Solvay verkauft Kältemittel- und Pharmaaerosol-Geschäft an Daikin

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Brüssel, 30. Januar 2015 - Solvay hat vereinbart, die in Deutschland ansässigen Geschäftsfelder für Kältemittel und Treibmittel für Arzneimittelsprays an das japanische Unternehmen Daikin zu verkaufen. Hintergrund ist die Ausrichtung von Solvay Special Chemicals auf ausgewählte Marktsegmente für Fluorspezialitäten und hochreine Chemikalien.

Die Global Business Unit (GBU) Special Chemicals wird dabei alle Geschäftsfelder am Standort Frankfurt veräußern. Rund 75 Mitarbeiter werden zu Daikin wechseln. Der Abschluss der Transaktion unterliegt den üblichen Closing-Bedingungen, u. a. der wettbewerbsrechtlichen Genehmigung in Deutschland und Österreich.

Die vergangenen 18 Monate haben gezeigt, dass Solvay Special Chemicals bei der Umsetzung der neuausgerichteten Wachstumsstrategie gute Fortschritte gemacht hat. Wir werden auch weiterhin unser Portfolio prüfen und uns auf Märkte fokussieren, die ausgeprägtes Know-how erfordern. Wir werden Innovationen weiter vorantreiben und uns gemeinsam mit unseren Partnern als Nischen-Player weiterentwickeln“, sagte Bernd Wilkes, Leiter der Solvay-GBU Special Chemicals.

Dem Verkauf der Geschäftsfelder in Frankfurt war der Ausstieg aus den Life-Science-Aktivitäten im Jahr 2013 vorangegangen. Seitdem fokussiert sich Solvay Chemicals auf Fluorspezialitäten - mit einer neuen Anlage in Bad Wimpfen, die Hersteller von Pflanzenschutzmitteln versorgt, sowie der Erweiterung der Produktionskapazität in China, um das starke Wachstum der Elektronikindustrie zu unterstützen. Vor kurzem hat die GBU mit der Übernahme des deutschen Unternehmens Flux Schweiß- und Lötstoffe sein Know-how und Produktsortiment an Flussmitteln für das Aluminiumlöten gestärkt. 




Als internationale Chemiegruppe unterstützt Solvay die Industrie, verantwortliche und Werte schaffende Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Das Unternehmen erzielt 90 Prozent des Umsatzes in Märkten, in denen es weltweit zu den Top 3 gehört. Solvay bedient vielfältige Märkte wie Energie und Umwelt, Automobil und Luftfahrt, Elektro und Elektronik mit dem Ziel, die Leistung der Kunden zu steigern und zu höherer Lebensqualität beizutragen. Die internationale Solvay-Gruppe, mit Hauptsitz in Brüssel, beschäftigt rund 29.400 Mitarbeiter in 56 Ländern und erzielte 2013 einen Umsatz von 9,9 Mrd. Euro.
 
Die deutschen Solvay-Gesellschaften erzielten 2013 rund 1,1 Mrd. Euro Umsatz im In- und Ausland (davon  930 Mio. Euro im Inland; ohne die zum Verkauf bestimmten Vermögenswerte). An zehn Standorten arbeiten in Deutschland rund 3.000 Beschäftigte. Zu den Hauptprodukten zählen Fluor-, Barium- und Strontium-Spezialitäten, Hochleistungskunststoffe, Soda, Natriumbicarbonat, Wasserstoffperoxid sowie Celluloseacetat.