Mit großem Einsatz arbeitet Isabelle Gubelmann-Bonneau daran, die Art der Wertschöpfung bei Solvay zu verändern.

Als Head of Circular Economy trägt Isabelle Gubelmann-Bonneau keine leicht verständliche Funktionsbezeichnung. Aber sie ist für diesen Job wie geschaffen. Die Zielsetzung ist einfach - die Umsetzung komplex: dabei helfen, die geschäftlichen Aktivitäten von Solvay neu zu gestalten so dass sie mit der Kreislaufwirtschaft im Einklang stehen.

Was bedeutet ‚Kreislaufwirtschaft‘ eigentlich? Isabelle Gubelmann-Bonneau hat hierfür eine einfache Definition: „Kreislaufwirtschaft ist eine Wirtschaft, in der aus Abfall wieder ein neuer Rohstoff wird.“ Um dahin zu gelangen, müssen Produkte so lange wie möglich genutzt und bei Materialien die Recyclingfähigkeit schon bei der Konzeption bedacht werden. „Statt Sachen, die wir nicht mehr wollen, wegzuwerfen, können wir sie wiederverwenden. Das gilt für Kleidung, Autos, Smartphones oder medizinische Geräte.“

Die Kreislaufwirtschaft zu etablieren, erfordert tiefgreifende strukturelle Veränderungen, die nur dann Wirklichkeit werden können, wenn die gesamte Wertschöpfungskette eingebunden wird: Lieferanten, Kunden und Geschäftspartner aller Art. Isabelle Gubelmann-Bonneau fördert diese Kooperationen, „die in vielerlei Hinsicht ‚Kreise‘ darstellen,“ sagt sie, zwischen Herstellern und vorgelagerten Lieferanten wie z. B. Solvay.

Sie mag die Interaktion mit vielen unterschiedlichen Menschen, innerhalb und außerhalb der Gruppe: „Meine Rolle besteht darin, Menschen miteinander in Verbindung zu bringen, die in einem linearen System wahrscheinlich nicht in Verbindung treten würden, beispielsweise unsere Bergbauexperten mit einem Automobilhersteller oder unsere Verkaufsteams mit einem Eigentümer einer großen Marke. In diesem Sinne hat meine Tätigkeit mit Strategie und Geschäftsentwicklung zu tun.“

Ohne Chemie  keine Kreislaufwirtschaft.

Isabelle Gubelmann-Bonneau, Head of Circular Economy, Solvay

Chemie - Lösungen für unsere Erde

Warum ist sie so engagiert? Ganz einfach: „Es ist wichtig, die einzige Erde, die wir haben, am Leben zu erhalten“, erwidert sie. Isabelle Gubelmann-Bonneau ist 59 Jahre alt und schon seit 35 Jahren bei Solvay. Mit großer Leidenschaft lernt sie immer wieder Neues kennen und schätzt die Arbeit in einem internationalen Umfeld. „Mein Job ist nie langweilig. Ich lerne immer etwas dazu und  gebe mein Wissen auch an andere weiter.“

Sie ist überzeugt, dass ein Spezialchemikalienunternehmen wie Solvay einen wesentlichen Beitrag leistet, um diese Veränderungen möglich zu machen. „Ohne Chemie gibt es keine Kreislaufwirtschaft,“, fasst sie zusammen und verweist auf Beispiele für technisch und wirtschaftlich tragfähige Lösungen wie die Herstellung von Vanillin aus einem Rückstand bei der Getreideverarbeitung, die Rückgewinnung von Edelmetallen aus den Altbatterien von Elektroautos oder die Verarbeitung von recycelten Kunststoffflaschen zu Hochleistungspolymeren.

Letztlich stehen die Überzeugung und das Engagement von Isabelle Gubelmann-Bonneau im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit. „Ich stehe voll hinter diesem Weg einer neuen Wirtschaft, um effektiv etwas für unseren Planeten zu tun und die Chemie zu einer Lösung zu machen.“