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Solvay: Strategische Neuausrichtung der Geschäftsfelder
Veräußerung der Pharmaaktivitäten an Abbott
Brüssel, 28.09.2009. Solvay hat heute bekanntgegeben, dass der Verwaltungsrat beschlossen hat, die Aktivitäten der Gruppe neu auszurichten. Ziel ist es, die auf nachhaltiges und profitables Wachstum abzielende Unternehmensstrategie beschleunigt umzusetzen. Sämtliche Pharmaaktivitäten sollen daher für einen Unternehmenswert von ca. 5,2 Milliarden Euro an Abbott veräußert werden. Dies beinhaltet einen Kaufpreis von 4,5 Milliarden Euro sowie bis zu 300 Millionen Euro als zusätzliche Zahlungen, die von der Erfüllung bestimmter Bedingungen zwischen 2011 und 2013 abhängig sind. Der Erwerbspreis beinhaltet darüber hinaus die Übernahme von finanziellen Verpflichtungen, die Solvay nach heutigem Stand auf ca. 400 Millionen Euro schätzt. Diese Entscheidung ist das Ergebnis einer eingehenden Analyse und Bewertung der verschiedenen strategischen Optionen für den Pharmabereich.
Die Transaktion sieht im Übrigen vor, dass sämtliche Mitarbeiter des Pharmabereichs ohne Änderung der vertraglichen Arbeitsbedingungen übernommen werden. Sie beinhaltet ebenfalls die üblichen Vereinbarungen bezüglich der Beschränkung künftiger Risiken aufgrund zurückliegender Pharmaaktivitäten. Vorbehaltlich der Genehmigung der entsprechenden Wettbewerbsbehörden soll diese Transaktion bis Ende des 1. Quartals 2010 abgeschlossen sein. Solvay wird die Auswirkung dieser Transaktion auf die Ergebnisse anschließend veröffentlichen.
Nach dem Verkauf wird Solvay die Erlöse sowohl in internes als auch in substanzielles externes Wachstum reinvestieren. Dabei steht die Schaffung nachhaltiger Werte im Mittelpunkt. Dies wird durch Investitionen in Geschäftsfelder hoher Wertschöpfung und in strategische Projekte auf dem Chemie- und Kunststoffgebiet erfolgen; aber auch durch Fortführung der geographischen Expansion in Regionen mit Wachstumspotenzial. Darüber hinaus will Solvay verstärkt Aktivitäten und neue Produkte mit geringerem Energie-„Fußabdruck“ entwickeln. Sie sollen die Zyklizität des Aktivitäten-Portfolios von Solvay merklich verringern. Die Untersuchungen bezüglich solcher Reinvestitionsmöglichkeiten finden zurzeit statt.
„Der Verwaltungsrat hat sich dafür ausgesprochen, allen Aktivitäten der Gruppe – sowohl Pharma als auch Nicht-Pharma-Aktivitäten – die besten Zukunftschancen zu geben, und dies im Interesse aller beteiligten Anspruchsgruppen“, erklärte Alois Michielsen, Vorsitzender des Solvay-Verwaltungsrats. „Wir bauen eine neu fokussierte Gruppe auf, die mit den finanziellen Mitteln ausgestattet ist, um unser nachhaltiges Wachstum auf dem heutigen soliden Fundament voranzutreiben. Unsere Philosophie bleibt unverändert: Nachhaltiges Wachstum aus führender Marktposition heraus unter Beibehaltung einer umsichtigen Finanzstruktur. Die Erlöse aus der Desinvestition werden wir in internes und externes Wachstum reinvestieren, mit einem starken Fokus auf der Schaffung langfristiger Werte“, ergänzt Christian Jourquin, Vorsitzender des Exekutivkomitees von Solvay S.A.
„Der Erwerb durch Abbott ist eine Anerkennung der Leistung des Pharmabereichs sowie der Stärken und Kompetenzen seiner Mitarbeiter. Der Bereich wird Abbott als führendes Unternehmen in dieser Branche weiter stärken“, kommentierte Werner Cautreels, General Manager des Unternehmensbereichs Pharma von Solvay.
In Deutschland arbeiten für Solvay Pharmaceuticals insgesamt über 1100 Beschäftigte. Davon 260 im Werk Neustadt, das sich in den vergangenen Jahren auf das Enzympräparat KREON® spezialisiert hat. Hannover beheimatet Teile der Forschung, Zulassungsabteilungen und als deutsche Vertriebsgesellschaft die Solvay Arzneimittel GmbH. Zudem wird von hier aus der globale Vertrieb gesteuert.
Weitere Informationen und Ansprechpartner: www.solvay.com
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