Die Chemie stimmt: CO2-Reduzierung und Exzellenz bei Energieeffizienz

Solvay hat in seiner Geschäftseinheit ‚Peroxides‘ das ehrgeizige Sequoia-Projekt gestartet. Das Ziel: Die CO2-Emissionen um bis zu 100.000 Tonnen pro Jahr senken. Der Name Sequoia kommt vom kalifornischen Mammutbaum, der besonders viel CObindet. Das Projekt verspricht echten Nutzen, sowohl für die Gruppe, die Kunden als auch für die Umwelt.

Solvay hat sich verpflichtet, bis 2025 seine CO2-Emissionen um eine Million Tonnen pro Jahr zu verringern. Das entspricht einer jährlichen Absenkung um 10 Prozent. Solvays Geschäftseinheit Peroxides hat sich im Rahmen des Sequoia-Projekts verpflichtet, die CO2-Emissionen bis 2020 um 50.000 Tonnen pro Jahr zu reduzieren und sich zudem das herausfordernde Ziel gesetzt, bis 2025 jährlich 100.000 Tonnen CO2  einzusparen. Das ist eine echte Herausforderung, doch die Geschäftseinheit ist überzeugt, dass sich dies wirtschaftlich rechnen wird.

„Wir haben es hier mit einer komplexen Thematik zu tun. Wir müssen Umweltschutz, die Interessen unserer Anspruchsgruppen –  darunter Kunden und Aktionäre – und unsere Wettbewerbsfähigkeit unter einen Hut bringen“, sagt Andrew Willson, Leiter Forschung & Innovation (F&I) Solvay Peroxides und Projektsponsor.

Sequoia-Info-Animation

  • Solvay Peroxides will bis 2020 CO2-Emissionen um 50.000 Tonnen pro Jahr senken

  • Das herausfordernde Ziel bis 2025: Einsparung von 100.000 Tonnen pro Jahr


Strom aus erneuerbaren Quellen

Die Ziele des Sequoia-Projekts sollen mit drei, sich ergänzenden Teil-Projekten erreicht werden: Reduzierung und Abscheidung von CO2, „Wechsel der Energieart“, Exzellenz bei Energieeffizienz. Rund 50 Prozent der CO2-Emissionen fallen bei der Wasserstoff-Produktion an. Derzeit wird der  größte Teil des Wasserstoffs vor Ort durch Methan-Dampf-Reformer hergestellt. 

Für die Senkung und Abscheidung von CO2  verfolgt die Geschäftseinheit einen zweigeteilten Ansatz: Zum einen untersucht sie, wie sich die Wasserstoff-Produktions-Technik verbessern lässt, um CO2  bereits „an der Quelle“ zu reduzieren.

Suthichai Srihawan and Andrew Willson
Im Foto links Suthichai Srihawan, rechts Andrew Willson

Zum anderen will das Team CO2  abscheiden und als Nebenprodukt verkaufen. „Wir arbeiten mit externen Partnern wie Luftzerlegungs-Unternehmen daran, CO2  abzuscheiden und zu nutzen“, sagt Suthichai Srihawan, Projektleiter F&I Peroxides. Verkauft wird das CO2  an die Lebensmittelindustrie zum Frischhalten von Tiefkühlwaren und an die Getränkeindustrie für kohlensäurehaltige Getränke.

QuotesDas bedeutet: Wir müssen Umweltschutz, die Interessen unserer Anspruchsgruppen –  darunter Kunden und Aktionäre – und unsere Wettbewerbsfähigkeit unter einen Hut bringen.

Andrew Willson, Leiter Forschung & Innovation bei Solvay Peroxides und Projektsponsor

Beim Projekt-Teil ‚Wechsel der Energieart‘ geht es darum, die Stromversorgung auf erneuerbare Quellen umzustellen. So erwägt das Team beispielsweise den Bezug von Windenergie von einem finnischen Windenergieanbieter sowie die Errichtung von Solaranlagen in Thailand. „Diese Projekte sind zukunftsweisend“, so Willson. „Sind sie umgesetzt, schauen wir auch auf andere Märkte und Länder, um vergleichbare Verträge auszuhandeln.“

Der dritte Sequoia-Projekt-Teil sind Exzellenz-Programme für Energieeffizienz, um Energie optimal einzusetzen. Solvays Peroxid-Anlagen sind bereits auf die Senkung des Energieverbrauchs ausgerichtet. Hier wurden die Effizienz des Gesamtprozesses verbessert und der Energieverbrauch optimiert. „Jedes Jahr setzen wir in allen unseren Anlagen schrittweise Verbesserungen um“, sagt Srihawan.

Nachhaltiger Nutzen

„Erderwärmung und Klimawandel sind Treiber des Geschäfts. Sequoia ist eine Chance, einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen“, sagt Wilson. „Außerdem gibt es einen echten Markt für CO2, und einige dieser Projekte werden sich in einem vertretbaren Zeitraum auszahlen. Unsere Kunden wollen zu Recht Wasserstoffperoxid mit einem geringeren Umweltfußabdruck. Unser Ziel ist es, ihre Anforderungen zu erfüllen!“