Aufgrund der infolge der COVID-19-Krise geringeren Kundennachfrage wird die Solvay-GBU Composite Materials bereits bestehende Effizienzsteigerungspläne zügig vorantreiben und seine Produktionsstätten restrukturieren. Beabsichtigt ist, zwei Standorte zu schließen und die Mitarbeiterzahl um weltweit 20 Prozent zu reduzieren.

Brüssel, den 15. Mai 2020 – Die Solvay-Gruppe hat heute bekannt gegeben, dass sie für ihre GBU Composite Materials Effizienzsteigerungspläne intensivieren und zügig vorantreiben wird, um Kosten zu senken, die Produktivität zu verbessern und um Kunden angesichts der durch die COVID-19-Krise verringerten Aktivitäten besser zu bedienen.
Die Solvay-GBU Composite Materials stützt sich dabei auf Maßnahmen, die bereits Anfang dieses Jahres eingeleitet wurden und beabsichtigt, die Produktion in ihren Werken in Manchester (GB) und Tulsa (Oklahoma, USA) einzustellen. Diese Aktivitäten werden auf andere branchenführende Produktionsanlagen verlagert, um die Kapazität zu steigern und die operative Effizienz zu verbessern. Zusätzlich werden im gesamten Geschäftsfeld Arbeitsplätze abgebaut und die Gesamtmitarbeiterzahl wird voraussichtlich um rund 20 Prozent bzw. um 570 Stellen reduziert.

Diese strukturellen Veränderungen werden dem Geschäftsfeld ermöglichen, seine Kostenstrukturen anzupassen und den Abschwung in der nächsten Zeit teilweise zu mildern. Die Umsetzung dieses Plans wird voraussichtlich größtenteils bis Ende 2020 abgeschlossen sein und über das Jahr gesehen zu Kosteneinsparungen von etwa 60 Millionen Euro führen. Ein Restrukturierungsaufwand von rund 30 Millionen Euro wird im zweiten Quartal verbucht. 

Im letzten Jahr hatte Solvays GBU Composite Materials durch Steigerung der Produktivität und Vorantreiben der Automation ihre operative Effizienz bereits verbessern können. Des Weiteren wurde als Reaktion auf die reduzierte Produktion der Boeing 737 MAX ein Kostensenkungsprogramm umgesetzt. Diese Maßnahmen führten 2019 zu Rekordergebnissen und nachhaltiger Performance im ersten Quartal 2020, reichen jedoch nicht aus, um die erheblichen COVID-19-bedingten Herausforderungen zu bewältigen. Die aktuelle Krise hat dazu geführt, dass die gesamte Branche für die nahe Zukunft für die Fertigung von zivilen Luftfahrzeugen von einer rückläufigen Nachfrage ausgeht. 

„Die Entscheidung, sich von Mitarbeitern zu trennen, ist eine Entscheidung, die nie leicht fällt“, sagte Solvay-CEO Ilham Kadri. „Die Schritte, die wir ergreifen, sind notwendig, um uns an das dynamische Umfeld anzupassen und sicherzustellen, dass Solvay wettbewerbsfähig und gut aufgestellt ist, um die Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen, wenn das Wachstum wieder einsetzt – und das wird es.“

Deutsche Übersetzung der verbindlichen englischen Presseinformation [EN]

Über Solvay

Solvay ist ein wissenschaftlich orientiertes Unternehmen und schafft mit seinen Technologien einen sichtbaren Nutzen für alle Bereiche des täglichen Lebens. Die Gruppe beschäftigt über 24.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 64 Ländern und verbindet Menschen, Ideen und Elemente, um Fortschritt neu zu definieren und neu zu gestalten. Solvay möchte nachhaltigen Nutzen für alle schaffen, insbesondere mit dem Programm ‚Solvay One Planet‘, das auf drei Säulen ausgerichtet ist: Klimaschutz, Schonung von Ressourcen und Förderung eines besseren Lebens. Die Gruppe trägt mit innovativen Lösungen zu sichereren, saubereren und nachhaltigeren Produkten bei –  etwa im Haushalt, in Lebensmitteln und Verbrauchsgütern, in Flugzeugen, Autos, Batterien, Mobilgeräten, Gesundheitsanwendungen und mit Konzepten zur Luft- und Wasserreinhaltung. Die Solvay-Gruppe wurde 1863 gegründet und erzielte 2019 einen Umsatz von rund 10,2 Mrd. Euro, zum überwiegenden Teil mit Geschäftsaktivitäten, in denen die Gruppe weltweit zu den Top 3 gehört. Solvay ist an der Euronext in Brüssel (SOLB) und Paris gelistet. In den USA werden Aktienzertifikate der Gruppe (SOLVY) über ein Level-1-ADR-Programm gehandelt. Mehr Informationen auf www.solvay.com.