Ölkavernen künftig mit vier statt zwei Rohren

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In Epe soll auch in Zukunft Öl gespeichert werden. Alle für die Ölspeicherung vorgesehenen Kavernen werden mit einer doppelten Verrohrung ausgestattet.

Die vorbereitenden Arbeiten für die Umrüstung der bis zu 1.000 Meter langen Rohrstränge wurden bereits abgeschlossen. Dazu gehörten aufwändige Integritäts- und Funktionstests. Mitte dieses Jahres soll der Umbau beginnen. Im ersten Schritt werden die intakten Kavernen auf den neuen Standard umgerüstet, anschließend folgt die Kaverne S 5. Alle für die Ölspeicherung vorgesehenen Kavernen sollen möglichst bis Ende 2017 auf den neuen Standard umgerüstet werden.

Insgesamt bleibt die gespeicherte Ölmenge konstant. Durch die doppelte Verrohrung nimmt die Fördergeschwindigkeit allerdings ab. Um die gesetzlichen Vorgaben weiterhin erfüllen zu können, wird das Öl von bisher drei auf künftig vier Kavernen verteilt.

Künftige Verrohrung von Ölkavernen: Vier statt zwei Rohre

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Gemäß dem bisherigen weltweiten Standard wurden bei der Ölspeicherung in Kavernen zwei Rohre genutzt: Ein äußeres, das Öl führt und ein inneres, das Sole führt. Um Öl ein- und auszuspeichern, wurde Sole ab- bzw. eingeführt. Zwischen Öl und dem angrenzenden Gebirge lag bisher ein einzementiertes Stahlrohr. Zukünftig werden Ölkavernen in Epe mit insgesamt vier Stahlrohren ausgestattet sein. Zwischen Öl und Gebirge liegen dann drei Rohre. Die Zwischenräume werden zudem überwacht. Die neue Technik soll einen Ölaustritt wie 2014 zukünftig verhindern.