Salzförderung ist Hauptgeschäftszweck der Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen (SGW)

Ahaus-Entrance

Jährlich gewinnt sie in Ahaus mehrere Millionen Tonnen Kochsalz. 

In bis zu 1.400 Metern Tiefe erstreckt sich hier die niederrheinische Salzpfanne. 

Wissenswertes über die Salzgewinnungsgesellschaft

In 1.000 bis 1.400 Metern Tiefe erstreckt sich hier die 200 bis 400 Meter dicke niederrheinische Salzpfanne. Zur Salzförderung wird Wasser durch sternförmig angelegte Bohrlöcher in die Salzschicht gespült. Die dabei entstehende Sole fließt dann durch Rohrleitungen in Richtung Niederrhein zu Chemie-Standorten, an denen über 13.000 Menschen arbeiten. So erhalten beispielsweise das Solvay-Werk in Rheinberg und andere Industriestandorte den unverzichtbaren Rohstoff Salz. 

Standort-Ahaus-Key-Figures-2019

Die nach der Aussolung verbleibenden Hohlräume (Kavernen) sind von weiteren Salzschichten ummantelt und absolut dicht. Sie eignen sich somit ideal zur Zwischenspeicherung von Gas und Öl – für Krisenzeiten und um Nachfragespitzen, etwa bei Kälteeinbrüchen, auszugleichen. Im Kavernenfeld lagern auch Teile der strategischen Öl-Reserve der Bundesrepublik.

SGW in Fakten
Sitz Ahaus-Graes/Epe
Eigentümer 65 % Solvay
25 % Vestolit 
10 % Covestro
Zahlen Jährlich mehrere Mio. Tonnen Salz als Sole 
60 Mitarbeiter und davon ~ 10% Auszubildende 

 

Geologie
Men working outdoors in Ahaus

Unter Gronau und Epe erstreckt sich in etwa 1.000 Metern Tiefe ein großräumiges Salzlager, das von Rheinberg im Süden bis in die norddeutsche Tiefebene und die Niederlande reicht. Seit 1972 fördert die SGW hier Sole. Die Beschaffenheit und Ausdehnung der Salzlagerstätte sind durch unzählige Ultraschallmessungen und Bohrungen gut bekannt. Durch die Kavernensolung entstehen langsame und gleichmäßige Senkungen. Seit Beginn der Salzgewinnung 1972 vermisst die SGW regelmäßig das Gebiet. Das Messnetz wurde im Laufe der Jahre an die Entwicklung des Kavernenfeldes angepasst. Die Bergsenkungen entsprechen den erwarteten Prognosen.

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