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Verkehrsmehraufkommen so gering wie möglich
Unklarheiten gab es um die Zahl der Lastwagen, die das geplante Heizkraftwerk ansteuern sollen. Im Bürgergespräch hat das Planungsteam anschaulich die zukünftige Entwicklung dargelegt:
Danach werden werktags in der Zeit von 6 bis 22 Uhr höchstens rund 140 Lastwagen mit einem Ladevolumen von 20 Tonnen das Solvay-Gelände anfahren. Nur gut 100 Wagen transportieren davon die Ersatzbrennstoffe. Die anderen Fahrzeuge liefern die Zusatzstoffe oder kümmern sich um den Abtransport der Reststoffe aus der Verbrennung. Geprüft wird derzeit, ob sich die Anzahl der Fahrten verringern lässt, wenn die Anlieferfahrzeuge auf ihrem Rückweg zum Beispiel die Schlacken mitnehmen würden. Dann könnte sich die Zahl der Lastwagenfahrten deutlich verringern.
Die Experten versichern, dass aber selbst die maximale Zahl von 140 Fahrzeugen im Bernburger Verkehr kaum spürbar sein wird: Im Vergleich zur Gesamtzahl der gezählten Fahrzeuge im Jahre 2001 ist dies nur ein Mehr von 1,5 Prozent.
Eine Alternative zum Transport per Lastwagen gibt es jedenfalls zurzeit nicht. Aktuell besitzt kein anliefernder EBS-Sortierbetrieb einen direkten Bahn- oder Hafenanschluss. Die Anlieferung per Schiff ist ausgeschlossen, weil die Saale aufgrund ihrer geringen Tiefe nicht schiffbar ist. Sollten aber zu einem späteren Zeitpunkt andere Lieferwege möglich sein, werden Solvay und Tönsmeier umgehend ihr Logistikkonzept überprüfen: Werkleiter Eder hat im Bürgergespräch betont, dass den Projektpartnern an einer alternativen Anlieferung der Ersatzbrennstoffe aus ökologischen und ökonomischen Gründen gelegen wäre.
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