Solvay verringert Trifluoracetat im Neckar weiter

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Bad Wimpfen, 17. Dezember 2018 - Das Solvay-Werk in Bad Wimpfen hat die Konzentration von Trifluoracetat (TFA) im Abwasser ab Dezember weiter deutlich reduziert, und zwar auf 1,5 kg/Stunde. Das Werk folgt damit einer Öffentlich-Rechtlichen Vereinbarung, die das Regierungspräsidium Stuttgart und Solvay geschlossen hatten.

Im Vergleich zu 2016 bedeutet diese Reduktion eine Verringerung der TFA-Menge im Abwasser um mehr als 90 Prozent. Für März 2019 ist eine weitere Reduktion vorgesehen, nämlich auf 1,0 kg/Stunde. „Um diesen Zielwert zu erreichen, müssen wir weitere Investitionen tätigen sowie technische Veränderungen und Anpassungen in der Produktion vornehmen“, erklärt Werkleiter Uwe Männel. „Insgesamt werden wir bis März 2019 dafür 2,6 Millionen Euro investiert haben.“

Solvay produziert in Bad Wimpfen Fluorspezialitäten, die insbesondere für die Synthese besonders wirksamer Arznei- und Pflanzenschutzmittel benötigt werden. Das Solvay-Werk hat zu keinem Zeitpunkt gesetzliche Abwassergrenzwerte oder Vorgaben der Behörden überschritten.




Die internationale Chemiegruppe Solvay trägt mit modernen Werkstoffen und Spezialchemikalien zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen bei. In enger Partnerschaft mit Kunden entwickelt die Gruppe weltweit Innovationen für ganz unterschiedliche Anwendungen, etwa in Flugzeugen, Autos, Batterien, Mobilgeräten und Medizintechnik sowie der Mineralien-, Erdöl- und Gas-Förderung. Solvay trägt zu höherer Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei - mit leichten Werkstoffen für eine sauberere Mobilität, mit Rezepturen, die den Ressourcenverbrauch optimieren und mit Hochleistungschemikalien, die Luft- und Wasserqualität verbessern.

Die Solvay-Gruppe, mit Hauptsitz in Brüssel, beschäftigt rund 24.500 Mitarbeiter in 61 Ländern. Sie erzielte 2017 einen Umsatz von 10,1 Mrd. Euro, 90 Prozent davon mit Geschäftsaktivitäten, in denen die Gruppe weltweit zu den Top 3 gehört, und eine EBITDA-Marge von 22 Prozent. Solvay S.A. (SOLB.BE) ist an der Euronext in Brüssel und Paris gelistet (Bloomberg: SOLB.BB- Reuters: SOLB.BR). In den USA werden Aktienzertifikate der Gruppe (SOLVY) über ein Level-1-ADR-Programm gehandelt. (Zahlen berücksichtigen geplanten Verkauf des Polyamid-Geschäfts.)

In Deutschland arbeiten fast 2.000 Beschäftigte an elf Standorten. 2017 erzielte die Solvay-Gruppe hier 716 Mio. Euro Umsatz. Zu den Hauptprodukten zählen Fluor-, Barium- und Strontium-Spezialitäten, Hochleistungskunststoffe, Soda, Natriumbicarbonat sowie Wasserstoffperoxid.