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Warum ein EBS-Heizkraftwerk?
Sehr geehrte Damen und Herren,
unsere Abhängigkeit von Energie und einzelnen Rohstoffen wächst. Das wurde uns allen zum Jahreswechsel während des Stromausfalls in großen Teilen Westeuropas und im Winter 2004/2005, als zeitweise ein Stopp der russischen Gaslieferungen drohte, unmissverständlich vor Augen geführt.
Unbestritten ist: Energie ist wichtig für uns alle, und die Weltmarktpreise für die Energierohstoffe steigen stetig. Deshalb sind innovative Projekte zur Erzeugung von Strom gefragt, die diese Abhängigkeit beenden. Solvay und Tönsmeier stellen sich dieser Herausforderung und planen, gemeinsam in Bernburg ein Heizkraftwerk für Ersatzbrennstoffe zu errichten.
Unsere Kooperation wird den Interessen beider Unternehmen Rechnung tragen: Tönsmeier sammelt und verwertet Ersatzbrennstoffe als umweltverträgliche und wirtschaftliche Alternative zu fossilen Energieträgern. Solvay benötigt für seine Produktion eine stabile Versorgung mit großen Mengen an Dampf und Strom. Durch die gemeinsame Investition in das Heizkraftwerk können wir Energie zu wettbewerbsfähigen Preisen nutzen und uns so unabhängiger von den stetig steigenden Gaspreisen machen. Auf diese Weise können wir den Standort Bernburg nachhaltig stärken.
Solvay und Tönsmeier sind fest in der Region verwurzelt: Das Solvay-Werk in Bernburg besteht seit 1880 und hat die Region maßgeblich geprägt. Tönsmeier ist ein familiengeführtes, modernes und leistungsfähiges Entsorgungsunternehmen und seit 1990 in der Region Bernburg aktiv. Viele von Ihnen waren beim letzten Tag der offenen Tür im Solvay-Werk zu Gast oder kennen die Tönsmeier-Mitarbeiter, die seit Januar 2007 die gelben Säcke abholen.
Beide Unternehmen haben sich immer bemüht, einen Interessenausgleich zwischen Natur und Industriestandort, wirtschaftlichen Interessen und gesellschaftlicher Verantwortung sowie Arbeitsleben und Freizeit zu finden. So trägt auch das neue Heizkraftwerk entscheidend dazu bei, die Zukunft des Solvay-Werks mit über 400 Mitarbeitern zu sichern.
Neu entstehen im Kraftwerk selbst rund 30 Arbeitsplätze. Hinzu kommt etwa die gleiche Zahl in der Region – beispielsweise in Sortierbetrieben, bei Speditionen und in Lkw-Werkstätten.
Was sind eigentlich Ersatzbrennstoffe? Was genau ist geplant, und was sind die Schritte auf dem Weg zum Genehmigungsverfahren für das neue Kraftwerk? Antworten auf diese Fragen sollen diese Internet-Seiten und Informationsblätter geben. Für weitere Fragen und Anregungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
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Ihr
Gerhard Eder
Werkleiter Solvay Bernburg
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Ihr
Dr. Jürgen Balg,
Geschäftsführer Tönsmeier-Gruppe
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