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Bernburg, März 2018 -  Carsten Schulze verantwortet seit September 2017 die Aus- und Weiterbildung sowie das Ideenmanagement in den Solvay-Werken Bernburg und Genthin. Der 46-Jährige übernahm die Aufgaben von Jürgen Bojanowski, der Ende vergangenen Jahres in den Ruhestand ging.

Der gebürtige Bernburger kennt das Thema Ausbildung und Nachwuchsförderung aus verschiedenen Blickwinkeln. Im Wendejahr 1990 schloss Schulze in Bernburg seine Ausbildung zum Baufachfacharbeiter ab, machte 1996 seinen Meister und war mehrere Jahre als Bauleiter tätig. Anfang der 2000er Jahre schlug der 46-Jährige einen neuen Weg ein und wechselte in die Nachwuchsförderung. Berufsbegleitend absolvierte Schulze ein Fernstudium zum staatlich geprüften Sozialberater und kümmerte sich fortan als Sozialpädagoge und Ausbilder bei regionalen Bildungsträgern um angehende Fachkräfte. Lebenslanges Lernen ist für ihn Programm und zieht sich wie ein roter Faden durch seine Vita. 2015 schrieb er sich für ein weiteres Fernstudium ein: Soziale Arbeit; den Bachelor-Abschluss peilt er für dieses Jahr an. Bevor er im Spätsommer 2017 zu Solvay wechselte, leitete Schulze eine Flüchtlingsunterkunft und ein Lernzentrum für Schulverweigerer. Mit der Position des Ausbildungsleiters bei Solvay schlägt Schulze, der mit seiner Familie im benachbarten Ilberstedt lebt, ein neues Kapitel auf. 

Frühzeitig Orientierungshilfe bieten

Schulze ist überzeugt, dass er von seinen Erfahrungen aus der überbetrieblichen Erstausbildung profitieren wird. Als Vorsitzender für den Bereich Wirtschaft des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft tauscht er sich zudem regelmäßig mit Vertretern der regionalen Unternehmen, Schulen, Agentur für Arbeit und Bildungsträger aus. Die größte Herausforderung sieht er darin, Jugendliche überhaupt für eine Ausbildung zu gewinnen. Ein Hebel dafür ist die Zusammenarbeit mit den hiesigen Schulen, die Schulze weiter ausbauen möchte. Berufsorientierung beginnt für ihn schon ab der 7. Klasse. Sein Credo: Jungen Menschen frühzeitig zu zeigen, wo die Reise hingehen kann und welche Chancen Solvay bietet. Je früher, desto besser. „Viele sind bis zuletzt unentschlossen und haben keine Vorstellungen davon, wie es nach der Schule weitergehen soll“, sagt er. „Außerdem erleben wir immer wieder, dass Jugendliche ihre Ausbildung nach kurzer Zeit abbrechen, weil sie feststellen, dass der gewählte Beruf doch nicht der richtige für sie ist. Aus dem Grund müssen wir früher anfangen, die Schulen bei ihrer eigenen Berufsvorbereitung unterstützen, in die Klassen gehen, Berufe und den Arbeitsalltag vorstellen. Hier gibt es noch viel Potenzial.“




Die internationale Chemiegruppe Solvay trägt mit modernen Werkstoffen und Spezialchemikalien zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen bei. In enger Partnerschaft mit Kunden entwickelt die Gruppe weltweit Innovationen für ganz unterschiedliche Anwendungen, etwa in Flugzeugen, Autos, Batterien, Mobilgeräten und Medizintechnik sowie der Mineralien-, Erdöl- und Gas-Förderung. Solvay trägt zu höherer Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei - mit leichten Werkstoffen für eine sauberere Mobilität, mit Rezepturen, die den Ressourcenverbrauch optimieren und mit Hochleistungschemikalien, die Luft- und Wasserqualität verbessern.

Die Solvay-Gruppe, mit Hauptsitz in Brüssel, beschäftigt rund 24.500 Mitarbeiter in 61 Ländern. Sie erzielte 2017 einen Umsatz von 10,1 Mrd. Euro, 90 Prozent davon mit Geschäftsaktivitäten, in denen die Gruppe weltweit zu den Top 3 gehört, und eine EBITDA-Marge von 22 Prozent. Solvay S.A. (SOLB.BE) ist an der Euronext in Brüssel und Paris gelistet (Bloomberg: SOLB.BB- Reuters: SOLB.BR). In den USA werden Aktienzertifikate der Gruppe (SOLVY) über ein Level-1-ADR-Programm gehandelt.

In Deutschland arbeiten fast 2.000 Beschäftigte an elf Standorten. 2017 erzielte die Solvay-Gruppe hier 716 Mio. Euro Umsatz. Zu den Hauptprodukten zählen Fluor-, Barium- und Strontium-Spezialitäten, Hochleistungskunststoffe, Soda, Natriumbicarbonat sowie Wasserstoffperoxid.