Sole gegen Eis und Schnee

Notlösung erweist sich als Methode der Wahl

  Ahaus - Sole gegen Eis und Schnee Click to enlarge
Eine neue Technik im Winterdienst könnte Städten und Kommunen helfen, Kosten einzusparen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Neben dem herkömmlichen Einsatz von Feuchtsalz setzen immer mehr Autobahnmeistereien und Städte auf flüssige Salzlauge. Im schneereichen Winter 2009/2010 war Streusalz knapp geworden und Sole im Winterdienst eine einfache und kostengünstige Notlösung. Auch die Städte Gronau und Ahaus waren kurzerhand von der SGW mit konzentrierter Salzlösung versorgt worden.

Gleiche Wirkung mit weniger Salz

Die vermeintliche Notlösung könnte bald die Methode der Wahl werden. Tests der Bundesanstalt für das Straßenwesen, von Straßen NRW und vielen Kommunen bundesweit haben die Erfahrungen der Städte Ahaus und Gronau bestätigt, dass Sole unter passenden Bedingungen die beste Methode ist, um Wege von Schnee und Eis zu befreien. So kommt man beim Einsatz einer Sole-Lösung mit weniger Salz pro Quadratmeter aus als mit Streusalz – das kommt der Umwelt zu Gute. Ein weiterer Vorteil ist eine reduzierte Staubbelastung: Während Steinsalz rund ein halbes Prozent unlösliche Bestandteile enthält, die beim Abtrocknen der Straßen verwirbelt werden, ist Sole frei davon. Beim Aussolen, also dem Spülen der Salzlagerstätte mit Wasser, bleiben diese unlöslichen Bestandteile in der Kaverne.

Höhere Verkehrssicherheit

Wenn man vor einem Frosteinbruch die Fahrbahn mit Sole besprüht, kann man Glatteis besonders effektiv vorbeugen. Festes Salz würde vom Winde verweht. Zudem kann man Sole mit höheren Geschwindigkeiten austragen. Beides trägt dazu bei, dass Straßen schneller eisfrei sind, und erhöht so die Verkehrssicherheit. Zudem ist Sole kostengünstiger und erfordert in Nähe der SGW keine Lagerhaltung. Die SGW fördert täglich rund 20.000 Kubikmeter Sole (20 Millionen Liter). Straßenmeistereien kann sie je nach Bedarf mit den benötigten Mengen versorgen.