Fluor-Technikum in Bad Wimpfen

Vom Reagenzglas in die großtechnische Anlage

  Bad-Wimpfen-Forschung Click to enlarge
Seit 1983 gibt es im Solvay-Werk in Bad Wimpfen Technikumanlagen. Sie sind das Verbindungsglied zwischen Forschung und Produktionsanlage für organische und anorganische Fluoride. Das Chemiewerk benötigt die Anlagen für das so genannte "Upscaling": Neue Produktionsverfahren werden aus dem Labormaßstab in die industrielle Produktion übertragen. In den Technika in Bad Wimpfen wurden die wichtigsten neuen Fluor-Produkte der Geschäftseinheit Special Chem entwickelt. Beispiele: ETFBO und F1EC.

ETFBO

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ETFBO ist ein organischer Synthesebaustein. Er verstärkt die Wirkung von Wirkstoffen für Pflanzenschutz- und Arzneimittel und ermöglicht so geringere Dosierungen. Im Bad Wimpfener Technikum wurden zunächst kleine Mengen für Forschungszwecke hergestellt und mit ausgewählten Kunden erfolgreich getestet. Inzwischen produziert Solvay ETFBO im industriellen Maßstab.

F1EC

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F1EC ist ein Elektrolyt, der den Ionenfluss in wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akkus verbessert. Die Akkus sind dadurch haltbarer. Im Alltag wird F1EC hauptsächlich für Akkus in Mobil-Telefonen und Laptops benötigt. Auch in Solar Impulse sind sie verarbeitet. Die industrielle Herstellung des komplizierten Moleküls hat das Wimpfener Werk in enger Zusammenarbeit mit dem Solvay-Forschungszentrum in Hannover entwickelt. Die Produktionsanlage hat Solvay in Onsan (Korea) gebaut, um in Kundennähe zu produzieren.