Arnulf Walter, Michael Olpp und Kevin Braccia das Projekt mit Rat und Tat begleitete. 

 

Kreative Köpfe Smarter Lenker - Fahrradlenker

 
Mitte Februar ging’s los mit den Planungen. Regelmäßig traf man sich im Werk, sprach über Bauteile, Kosten, Zeitpläne. Stojan: „Die Mädchen waren mit so viel Freude bei der Sache und haben uns mit ihrer Begeisterung angesteckt.“ Im Mai ging‘s dann in die -„heiße“ Phase und um die Frage: Wie wird aus der Idee ein greif-bares Modell, genauer: ein Armaturenbrett für den Lenker? „Dafür haben wir eines unserer Werkfahrräder umgebaut.“ Mitte Juni kam dann der Moment der Wahrheit und die Präsentation vor der Jury im Friedrich-von-Alberti-Gymna-sium. Lohn der Mühe: Eine Auszeichnung in der Kategorie „Sicherheit“. Und „Kreative Köpfe“ sind die beiden Mädchen allemal. Herzlichen Glückwunsch!

Weitere Informationen: 

Schulkooperationen in Bad Wimpfen

Zusammenarbeit mit Schulen

Hohenstaufen-Gymnasium in Bad Wimpfen

Bad Wimpfen School Cooperation

Die Förderung talentierter Nachwuchskräfte in den Naturwissenschaften und die Zusammenarbeit mit Schulen und Universitäten haben bei Solvay Tradition. Daher arbeitet das Werk Bad Wimpfen eng mit dem Hohenstaufen-Gymnasium Bad Wimpfen zusammen. Die Kooperation besteht bereits seit 2003. Mit Betriebsbesichtigungen, Praktika und Laborprojekten können Schüler der 11. und 12. Jahrgänge regelmäßig einen Blick in die Praxis werfen und den Berufsalltag eines Chemikanten oder Laboranten kennen lernen.

 

Hermann-Greiner- und Otto-Klenert-Realschule

Bad Wimpfen Schulkooperation-2

Mit der Hermann-Greiner-Realschule in Neckarsulm hat das Solvay-Werk im Sommer 2015 eine Bildungspartnerschaft vereinbart, mit der Otto-Klenert-Realschule in Bad Friedrichshall bereits 2013. Die Vereinbarungen sollen eine bestehende langjährige Zusammenarbeit weiter vertiefen. Dazu gehören Unterrichtsbesuche, Werkführungen, Praktika oder Laborprojekte. Außerdem fördert Solvay mit Materialien und Geräten den Unterricht und stellt sich im Rahmen von Berufsinformationstagen vor.

 

Allgemein- und berufsbildende Schulen  

Bad Wimpfen Schulkooperation 3

Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig an naturwissenschaftliche und technische Berufe heranzuführen, sie bei der Berufswahl zu unterstützen und sie besser auf die Ausbildung vorzubereiten. Auch zu anderen allgemein- und berufsbildenden Schulen der Region pflegt Solvay enge Kontakte. Dazu zählt unter anderem die Ludwig-Fronhäuser Schule (GHWRS Bad Wimpfen). 

 

 

Lehrerkongresse

Bad Wimpfen Schulkooperation-4

Ebenso pflegt das Werk den Kontakt zu Lehrern und sponsort den jährlichen Lehrerkongress. Gemeinsam mit dem Hohenstaufen-Gymnasium stellt das Werk Wimpfen seine Schulprojekte wie Dünnschicht-, Säulen- oder Gaschromatographie vor und informiert über Ausbildungsberufe und -wege in der Chemischen Industrie.

 

 

Solvay ist zudem Mitglied im Fonds der Chemischen Industrie und fördert darüber den Chemie-Unterricht auch bundesweit.