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 Bad Wimpfen

 

Wissenswertes über das Werk Wimpfen

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Geschichte des Werkes Wimpfen

Die Ursprünge des heutigen Solvay-Werkes Wimpfen gehen auf den Beginn des 19. Jahrhunderts zurück. Hier wurde damals die Saline Ludwigshalle gegründet, die ein Jahrhundert lang Salz produzierte. Ab 1921 wurden aus der Salzsole auch chemische Produkte hergestellt. Das erste dieser Produkte – noch heute im Programm – war Kryolith, ein Schmelzflussmittel, das für die aufstrebende Aluminiumindustrie von Bedeutung war. Als Rohstoffe werden neben Sole auch Flusssäure, Tonerde und Kieselflusssäure benötigt. Neben Kryolith entstanden im Laufe der Zeit auch Anlagen für andere anorganische Fluorprodukte. Der Fluorwasserstoff ist bis heute das Herzstück der Wimpfener Solvay-Produkte.

Die zur Solvay-Gruppe gehörende Kali-Chemie AG erwarb 1960 eine Beteiligung an der Saline. 1973 hatte die Kali-Chemie AG dann die Aktienmehrheit und 1982 erfolgte die vollständige Eingliederung in das Unternehmen. Diese baute von Anbeginn die Produktion aus. Neben Fluorwasserstoff, Flusssäure und Kryolith kam eine Reihe organischer Fluoride hinzu. Bekannt wurde das Werk vor allem mit Produkten wie Kaltron (FCKW), Schwefelhexafluorid (SF6) und Halon. Die Produktion des Feuerlöschmittels Halon und der Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) wurde wegen der festgestellten Ozonschicht-Schädigung aufgrund einer freiwilligen Vereinbarung eingestellt. Heute werden im Werk Wimpfen einige der FCKW-Nachfolgeprodukte hergestellt, zum Beispiel Solkane® als Kältemittel und Treibmittel für Schaumkunststoffe. Andere organische Fluorverbindungen gehen als Zwischenprodukte in chemische Synthesen und in die Pharmaindustrie. SF6 wird vor allem in der Elektroindustrie verwendet.

Mit den Fluorspezialitäten aus Bad Wimpfen ist die Solvay-Gruppe ein zuverlässiger Partner für eine Vielzahl von Industriezweigen. Zusammen mit anderen Solvay-Gesellschaften und Werken gehört es zur "Strategic Business Unit Fluor Chemicals" der Solvay-Gruppe. Die Solvay Fluor GmbH hat die direkte Verantwortung für das Werk. Sie ist am Produktionsstandort Bad Wimpfen nach den Qualitätsnormen DIN EN ISO 9001 / QS 9000 und nach der Umweltschutznorm DIN EN ISO 14001 zertifiziert.

Sicherheit und Gesundheit sind Solvay ein wichtiges Anliegen und so ist auch ein Arbeitsschutzmanagementsystem eingeführt und nach dem europäischen Standard OHSAS 18001 zertifiziert worden.

 

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