Mit der Sole ins Stadion

Salz ist ein wichtiger Rohstoff in der Chemischen Industrie und für die Herstellung vieler Alltagsprodukte unverzichtbar.

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Die von der SGW geförderte Sole wird unter anderem ins Solvay-Werk nach Rheinberg befördert. Dort wird das in der Sole enthaltene Salz auch für die PVC-Produktion eingesetzt.

PVC-Produkte entstehen aus einem weißen, geruchlosen Pulver, das bei der Weiterverarbeitung zu Halbzeugen oder Fertigartikeln mit Zusätzen vermischt wird. Erdöl und Steinsalz sind die Ausgangsprodukte für die Herstellung von PVC. Aus Erdöl entsteht über die Zwischenstufe Naphtha durch thermische Spaltung Ethylen. Aus Ethylen und Chlor, das aus Steinsalz gewonnen wird, wird Vinylchlorid (VC) hergestellt, der Baustein von PVC.

Etwa 70 Prozent des produzierten PVC wird in Europa zur Herstellung harter Produkte wie Fensterprofile und Rohre verwendet und im Tief- und Hochbau, beim Neubau oder der Sanierung von Altbauten eingesetzt. Durch den Zusatz von Weichmachern wird der harte Werkstoff flexibel und dehnbar. Gleichzeitig bleibt er formstabil. Weich-PVC ermöglicht ein breites Anwendungsspektrum: Kunstleder, witterungsbeständige Dachbahnen oder schwer entflammbare Kabel. Rund 30 Prozent gehen in diese „weichen“ Anwendungen. Im Trend liegen auch PVC-beschichtete Membranen. Beispiel dafür sind die imposanten Dächer der Fußballarenen in Hamburg, Stuttgart oder Frankfurt.