Brausetabletten und Badezusätze: Ohne Natron sprudelt nichts

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Salz ist ein wichtiger Rohstoff in der chemischen Industrie und für die Herstellung vieler Alltagsprodukte unverzichtbar. 

Die von der SGW geförderte Sole wird beispielsweise per Pipeline ins rund 70 Kilometer entfernte Solvay Werk nach Rheinberg befördert. Dort wird das in der Sole enthaltene Salz unter anderem für die Produktion von Natriumbicarbonat eingesetzt.

Unter dem Markennamen BICAR® wird das feine weiße Pulver – auch bekannt als Natron – in Lebensmitteln, Tiernahrung, in pharmazeutischen Produkten und in der Industrie eingesetzt. Die Grundstoffe sind Kalkstein und Kochsalzlösung, die Sole. Daraus wird zunächst Soda (Natriumcarbonat) hergestellt. Soda wird in Wasser gelöst und mit Kohlendioxid in Natriumbicarbonat umgesetzt. Wenn es zusammen mit einer natürlichen Säure wie Zitronensäure in Wasser gelöst wird, setzt es Kohlensäure frei – eine Eigenschaft, die für Brausetabletten ebenso genutzt wird wie für Badezusätze. Als Backpulver bildet BICAR® beim Backen kleine Kohlendioxid-Bläschen, die den Kuchen aufgehen lassen. Kurzum: Ohne Natron würde nichts sprudeln.