Flamingo-Route

Radeln in einzigartiger Natur

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Sie sind die Attraktion im Zwillbrocker Venn und Namensgeber einer Radwanderroute, die Naturfreunde begeistert. 

Etwa 40 Flamingos steuern jedes Jahr zu Beginn des Frühjahrs das Naturschutzgebiet an, um sich hier zu paaren. Das Zwillbrocker Venn gilt weltweit als nördlichster Brutplatz der exotischen Vögel. Während Möwen beispielsweise hier ganzjährig zu finden sind, zieht es die einzige Brutkolonie Mitteleuropas in den Wintermonaten ins Rhein-Delta oder ins südwestliche Holland ans Ijsselmeer.

Seltene Spezies beobachten

Entlang der Flamingo-Route gibt es mehr als 100 Informationstafeln. Und mit etwas Glück kann man von einem der zahlreichen Aussichtstürme nicht nur die Flamingos beobachten. „Denn das Gebiet hat weitaus mehr zu bieten“, betont Dr. Dietmar Ikemeyer von der Biologischen Station Zwillbrock. In dem Feuchtgebiet sind etwa 100 Tierarten heimisch, darunter viele seltene Spezies. „Hier lässt sich der Vogelzug beobachten, denn alle wassergebundenen Vögel aus Mitteleuropa müssen hier durch.“ Ob Stock-, Pfeifen- oder Schnatterenten – alle vier Wochen können Naturfreunde und Hobby-Ornithologen eine andere Entenart beobachten oder auch bedrohte Arten wie die Uferschnepfe. 

Die „Flamingo-Route“ ist mehr als 300 Kilometer lang. Sie führt durch eine einzigartige Natur- und Kulturlandschaft, vorbei an Feuchtwiesen-, Moor- und Heideschutzgebiete im deutsch-niederländischen Grenzgebiet zwischen Enschede und Vreden. Dr. Ikemeyer: „Zurzeit arbeiten wir daran, die Route bis nach Winterswijk zu verlängern.“

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Quelle: Biologischen Station Zwillbrock