|
Zusatzbelastungen praktisch kaum messbar
Ein wesentlicher Bestandteil des Genehmigungsantrages ist die so genannte Immissionsprognose: Hier wird mit einem vom Bundesumweltministerium entwickelten Rechenprogramm ermittelt, wie hoch die zusätzliche Umweltbelastung durch das Heizkraftwerk ausfallen könnte. Die untenstehende Grafik zeigt die Ergebnisse für die einzelnen Stoffe.
Jede Säule steht für einen Stoff und gibt zum einen Auskunft über den so genannten Beurteilungswert: Diese Werte (orangefarbene Markierung und Zahlenangaben) sind für die einzelnen Stoffe z.B. in der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) 2002, in Papieren der Weltgesundheitsorganisation (WHO) oder der Bundesländerarbeitsgemeinschaft Immissionsschutz (LAI) als Immissionsgrenzwerte definiert. So lange die tatsächliche Belastung in einer Region unterhalb dieser Beurteilungswerte liegt, sind nachteilige Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen und die Umwelt ausgeschlossen.
Die hellblauen Säulenteile stehen für die Vorbelastung vor Ort: Diese Werte geben also Auskunft darüber, wie hoch die Belastung mit einzelnen Stoffen zurzeit in Bernburg tatsächlich ist. Alle Zahlen stammen aus öffentlichen Quellen. Festzuhalten ist die erfreuliche Tatsache, dass in Bernburg die Vorbelastungswerte insgesamt deutlich unterhalb der Beurteilungswerte liegen.
Wie wenig das Heizkraftwerk an dieser Situation ändern wird, zeigen die dunkelblauen Markierungen: Dies sind die Werte der maximal denkbaren Mehrbelastung als Ergebnis der errechneten Immissionsprognose. Mit Sicherheit werden die vom Heizkraftwerk tatsächlich verursachten Immissionen sogar noch geringer ausfallen. Gerechnet werden muss zum Schutz der Bürger nämlich mit dem theoretischen Fall eines ununterbrochenen Vollbetriebs mit maximal möglichem Abgasstrom und maximaler Brennstoffmenge – eine Situation, die so nie Realität wird.
Im Ergebnis lässt sich also sicher behaupten: Die Zusatzbelastung durch das Heizkraftwerk wird so gering sein, dass sie kaum messbar sein wird.

|