Es gibt vermutlich nicht allzu viele Menschen am Niederrhein, die einen Kalzinierofen schon einmal von innen gesehen haben. Die rund 90 Teilnehmer der langen Nacht der Industrie, die sich für die Solvay-Tour entschieden hatten, gehören ab jetzt dazu. Und sie waren mächtig beeindruckt von den außergewöhnlichen Einblicken in die Soda- und Bicar®-Produktion.

Dass das Solvay-Werk aus so vielen Bausteinen besteht, dass es ein bis ins kleinste Detail ausgeklügeltes System ist, in dem Anlagenteile wie Puzzleteilchen perfekt ineinander greifen - darüber hatten sich die Wenigsten zuvor Gedanken gemacht. Geschützt mit Helm, Sicherheitsbrille und Leuchtweste durften Sie das Werk an der Seite erfahrener Ingenieure von innen begehen. Und lernen, dass ein Chemiewerk eine kleine Stadt für sich ist.

Zu den beeindruckenden Stationen gehörten die zentrale Messwarte, von der aus die Anlagenkomponenten per Leitsystem gesteuert werden. Dahinter große Kolonnen, Pumpen, Solebecken, Kalköfen, Kohle- und Holzhackschnitzel-Anlieferung. Alles hautnah zu besichtigen. 

So ließ sich plastisch wunderbar erklären, wie Soda und Bicarbonat entstehen - Produkte, die in Rheinberg hergestellt werden und die aus dem alltäglichen Leben nicht wegzudenken sind. Sie finden zum Beispiel Anwendung in Glas, Brausetabletten oder Waschpulver. Einen Beitrag   zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz leistet Soda zudem beim energiesparenden Einsatz in Mehrfachverglasung; Bicar® beispielsweise ist wichtig in der Rauchgasreinigung. 

Weiteres, wenn nicht sogar das Top-Highlight: Eine Fahrt hoch hinauf auf das Dach des Kraftwerkes. Auf 70 Metern Höhe ließen sich bei bester Sicht die Nachbarstädte beobachten. Ein sehr beruhigendes, schönes Erlebnis.

So gab es nach der gut zweistündigen Tour zufriedene Mienen. Auch bei Solvay: “Wir freuen uns, wenn wir unseren Nachbarn plastisch zeigen können, was wir hier machen”, sagte Umwelt- und Sicherheits-Chef Dr. Bernd Riedmüller. So manche interessante Frage konnte bei der Gelegenheit beantwortet werden. Einer Wiederholung bei der nächsten langen Nacht der Industrie steht also nichts im Wege.




Solvay ist eine internationale Chemiegruppe, deren vielseitige Spezialitäten zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen beitragen. In enger Partnerschaft mit Kunden entwickelt die Gruppe weltweit Innovationen für ganz unterschiedliche Anwendungen, etwa in Flugzeugen, Autos, Mobilgeräten und Medizintechnik, in Batterien oder bei der Förderung von Mineralien und Öl. Solvay trägt zur Nachhaltigkeit bei - mit leichten Werkstoffen für eine sauberere Mobilität, mit Rezepturen, die den Ressourcenverbrauch optimieren und mit Hochleistungschemikalien, die Luft- und Wasserqualität verbessern. Die Solvay-Gruppe, mit Hauptsitz in Brüssel, beschäftigt rund 27.000 Mitarbeiter in 58 Ländern und erzielte 2016 einen Umsatz von 10,9 Mrd. Euro, 90 Prozent davon mit Geschäftsaktivitäten, in denen die Gruppe weltweit zu den Top 3 gehört. Solvay S.A. (SOLB.BE) ist an der Euronext in Brüssel und Paris gelistet (Bloomberg: SOLB.BB- Reuters: SOLB.BR). In den USA werden Aktienzertifikate der Gruppe (SOLVY) über ein Level-1-ADR-Programm gehandelt.

In Deutschland arbeiten fast 2.000 Beschäftigte an elf Standorten. 2016 erzielte die Solvay-Gruppe hier rund 1 Mrd. Euro Umsatz (alle Zahlen ohne die zum Verkauf bestimmten Vermögenswerte). Zu den Hauptprodukten zählen Fluor-, Barium- und Strontium-Spezialitäten, Hochleistungskunststoffe, Soda, Natriumbicarbonat sowie Wasserstoffperoxid.