Kieselsäure hilft, den Kraftstoffverbrauch von Autos zu verringern und Reifen langlebiger zu machen

Silica-Comp-1Solvays neue Kieselsäure-Qualität trägt unmittelbar dazu bei, den CO2-Ausstoß von Autos zu senken. Da dank Kieselsäure Reifen länger halten, verringern sich auch Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung.

Kieselsäure oder Siliziumdioxid (in der Natur als Quarz weit verbreitet) ist ein wichtiger Baustein bei der hochkomplexen Zusammensetzung von Reifen. Sie macht Reifen fest und belastbar und kann entscheidend dazu beitragen, ihre Eigenschaften zu verändern - vor allem bei Rollwiderstand (härtere Reifen haben eine geringe Bodenhaftung) und Verschleiß (der deutlich langsamer erfolgt).

Solvay ist mit seiner Global Business Unit (GBU) Silica schon lange in diesem Markt vertreten. Die Umweltvorteile durch den Einsatz der richtigen Kieselsäure-Qualität und -Menge bei der Reifenzusammensetzung sind seit langem anerkannt. Solvay und Michelin entwickelten bereits 1992 gemeinsam den ersten mit Kieselsäure produzierten „grünen Reifen“ - „…mit einer Kieselsäure-Qualität, die auch heute noch verwendet wird“, sagt Bruno Jestin, Global Business Director des Reifensegments der Solvay-GBU Silica. „Dank unserer jahrzehntelangen Erfahrung können wir die Wirkung von Kieselsäure auf die mechanischen Eigenschaften von Elastomeren und Gummi lückenlos nachvollziehen. Wir wissen, wie die Kieselsäure-Architektur gestaltet werden muss, damit sie im Reifen selbst ihre Morphologie, Grenzfläche und Dispersion so anpasst, dass die gewünschten Eigenschaften erzielt werden.“

Quote-MarksWir haben zwei große Geheimnisse: eine sehr starke Kundenbindung und unsere Mitarbeiter, die diese Technologie seit 30 Jahren beherrschen und ständig neue Lösungen anbieten.

Patrizia Maccone, GBU R&I Director, Solvay-GBU Silica


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Energiesparende Reifen

Silica-Comp-2Solvays neueste Kieselsäure-Qualität, Premium SW, bewirkt eine weitere Verbesserung dieser Eigenschaften. Tests haben erwiesen, dass Kieselsäure Reifen verstärkt und den Rollwiderstand um 25 Prozent senkt. Das senkt den Kraftstoffverbrauch und somit die CO2-Emissionen um sieben Prozent. „Kieselsäure verbessert den Rollwiderstand. Dadurch muss sich der Motor „weniger anstrengen“, sagt Jestin. „Die dynamischen Eigenschaften des Gummis wurden verbessert, somit wird weniger Kraft vom Reifen auf die Fahrbahn übertragen; Kraftstoffverbrauch und Feinstaubemissionen sinken.“

Im Fokus der Teams der GBU Silica stand die Reduzierung des Rollwiderstands. Sie wollten die Anforderungen der Hersteller erfüllen, die unter dem großen Druck stehen, die CO2-Emissionen ihrer Fahrzeuge zu senken. „Eine Möglichkeit, um das zu erreichen, ist, an den Reifeneigenschaften zu arbeiten“, ergänzt Patrizia Maccone, R&I Director der Solvay-GBU Silica, „und dabei haben wir auch die Verschleißfestigkeit verbessert.“

Quote-MarksUnser nächstes Ziel ist es, dass Reifen genauso lange halten wie die Fahrzeuge selbst ¬ dank ihrer dauerhaften Leistung, die Kieselsäure ermöglicht.

Burno Jestin, Global Business Director, Reifensegment, Solvay-GBU Silica

Reifen, die „nicht aufgeben“

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Damit kommen wir zum zweiten großen Nutzen von Premium SW: die Langlebigkeit der Reifen. Das ‚SW’ steht für ‘super wear’: Diese Kieselsäure-Qualität macht Reifen dauerhaft leistungsfähiger – ohne Einbußen bei der Sicherheit. Reifen können länger auf den Felgen bleiben, ohne dass sich die Gefahr des Platzens erhöht.

Das sind gute Nachrichten für alle Fahrzeugbesitzer, aber auch für Anbieter von Mietfahrzeugen, die große Fahrzeugflotten verwalten. Da die Städte den individuellen Autoverkehr beschränken, sind solche Unternehmen im Kommen. Sie suchen nach Möglichkeiten, die Wartungskosten ihrer Fahrzeuge zu senken. Ein Weg, um das zu erreichen, sind Reifen, die nicht mehr so oft oder gar nicht gewechselt werden müssen. „Reifen können heute genauso lange wie das Mietfahrzeug halten – 60.000 bis 80.000 Kilometer –, weil sie durch Kieselsäure dauerhaft leistungsfähig sind“, sagt Jestin. „Das nächste Ziel, an dem wir derzeit arbeiten, sind Reifen, die 250.000 Kilometer halten!“

Ein weiterer Zusatznutzen ist ein geringeres Abfallaufkommen aufgrund stärkerer Reifen. Das Gummi wird nicht an die Umwelt abgegeben, sondern haftet an den Reifen. Um alle diese Eigenschaften zu erreichen, ist viel Arbeit nötig“, sagt Maccone. „Wir suchen nach einer größeren Grenzfläche zwischen der Kieselsäure und den anderen Elementen, die den Reifen bilden. Die Herstellung dieser neuen Kieselsäure ist allerdings ziemlich schwierig und auch die Kombination mit anderen Elementen ist nicht einfach. Aber dadurch, dass wir die Grenzfläche der Kieselsäure bereits vergrößert haben, konnten wir bereits eine erstaunliche Bandbreite an Eigenschaften zu erzielen.“