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Die Partner
Ziel ist, die Energieversorgung des Standortes Bernburg auf eine breitere Basis zu stellen. Solvay und das Entsorgungsunternehmen Tönsmeier planen daher gemeinsam eine Verbrennungsanlage und eine Dampfturbine, die so genannte Ersatzbrennstoffe als Energielieferanten nutzen. Diese Kombination aus EBS-Verbrennungsanlage und Dampf-/Strom-Erzeugung nennen wir Heizkraftwerk.
Ersatzbrennstoffe sind heizwertreiche Abfall-Anteile – dazu gehören etwa Holz, Papier oder Kunststoffe. Sie werden von Tönsmeier unter anderem im sachsen-anhaltinischen Oppin gewonnen. Wir planen, diese Brennstoffe zur Dampferzeugung einzusetzen. Mit einer Turbine wird der Dampf nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung in elektrische Energie umgewandelt. Strom und Dampf können zur Versorgung des Solvay-Werks genutzt werden.
So haben beide Partner etwas davon: Solvay erhält die dringend benötigte Energie, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Produktion in Bernburg zu sichern, während Tönsmeier die produzierten Ersatzbrennstoffe wirtschaftlich nutzen kann.
Damit bekennen sich beide Unternehmen zum Standort Sachsen-Anhalt. Durch die Investition in eine unabhängige inländische Energieversorgung schaffen und sichern Solvay und Tönsmeier Arbeitsplätze in der Region.

Das Familienunternehmen Tönsmeier wurde 1927 im nordrhein-westfälischen Porta Westfalica gegründet und stieg 1958 in die Entsorgungswirtschaft ein. Als mittelständisches Unternehmen stellte sich Tönsmeier schon früh umweltpolitischen Vorgaben und ökologischen Notwendigkeiten: Von den ersten Glas- und Papiersammlungen Mitte der 70er über das Projekt „Wertstofftonne“ Mitte der 80er bis zur Einführung des Dualen Systems zu Beginn der 90er Jahre war Tönsmeier an den wesentlichen Entwicklungen der Entsorgungsbranche beteiligt. Seit geraumer Zeit beschäftigt sich Tönsmeier konsequenterweise deshalb auch mit der Herstellung alternativer Energieträger.
Seit 15 Jahren fühlt sich Tönsmeier auch in Sachsen-Anhalt zu Hause. Hier hat das Unternehmen eine zweite Heimat gefunden und Standorte in Bernburg, Köthen, Magdeburg, Oppin, Söllichau, Welfesholz und Westeregeln aufgebaut. Über 300 Beschäftigte betreuen kommunale Auftraggeber, Kunden aus Industrie und Gewerbe und duale Systemträger: Ab 2007 leert das Unternehmen auch die „Gelben Tonnen“ im Landkreis Bernburg.
www.toensmeier.de

Die Region Bernburg und das Unternehmen Solvay verbindet eine lange, gemeinsame Geschichte. Bereits 1880 beantragte der belgische Erfinder und Industrielle Ernest Solvay eine Konzession für eine Sodafabrik in Bernburg. Seitdem ist das Solvay-Werk ein fester Bestandteil der Stadt Bernburg und ist inzwischen umfassend modernisiert und erweitert worden. Seit der Wende sind bei Solvay in Bernburg über 500 Millionen Euro investiert worden. Das Werk zählt damit zu den größten Investoren der Chemie-Industrie in Sachsen-Anhalt und beschäftigt 413 Mitarbeiter – davon sind 28 Auszubildende.
Solvay stellt in Bernburg Soda, Natriumbicarbonat und Wasserstoffperoxid her. Soda ist einer der wichtigsten Rohstoffe für die Glasindustrie und zur Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln. BICAR® (Natriumbicarbonat) kommt in der Papier-, Lebens- und Futtermittelindustrie zum Einsatz und ist ein zentraler Bestandteil des von Solvay entwickelten Rauchgasreinigungsverfahrens NEUTREC®. Hochreines Wasserstoffperoxid wird für die Herstellung von Computerchips benötigt. Technisches Wasserstoffperoxid dient beispielsweise dem Bleichen von Papier und der Herstellung von Waschpulver und Desinfektionsmitteln.
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