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 Bad Hönningen

 

Wissenswertes über das Werk Hönningen

Werkansicht:

Geschichte des Werkes Hönningen

Solvay in Bad Hönningen
Seit 1890 gibt es in Bad Hönningen ein Chemiewerk. Gründer war der aus Neuwied stammende Chemiker Walther Feld. 1928 erwarb die Kali-Chemie AG das Werk und baute es auf die heutige Größe aus. 1954 wurde das belgische Unternehmen Solvay Hauptaktionär der Kali-Chemie AG. Seit 1992 ist das Werk zu 100 Prozent in den Unternehmensbereich Chemie der Solvay-Gruppe integriert. Dazu gehören die strategischen Geschäftsbereiche Advanced Functional Minerals (AFM) und Peroxides.

Der Geschäftsbereich Advanced Functional Minerals  produziert

  • Bariumcarbonat,
  • Strontiumcarbonat und
  • Mahlschwefel.

Der Geschäftsbereich Peroxide produziert

  • Natriumcarbonat-Peroxyhydrat (Oxper S®), 
  • Natriumperborat und die
  • Metallperoxide (IXPER®) Calciumperoxid sowie Magnesiumperoxid.

Die technischen und administrativen Dienstleistungen des Werkes sind der Solvay Infra Bad Hönningen GmbH zugeordnet. Sie sichert auch die Versorgung des Werkes mit Energien und Hilfsstoffen. Zu ihr gehört außerdem ein Forschungslabor, in dem neue Anwendungsgebiete für Barium und Strontium enthaltende Hochleistungswerkstoffe entwickelt werden. Beispiele sind supraleitende Bauelemente für den Energietransport und die Energiespeicherung, innovative Werkstoffe auf Basis von Nano-Materialien sowie Produkte, die zu einer effizienteren Energierzeugung beitragen.

Im Jahr 2005 ist für den Barium Strontium Bereich eine internationale Zusammenarbeit (Joint Venture) mit der amerikanischen Firma Chemicals Production Corporation (CPC) vereinbart worden. An dieser neuen Solvay & CPC Barium Strontium GmbH & Co. KG ist Solvay mit 75 Prozent beteiligt. Gemeinsam soll die Wettbewerbsfähigkeit im wichtigen asiatischen Markt gestärkt werden.

Barium- und Strontiumcarbonat wird überwiegend zur Herstellung von Glas- und Keramikprodukten verwendet. Im Bereich Bildschirmglas ist die heutige Anwendung hauptsächlich bei den "flachen" Plasma- und LCD-Geräten zu sehen, die klassische Bildröhre hat ihre Bedeutung verloren. Bei Ziegeln und Klinkern verhindert der Zusatz von Bariumcarbonat unansehnliche Sulfatausblühungen und erhöht deren Witterungsbeständigkeit.

Beide Produkte sind wichtig für die Herstellung von Elektromagneten, die u.a. in hochwertige Gleichstrommotoren gebraucht werden. Diese Antriebe findet man z.B. in Autos und Waschmaschinen. In Feuerwerkskörpern sorgt Barium für die Farbe grün und Strontium für die Farbe rot.

Als Nebenprodukt bei der Herstellung von Barium- und Strontiumcarbonat fällt Schwefel an. Schwefel ist ein Rohstoff für Erzeugnisse der Gummiindustrie wie beispielweise Autoreifen.

Für den Geschäftsbereich Peroxide stellt die Solvay Chemicals GmbH in Bad Hönningen wichtige Zutaten für Waschpulver her. Die Persalze Natriumcarbonat-Peroxyhydrat, Natriumperborat-Tetrahydrat und Natriumperborat-Monohydrat  liefern den "aktiven" Sauerstoff, der bei der Wäsche für umweltfreundliche Entfernung von Flecken sorgt. Speziell für die Weiterentwicklung dieser Produkte und ihrer Herstellungsverfahren hat Solvay im Werk Hönningen ein Forschungszentrum eingerichtet.

Die IXPER®-Produkte Calciumperoxid und Magnesiumperoxid sind chemische "Tausendsassa". Sie finden z.B. Anwendung in Zahnpasten, Backwaren, Kosmetika, Saatgut und bei Bodensanierungen.

Die Bad Hönninger Solvay-Produkte sind also in vielen Artikeln des täglichen Gebrauchs enthalten und für die Menschen sehr nützlich. In Bad Hönningen weiß man:

"Solvay – steht selten drauf, ist meistens drin."

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