Sicherheit

Kontinuierliche Überwachung der Rohrleitungen

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Die Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen (SGW) befördert täglich rund 20.000 Kubikmeter Sole zum Niederrhein – geräuschlos und unsichtbar. 

„Gegenüber Autobahnen und Bahnstrecken haben Pipelines den Vorteil, dass man ihren Betrieb kaum wahrnimmt“, so Helmut Dirks. Er ist bei der SGW verantwortlich für die Sicherheit der insgesamt 400 Kilometer Rohrleitungen. Für den Betrieb der Salzkavernen nutzt die SGW vier Arten von Leitungen: 
  • eine Hauptwasserleitung zur Versorgung mit Wasser,
  • Frischwasserleitungen, die zu den Kavernen führen,
  • Sole-Feldleitungen, die Sole von den Kavernen zum Sammeltank befördern und 
  • die Sole-Fernleitung zum Niederrhein.

Wöchentlich Hubschrauberflüge

„Wichtig ist es, insbesondere bei den Sole-Leitungen für absolute Dichtigkeit zu sorgen“, so Dirks. „Dazu haben wir ein ganzes Bündel von Maßnahmen entwickelt. So überwachen wir zum Beispiel ununterbrochen den Leitungsdruck. Ein Druckabfall würde auf eine Undichtigkeit hinweisen. Zudem kontrollieren wir, dass die ins Rohr einfließende Menge gleich der ausfließenden Menge ist. Sollte es Differenzen geben, so wäre das Rohr undicht.“ 

Ergänzend zur kontinuierlichen Kontrolle gibt es turnusgemäße Untersuchungen: Die Sole-Hauptleitung nach Marl, Wesel und ins belgische Jemeppe wird wöchentlich auf der gesamten Länge vom Hubschrauber aus kontrolliert. Die kleineren Feldleitungen werden wöchentlich zu Fuß kontrolliert. 

„Darüber hinaus nutzen wir so genannte Molche, um Soleleitungen mit großem Durchmesser auch von innen per Ultraschall zu überprüfen“, so der Pipeline-Verantwortliche Dirks. „Die Messungen zeigen zum Beispiel die Wandstärken und liefern Hinweise auf Materialermüdungen oder drohende Haarrisse.“ 

Ahaus-safety
So genannte Molche überprüfen die Soleleitungen mit großem Durchmesser von innen per Ultraschall.