Sanierung abgeschlossen - Natur soll sich komplett erholen

Mr Kruthoff, SHE SGWClick to enlarge

Knapp drei Jahre nach einem Ölaustritt im Jahre 2014 wurden die Sanierungsarbeiten abgeschlossen. Die Baustellen wurden Ende Februar 2017 geräumt. 

Rückblick: In den vergangenen zwei Jahren wurde der Boden rund um die Fundstellen großflächig abgetragen, das ölhaltige Wasser in den Baugruben gesammelt, abgesaugt und über Ölabscheider gereinigt. Große Flächen über der unterirdischen Dichtwand wurden bereits 2016 rekultiviert bzw. wieder als Acker genutzt.

Foto: SGW Sicherheits- und Umweltingenieur Niels Kruthoff mit einer der Drainage­kisten, die auf beiden Fundstellen verlegt wurden. In rund vier Metern Tiefe fangen sie ölhaltiges Wasser auf und leiten es ab.

Drainagekisten sammeln Ölreste

Gemeinsam mit externen Gutachtern und Ingenieuren hat die SGW einen Betriebsplan erarbeitet, der von den Behörden genehmigt und begleitet wurde. Danach wurden in einer weiteren Sanierungsstufe im Herbst 2016 spezielle Drainagekisten als Teil einer Flächendrainage on etwa 8.000 Quadratmetern verlegt, anschließend mit Geotex abgedeckt und mit Boden aufgefüllt. In rund vier Metern Tiefe fangen die Drainageboxen ölhaltiges Wasser auf und leiten es ab. Sie können gespült und mit Kameras befahren werden.

Über einen Ölabscheider wird das belastete Wasser permanent aus dem Boden befördert. „Die Mengen sind aber sehr gering. Das Rohöl tritt lediglich tröpfchenweise zu Tage“, erklärt SGW-Projektleiter Niels Kruthoff. „Die Flächen werden wir auch weiterhin beobachten, regelmäßig Proben nehmen und auf rohöltypische Parameter analysieren.“ Auf diese Weise werden die bekannten Austrittsstellen kontrolliert. Die Maßnahmen sind Teil des mit den Behörden abgestimmten Monitoring- und Nachsorgeprogramms im Sanierungsgebiet. 

Rekultivierung, Begrünung und Aufforstung

Die Sanierungs- und die Erdarbeiten sind seit Februar größtenteils abgeschlossen, wir haben jetzt nicht mehr viel Lkw-Verkehr im Feld“, bestätigt Kruthoff. „Jetzt geht es darum, die drei Flächen weiter zu rekultivieren. Die Natur soll sich komplett erholen.“ Die Fläche an der Wachholderheide (Fundstelle 1) wird wieder begrünt. Ziel ist es, eine Wiese anzulegen und damit den ursprünglichen Zustand vor dem Ölaustritt wiederherzustellen. Die Fundstelle 2 (in der Nähe der ehemaligen Hofanlage Sundermann) soll aufgeforstet und langfristig wieder forstwirtschaftlich genutzt werden. „Ziel ist es, den Nadelwald umzuwidmen und einen Mischwald aus Eichen und Buchen anzulegen, so wie er die einstige Moorlandschaft in der Region geprägt hat“, sagt Kruthoff.