Die Weltbevölkerung wächst und immer mehr Menschen müssen ernährt werden. Deshalb setzen Landwirte weltweit Düngemittel ein, um das Pflanzenwachstum anzuregen. Leider aber ist es mit ein paar Tropfen Nährstoffen allein nicht getan…

Der wichtigste Nährstoff ist Stickstoff. Die Stickstoffmenge, mit der eine Pflanze versorgt wird, entscheidet über ihre Qualität und ihr Wachstum. Allerdings nimmt die Pflanze nur einen Bruchteil des auf das Feld ausgebrachten Stickstoffes auf. 

Harnstoff (Urea) ist der weltweit am häufigsten verwendete Stickstoffdünger. Sein Einsatz hat seit den 1950er Jahren stark zugenommen, um den weltweit steigenden Nahrungsmittelbedarf zu decken. Dreißig Prozent oder mehr des ausgebrachten Harnstoffs gehen jedoch verloren. Der Grund: Harnstoff wird im Boden durch das Enzym Urease zu Ammoniak hydrolysiert, das freigesetzt wird. Das wiederum mindert die Effizienz des Stickstoffdüngers und gefährdet die Umwelt, da Ammoniak ein Luftschadstoff ist. Trockenheit und hohe Temperaturen begünstigen Ammoniakverluste.

Aus landwirtschaftlicher, ökonomischer und ökologischer Sicht muss der Stickstoff-Einsatz eindeutig effizienter werden - und zwar mit wirkungsverstärkten Stickstoffdüngern“, sagt Krish Shanmuga, Global Technical Director Fertilizer segment bei Novecare Agricultural Specialties. „Das gilt insbesondere mit Blick auf die weltweit zunehmenden  Düngemittel-Verordnungen  und -Beschränkungen.

Zitat-Krish-Shanmuga

 

Stabilisatoren für mehr Sicherheit

Solvays GBU Novecare stellt Stickstoff-Stabilisatoren her. Dank dieser Zusätze können Pflanzen mehr Düngemittel aufnehmen und der Pflanzertrag steigt. Düngemittel-Rezepturen enthalten Zusätze mit Stickstoff-Stabilisatoren in einer Rezeptur oder als Beschichtung für Düngemittelgranulat.  

Stickstoff-Stabilisatoren wie Urease und Nitrifikationshemmer unterstützen Landwirte. Sie sorgen dafür, dass der Stickstoff länger im Boden verbleibt und von der Pflanze aufgenommen wird“, sagt Krish.

Außerdem verhindern sie die Nitrifikation, bei der Ammonium-Stickstoff  in Nitrat-Stickstoff  umgewandelt wird, der im Boden versickern und angrenzende Gewässer verunreinigen kann. Nitrat kann zudem als Lachgas (N2O) freigesetzt werden - ein Treibhausgas mit einem 300 Mal höheren Treibhausgaspotenzial als CO2

Es gibt zwar eine Reihe von Urease- und Nitrifikationshemmern auf dem Markt, aber nur wenige haben sich bewährt“, sagt Krish. „Immer mehr Abnehmer beurteilen Solvays Formulierungen als stabiler und anwendungsfreundlicher. Sie bleiben rieselfähig, trocknen schnell und sind für Kunden, Landwirte und die Umwelt sicher.

 

Schonend und schützend

girl-eating-salad

AgRho® N-Protect™ ist eine Gruppe umweltgerechter Stickstoff-Stabilisatoren, die mit Solvays Sustainable Portfolio Management (SPM)-Methodik entwickelt wurde. SPM lotet potenzielle Risiken und Chancen im Herstellprozess und Märkten aus. Die Methode ermittelt Kernmerkmale des Produkt-Fußabdrucks wie CO2–Emissionen, Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen, Auswirkung auf menschliche Gesundheit und Qualität des Ökosystems und Wasser-Fußabdruck. Daraus werden Empfehlungen abgeleitet, um die Lösung noch umweltgerechter zu machen. AgRho® N-Protect™ profitiert somit von Solvays Expertise bei grünen Lösemitteltechnologien und agrochemischen Formulierungen. Das Produkt ermöglicht einen Gehalt von bis zu 50 Prozent Stickstoff-Stabilisator in einer nicht-toxischen Lösemittel-Formulierung. Eine gute Nachricht für Landwirte und Gesellschaft!