Autositze – ein wichtiger Absatzmarkt für Polyurethan.

Propylenoxid (PO) ist das wichtigste Ausgangsmaterial für die Herstellung von Polyurethan (PU)-Schaum für breit gefächerte, schnell wachsende Anwendungsbereiche. Das kurbelt wiederum die Nachfrage nach PO und nach Wasserstoffperoxid (H202) an, das zur PO-Herstellung benötigt wird. Als Technologieführer bei H202 schließt Solvay Partnerschaften mit seinen PO-Kunden, um bei Bedarf neue Produktionskapazitäten zu errichten. Die neue HPPO-Mega-Anlage* im saudi-arabischen Jumail wird dazu beitragen, dass Solvay sein Peroxidgeschäft im Nahen Osten weiter ausbauen kann. 

Zwischen 2008 und 2016 hat Solvays Global Business Unit (GBU) Peroxides die Produktionskapazität mit dem Bau dreier H2O2-Mega-Anlagen in Antwerpen (Belgien), Map Ta Phut (Thailand) und Jubail (Saudia-Arabien) verdoppelt. Die größten PO-Hersteller wie BASF und Dow Chemicals verlassen sich bei der Herstellung von hochwertigem H2O2 auf Solvays Expertise. H2O2 ist einer der beiden wichtigsten Rohstoffe im PO-Produktionsprozess, weil es als Oxidationsmittel Propylen zu Propylenoxid umsetzt und dafür sorgt, dass im PO-Prozess zudem deutlich weniger Nebenprodukte anfallen. 

 

Mit PO auf der Wachstumswelle surfen

Propylenoxid ist außerdem Rohstoff für eine Reihe nachgelagerter Produkte, darunter Polyole und Glykole sowie Polyurethane (PU) am Ende der Produktionskette. Dank der hervorragenden Isoliereigenschaften von PU-Schäumen und der Umstellung vieler Industriezweige auf energieeffizientere Technologien hat sich die Nachfrage erhöht. 

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Harte Polyurethanschäume werden zur Gebäudedämmung eingesetzt, weiche zum Polstern von Möbeln, in Autos und Matratzen. Leichtere Autositze sind ein wichtiger Wachstumstreiber. Die Dichte von Polyurethanen hat sich im Laufe der Jahre um 30 bis 40 Prozent verringert, ohne Einbuße bei den mechanischen Eigenschaften. So hat beispielsweise Sitzschaum von allen im Auto verwendeten Kunststoffen die niedrigste Dichte. In Asien und Afrika ist PU-Schaum ein wichtiger Absatzmarkt und erfüllt in Matratzen und Sofas die Anforderungen der aufstrebenden Mittelschicht.

Zitat-Georges-Crauser

 

... und gleichzeitig im Nahen Osten neue H2O2-Absatzmärkte erobern

Mit der Präsenz im Königreich Saudi-Arabien eröffnen sich für Solvay Peroxides viele neue Geschäftschancen. Die neue Mega-Anlage konsolidiert Solvays Peroxid-Geschäft in der Region, in der Peroxide bereits in der Abwasserbehandlung, der Lebensmittelverarbeitung und -verpackung sowie der Gesundheitspflege und Chemikalienherstellung eingesetzt werden.

„Die Produktverfügbarkeit in Saudi-Arabien ist ein wichtiger Hebel, um Solvays Wasserstoffperoxid-Absatz im Land und der Region weiter auszubauen“, sagt Elisabetta Renni, Export-Managerin EMEA. „Der nächste Schritt wird sein, potenzielle Kunden bei der Entwicklung von Peroxid-Anwendungen eng zu unterstützen.“

Für Solvay Peroxides sind die Wachstumsaussichten und Geschäftschancen in Ländern des Nahen Ostens, wie Saudi-Arabien, Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten gut, und eine neue Vertriebsorganisation stärkt das Vertriebsteam Nahost. „Wir sind weltweit führender H2O2-Anbieter und stärken mit dieser Mega-Anlage unsere Präsenz, die Nähe zu unseren Kunden und unser Wachstumsziel in der Region“, unterstreicht Georges Crauser, Leiter der Solvay-GBU Peroxides.  

*Die HPPO-Mega-Anlage (Hydrogen Peroxides for Propylene Oxide) in Jumail ist Eigentum von SHPCo, einem Gemeinschaftsunternehmen von Solvay und Sadara (Gemeinschaftsunternehmen von Dow Chemicals und Saudi Aramco.)

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