| Herr Uhlemann, was soll im geplanten Heizkraftwerk verbrannt werden? |
| Ausschließlich energiereiche Ersatzbrennstoffe mit hohem Heizwert. |
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| Was genau sind denn energiereiche Ersatzbrennstoffe? |
| Ersatzbrennstoffe (EBS) sind ein speziell aufbereitetes Gemisch aus heizwertreichen Abfallbestandteilen, z.B. Holz, Papier, Kunststoffen und Textilien. Diese werden aus Gewerbeabfällen und Hausmüll gewonnen und sind im Heizwert vergleichbar mit einigen Braunkohlesorten oder mit gutem Brennholz. Deshalb eignen sich Ersatzbrennstoffe ausgezeichnet zur Strom-, Wärme- und Dampfgewinnung. Damit stellen sie eine ökologische und ökonomische Alternative zu fossilen Energieträgern dar. |
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| Wie werden Ersatzbrennstoffe gewonnen? |
| Hauptsächlich durch spezielle Sortiertechnologien in mechanischen Aufbereitungsanlagen für Haus- und Gewerbeabfälle. Tönsmeier betreibt mehrere solcher Anlagen, in denen die heizwertreichen Anteile aus den Abfällen durch mechanische Sieb- und Vereinzelungsprozesse herausgefiltert und schädliche Bestandteile durch moderne Nahinfrarottechnik entfernt werden. Zusätzlich werden auch Metalle durch Magnettechnik ausgesondert und der Verwertung zugeführt. Die verbleibenden heizwertreichen Komponenten werden zerkleinert, gesiebt und aufbereitet und im Anschluss nach Korngröße und Heizwert sortiert. Je nach Beschaffenheit des angelieferten Materials und der notwendigen Aufbereitungstiefe kann so aus zwei Tonnen Abfall bis zu eine Tonne Ersatzbrennstoff entstehen. |
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| Dieser Prozess scheint ja sehr aufwändig – lohnt sich das denn? |
| Ja, denn so können wir Abfälle sinnvoll nutzen, die sich zwar nicht mehr als Sekundärrohstoffe für den Produktionskreislauf und zum Recycling eignen, aber wertvolle Energie enthalten. Schließlich enthalten Ersatzbrennstoffe u.a. viel Kunststoff, der hauptsächlich aus Erdöl besteht. Ein Potenzial, das bei der Verwertung im Heizkraftwerk noch einmal genutzt werden kann und somit dazu beiträgt, endliche Energieträger wie Gas, Öl oder Kohle zu schonen. |