Solvay in Rheinberg plant Großprojekt

Kraftwerk-Kessel soll CO2-Ausstoß um ein Viertel senken.

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Rheinberg, 29. Mai 2018 - Das Solvay-Werk in Rheinberg möchte mit einem Großprojekt das Kraftwerk modernisieren und den Ausstoß von CO signifikant um rund ein Viertel reduzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, plant das Unternehmen den Neubau eines Kraftwerk-Kessels zur Prozessdampf- und Stromerzeugung mit Holz als Rohstoff. Dadurch wird der Einsatz von Kohle deutlich reduziert. Das Projekt wird außerdem positive Auswirkungen auf weitere Emissionen haben, zum Beispiel Schwefeloxide und Stickoxide. Die Solvay-Gruppe hat sich der Reduzierung von Treibhausgasemissionen verpflichtet.

Das Projekt mit dem Namen Woodpower soll gemeinsam mit dem zertifizierten Fachunternehmen AVG Baustoffe Goch GmbH realisiert werden.

Die Öffentlichkeit soll bereits im Vorfeld des behördlichen Genehmigungsverfahrens und in einem frühen Planungsstadium beteiligt werden. “Es ist uns sehr wichtig, die Rheinberger bei diesem großen Projekt mitzunehmen. Ihre Anregungen gehen in unsere Planungen mit ein”, so der kommissarische Werkleiter Norbert Mülders. Umfangreiche Untersuchungen und Gutachten, unter anderem eine Umweltverträglichkeitsprüfung, sind ebenfalls Bestandteil des Genehmigungsprozesses.

Am Donnerstag, den 14. Juni 2018 wird das Projekt im Kamper Hof in Rheinberg öffentlich vorgestellt. “Wir planen keine starre Informationsveranstaltung; wir möchten, dass Sie mit uns ins Gespräch kommen. Zwischen 16 und 20 Uhr stehen wir allen Interessenten für Fragen und Anregungen zur Verfügung. Wir hoffen, dass viele Rheinberger diese Möglichkeit zum Dialog nutzen”, so Mülders weiter.

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Das Solvay-Werk in Rheinberg plant ein Großprojekt zur Modernisierung seines Kraftwerkes




Die internationale Chemiegruppe Solvay trägt mit modernen Werkstoffen und Spezialchemikalien zur Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen bei. In enger Partnerschaft mit Kunden entwickelt die Gruppe weltweit Innovationen für ganz unterschiedliche Anwendungen, etwa in Flugzeugen, Autos, Batterien, Mobilgeräten und Medizintechnik sowie der Mineralien-, Erdöl- und Gas-Förderung. Solvay trägt zu höherer Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei - mit leichten Werkstoffen für eine sauberere Mobilität, mit Rezepturen, die den Ressourcenverbrauch optimieren und mit Hochleistungschemikalien, die Luft- und Wasserqualität verbessern.

Die Solvay-Gruppe, mit Hauptsitz in Brüssel, beschäftigt rund 24.500 Mitarbeiter in 61 Ländern. Sie erzielte 2017 einen Umsatz von 10,1 Mrd. Euro, 90 Prozent davon mit Geschäftsaktivitäten, in denen die Gruppe weltweit zu den Top 3 gehört, und eine EBITDA-Marge von 22 Prozent. Solvay S.A. (SOLB.BE) ist an der Euronext in Brüssel und Paris gelistet (Bloomberg: SOLB.BB- Reuters: SOLB.BR). In den USA werden Aktienzertifikate der Gruppe (SOLVY) über ein Level-1-ADR-Programm gehandelt. (Zahlen berücksichtigen geplanten Verkauf des Polyamid-Geschäfts.)

In Deutschland arbeiten fast 2.000 Beschäftigte an elf Standorten. 2017 erzielte die Solvay-Gruppe hier 716 Mio. Euro Umsatz. Zu den Hauptprodukten zählen Fluor-, Barium- und Strontium-Spezialitäten, Hochleistungskunststoffe, Soda, Natriumbicarbonat sowie Wasserstoffperoxid.