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Solvay in Bad Wimpfen:
Neue Anlage für Solkane® 227 gestartet
Bad Wimpfen, 06.08.2009. Nach rund einjähriger Planungs- und Bauzeit hat eine neue Produktionsanlage für Solkane® 227 jetzt ihren Betrieb aufgenommen. „Rund drei Millionen Euro hat Solvay in die Anlage investiert, die im Verbund mit den bestehenden Solkane®-Betrieben läuft“, freut sich Werkleiter Hans-Peter Wickel. „Angesichts des weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ist das eine bedeutende Investition in den Standort.“
Standortsicherung durch breitere Produktpalette
Mit Solkane® 227 erweitert das Werk Wimpfen seine Produktpalette und sichert so die bestehenden Arbeitsplätze. Die neue Anlage wird sowohl technische Qualitäten als auch Vorprodukte für Pharmaprodukte liefern. Das Frankfurter Solvay-Werk verarbeitet dann das Vorprodukt zu hochreinem Solkane® 227 pharma. Bis Anfang 2008 lief eine ähnliche Anlage im spanischen Solvay-Werk im Industriepark Tarragona. Während der Planungs- und Bauphase vereinigten die Ingenieure und Techniker beider Standorte ihre Erfahrungen, um die Bad Wimpfener Anlage nach dem neuesten Stand der Technik zu bauen. „Mit der Synthese fluorierter Gase haben wir viel Erfahrung und so verlief der Anlagenstart entsprechend glatt“, so Werkleiter Wickel.
„Wir sind sehr froh darüber, dass die Standortwahl für diese Anlage auf Bad Wimpfen und damit auf Europa gefallen ist“, kommentierte Dr. Andreas Meier, Leiter der Regional Business Unit Europa und Geschäftsführer der Solvay Fluor GmbH. Das sei heutzutage absolut nicht selbstverständlich. Produktionsanlagen würden oft den Kunden folgen. So sei die Elektronikindustrie mittlerweile überwiegend in Asien zu Hause. „Auch europäische Alleingänge z.B. bei der Neuordnung der Chemikalienregistrierung oder beim Emissionshandel verschaffen Regionen wie Ostasien ganz einfach Vorteile zu Ungunsten unserer Wettbewerbsfähigkeit in Europa.“ Gerechtere politische Rahmenbedingungen auf globaler Ebene seien deshalb wünschenswert - im Sinne der Wirtschaft und damit der Arbeitsplätze und im Sinne des Klimas, „denn der Klimawandel hält sich nicht an nationale Grenzen.“
Hintergrund: Verwendung von Solkane® 227
Einsatz als Solkaflam® zur Brandbekämpfung
Das unbrennbare und ungiftige Gas wird als Solkaflam® 227 in speziellen Löscheinrichtungen genutzt. Bei Feuer werden Räume damit geflutet und der Brand so sehr schnell erstickt. Es punktet dort, wo die Schnelligkeit der Brandbekämpfung und Rückstandsfreiheit extrem wichtig sind:
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Bekämpfung brennender, explosiver oder entzündlicher Gase in Flugzeugtriebwerken oder in der Erdöl- bzw. Erdgasindustrie.
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Maritimer Brandschutz auf Schiffen, Bohrinseln und an Kaianlagen.
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Computerräume, Datenzentren und Reinräume, wo menschliche Sicherheit und hochwertige Anlagen geschützt werden müssen. Wasser oder Trockenchemikalien würden solche Anlagen beschädigen.
Fällt bei Wartungsarbeiten oder dem Abbau von Löschanlagen Solkaflam® an, so kann es aufgereinigt und direkt wieder verwendet werden. Aus nicht erneut einsetzbarem Solkaflam® kann im Frankfurter Solvay-Werk der Rohstoff Flusssäure gewonnen werden.
Ideales Treibmittel für Arzneimittel-Sprays
Arzneimittel-Sprays stellen besondere Anforderungen an Treibmittel: Diese müssen beispielsweise beim Inhalieren gesundheitsverträglich sein, den pharmazeutischen Wirkstoff optimal transportieren und dürfen ihn nicht zerstören. Zahlreiche andere Treibmittel, die etwa in Haarsprays verwendet werden, scheiden daher aus. So werden z.B. Asthma-Sprays bevorzugt mit Solkane® 227 pharma erzeugt, ebenso bestimmte Nasen- und Mund-Sprays.
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