Rheinberg, 26. Oktober 2016 – Im Rahmen der Langen Nacht der Industrie waren rund 100 Besucher bei Solvay in Rheinberg zu Gast. Sie nahmen Einblick in die Arbeitsprozesse der Rheinberger Soda-Produktion. 

Das Solvay-Werk war eins von 76 Unternehmen an Rhein und Ruhr, das nachts seine Tore für Besucher öffnete. In geführten Touren, die zwischen 17:00 und 22:00 Uhr stattfanden, zeigten und erläuterten Solvay-Mitarbeiter den Teilnehmern die Arbeitsprozesse der Soda-Fabrik. Darüber hinaus konnten sich interessierte Besucher bei Präsentationen und im persönlichen Gespräch ein Bild von Solvay als möglichem Arbeitgeber oder Ausbildungsbetrieb machen.

Die Lange Nacht fand zum sechsten Mal an Rhein und Ruhr statt. Insgesamt bewarben sich mehr als 6.000 Teilnehmer für die rund 3.000 Plätze auf den diesmal 53 Touren. Initiator ist die Gesellschaftsinitiative Zukunft durch Industrie e.V. Sie möchte vermitteln, wie moderne und zukunftsfähige Industrie funktioniert. 

Weitere Informationen:
www.zukunft-durch-industrie.de
www.langenachtderindustrie.de

Das Solvay-Soda-Verfahren

Vor 153 Jahren entwickelte Ernest Solvay ein ammoniakbasiertes Verfahren, um Soda herzustellen. Das später nach ihm benannte, ressourcenschonende Solvay-Soda-Verfahren löste das Leblanc-Verfahren ab. Bis heute wird Soda in der Regel nach dem Solvay-Soda-Verfahren hergestellt. Soda oder Natriumcarbonat ist ein wichtiger Grundstoff für die Glasherstellung, für Reinigungsmittel und die Waschmittelindustrie. Das Solvay-Soda-Verfahren wird seit dem Produktionsstart 1907 im Rheinberger Werk angewandt.

So wie das Solvay-Soda-Verfahren nachhaltiger und wirtschaftlicher war und sich damit langfristig gegen das Leblanc-Verfahren durchsetzte – so arbeitet die Solvay-Gruppe auch heute stetig an der Verbesserung der Nachhaltigkeit. Beispielsweise durch Exzellenz in Punkto Sicherheit, Gesundheit und Arbeitshygiene und der Verbesserung von Technologien und Verfahren, die die Produkte verbessern und die Umweltauswirkungen verringern. Solvay will eine Vorreiterrolle in nachhaltiger Chemie übernehmen.




Solvay ist ein internationaler Hersteller von Chemikalien und Hochleistungswerkstoffen. Das Unternehmen unterstützt Kunden, innovative, hochwertige und nachhaltige Produkte zu entwickeln, die weniger Energie verbrauchen, CO2-Emissionen senken, den Ressourcenverbrauch optimieren und die Lebensqualität verbessern. Die Solvay-Gruppe, mit Hauptsitz in Brüssel, beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiter in 53 Ländern und erzielte 2015 einen Pro-forma-Umsatz von 12,4 Mrd. Euro, 90 Prozent davon mit Geschäftsaktivitäten, in denen die Gruppe weltweit zu den Top 3 gehört. Solvay bedient vielfältige Märkte wie Automobil und Luftfahrt, Verbrauchsgüter und Gesundheitspflege, Energie und Umwelt, Elektro und Elektronik, Bausektor und Industrieanwendungen. Solvay S.A. (SOLB.BE) ist an der Euronext in Brüssel und Paris (Bloomberg: SOLB.BB- Reuters: SOLB.BR) gelistet. 

In Deutschland arbeiten über 2.500 Beschäftigte an elf Standorten. 2015 erzielte die Solvay-Gruppe hier rund 1 Mrd. Euro Umsatz (ohne die zum Verkauf bestimmten Vermögenswerte). Zu den Hauptprodukten zählen Fluor-, Barium- und Strontium-Spezialitäten, Hochleistungskunststoffe, Soda, Natriumbicarbonat, Wasserstoffperoxid sowie Celluloseacetat.