Simulierter Brand im Kraftwerk

Werkbereitschaft probt Betriebsstörung

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Ein brennendes Kohleförderband zum Kraftwerk mit viel Rauch in 30 Metern Höhe und zwei verletzte Mitarbeiter – das war eins der drei Szenarien, die die Werkbereitschaft (WB) im Herbst 2014 übte. In regelmäßigen Sicherheitsübungen werden im Rheinberger Solvay- Werk organisatorische Abläufe und die Zusammenarbeit mit der Werkfeuerwehr trainiert.

Größtmögliche Sicherheit gehört zu Solvays Unternehmenszielen. „Durchdachte Sicherheitsvorkehrungen, regelmäßige Wartung der Technik und Mitarbeiterschulungen sollen Betriebsstörungen bestmöglich verhindern“, erläutert Uwe Schnepel, Sicherheitsingenieur und verantwortlich für das Sicherheitstraining am Standort Rheinberg. „Abgerundet wird unser Sicherheitsprogramm durch Übungen.

Klare Zuständigkeiten

Wer übernimmt welche Aufgaben und welche weiteren Maßnahmen werden eingeleitet? Wie werden Behörden, Medien und Nachbarn informiert? Wer beantwortet Anwohner-Anfragen am Telefon oder am Werktor? „Nur wenn die Zuständigkeiten und Kommunikationswege klar sind, kann das Notfallmanagement gut funktionieren“, weiß Schnepel. „Die Trainings tragen dazu bei, dass alles glatt läuft, wenn es darauf ankommt.

„Auftrag erfüllt“

Zur weiteren Verbesserung und zur objektiven Qualitätsbewertung wurde der diesjährige Übungstag durch den externen Notfall-Trainer William Knight-Hughes begleitet. Er ist seit mehr als 20 Jahren Spezialist für Notfallmanagement in der Industrie. Sein Credo: „Möglichst realistische Szenarien“. Deshalb simulierten Mitarbeiter Anrufe von Behörden, Nachbarn, dem Bürgermeister und den Medien, um die Teilnehmer zusätzlich zu stressen. Experte Knight-Hughes stellte dem Rheinberger Team ein gutes Zeugnis aus: „Die WB reagierte schnell, systematisch und konzentriert auf das Ereignis. Das Team arbeitete Hand in Hand mit der Werkfeuerwehr und erfüllte den Auftrag vollständig und sehr professionell.