Neuer Solvay-Standort in Genthin: Einweihung einer Anlage für Spezialtenside

  2014-09-10-GE-Einweihung-Genthin Click to enlarge

Solvay hat heute eine neue Anlage für Spezialtenside in Genthin eingeweiht. Unter den Gästen waren der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, Vertreter von Land und Stadt sowie Partner und Kunden des Unternehmens.

Die Anlage in Genthin schafft 30 neue Arbeitsplätze. Sie wird Spezialtenside liefern, die zum Beispiel Shampoos funktionale Eigenschaften geben. Sie liefern u. a. Reinigungswirkung, dispergierende und feuchtigkeitsspendende Eigenschaften sowie Textur.

„Diese Investition verdeutlicht unsere Entschlossenheit, unsere Führungsposition als Hersteller von Spezialtensiden in Europa auszubauen und unsere hiesigen Kunden bei ihrem Wachstum zu unterstützen“, sagte Emmanuel Butstraen, Leiter der Global Business Unit Novecare.

Die investierende Solvay-Geschäftseinheit Novecare hat weltweit 37 Produktions- und sieben Forschungs­standorte, jetzt erstmals auch einen in Deutschland.

„Deutschland ist definitiv eins der wichtigsten Länder für unser Wachstum in Deutschland und Zentral-Europa“, kommentierte Patrice Pinsard, Leiter von Solvay Novecare in Europa. „Dieser neue Standort vervollständigt unsere Präsenz mit jetzt fünf Produktionsstandorten in Europa und verschafft uns zusätzliche Wettbewerbsvorteile.“

„Wir freuen uns, dass Solvay als internationale Chemie-Gruppe in Genthin investiert“, kommentierte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff. „Dass die Solvay-Gruppe ihren zweiten Standort in Sachsen-Anhalt öffnet, bestätigt unsere Wirtschaftspolitik, das Land auch für die internationale Industrie attraktiv zu machen.“ 

„Genthin ist für Solvay zwar ein neuer Standort, in Sachsen-Anhalt sind wir dennoch seit langem bekannt“, ergänzte Dr. Andreas Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der SOLVAY GmbH. „Seit 130 Jahren produzieren wir in Bernburg Soda. Solvay ist langfristig orientiert und wir fühlen uns in Sachsen-Anhalt sehr wohl. Wir schätzen die effiziente Arbeit der Behörden ebenso wie das industriefreundliche Umfeld.“

Der Solvay-Standort im Industriepark Genthin ermöglicht eine enge Zusammenarbeit mit Kunden in Deutschland und Zentral-Europa. Er versorgt Märkte für Reinigungs-, Pflege- und Hygieneartikel, Pflanzenschutzmittel sowie die Erdöl- und Erdgasindustrie. Diese Erweiterung der weltweiten Produktionskapazitäten wird es Solvay ermöglichen, den wachsenden Bedarf an ph-neutralen Reinigungsmitteln, so genannten amphoteren Tensiden, zu decken. In Genthin wurden bereits Probemengen hergestellt. Die kontinuierliche industrielle Produktion wird in den nächsten Wochen aufgenommen.

Einweihung-Genthin
Einweihung einer Anlage für Spezialtenside, Landrat Steffen Burchhardt, Bürgermeister Thomas Barz, Solvay-Geschäftsführer Andreas Meier, Novecare-Leiter Emmanuel Butstraen, Ministerpräsident Reiner Haseloff, Werkleiter Thomas Gillmann.
  



Als internationale Chemiegruppe unterstützt Solvay die Industrie, verantwortliche und Werte schaffende Lösungen zu entwickeln und umzusetzen. Das Unternehmen erzielt 90 Prozent des Umsatzes in Märkten, in denen es weltweit zu den Top 3 gehört. Solvay bedient vielfältige Märkte wie Energie und Umwelt, Automobil und Luftfahrt, Elektro und Elektronik mit dem Ziel, die Leistung der Kunden zu steigern und zu höherer Lebensqualität beizutragen. Die internationale Solvay-Gruppe, mit Hauptsitz in Brüssel, beschäftigt rund 29.400 Mitarbeiter in 56 Ländern und erzielte 2013 einen Umsatz von 9,9 Mrd. Euro.

Die deutschen Solvay-Gesellschaften erzielten 2013 rund 1,1 Mrd. Euro Umsatz im In- und Ausland (davon  930 Mio. Euro im Inland; ohne die zum Verkauf bestimmten Vermögenswerte). An zehn Standorten arbeiten in Deutschland rund 3.000 Beschäftigte. Zu den Hauptprodukten zählen Fluor-, Barium- und Strontium-Spezialitäten, Hochleistungskunststoffe, Soda, Natriumbicarbonat, Wasserstoffperoxid sowie Celluloseacetat.

Solvays Global Business Unit (GBU) Novecare ist ein führender Anbieter für Spezialtenside, Polymere, Amine, Guar- und Phosphorderivate. Die GBU entwickelt Zubereitungen, die in Shampoos, Wasch- und Reinigungsmitteln, Farben und Lacken, Schmiermitteln sowie in der Erdöl- und Erdgasindustrie im Pflanzenschutz und im Bergbau eingesetzt werden. Ob Reinigen, Dispergieren, Gelieren, Benetzen, Enthärten oder Texturieren – die Rezepturen beeinflussen auf vielfältige Weise die Funktionalität und Eigenschaften von Flüssigkeiten. Novecare hat weltweit 37 Produktions- und sieben Forschungsstandorte.