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Tönsmeier und Solvay: Genehmigungsantrag zu Heizkraftwerk

Neues Informationsblatt für Bernburger

Bernburg / Porta Westfalica, 14. Mai 2007. Ein zweites Informationsblatt über das im Industriepark Solvay Bernburg geplante Heizkraftwerk werden Tönsmeier und Solvay am kommenden Mittwoch veröffentlichen. Über 20.000 Stück werden als Beilage im Wochenspiegel in Bernburg sowie an die Beschäftigten beider Unternehmen verteilt. Anlass ist die Einreichung des Genehmigungsantrags beim Landesverwaltungsamt in Halle am Dienstag, den 15. Mai.

Inhalt: Erklärung von Antrag und Zeitplan
Auf vier Seiten werden die Inhalte des Genehmigungsantrags sowie der weitere Zeitplan im Genehmigungsverfahren ausführlich vorgestellt. So enthält der Antrag eine genaue Beschreibung der Anlage, ihres Standorts und der Umgebung sowie Angaben zum gesamten Prozess der Energiegewinnung.

Die Anlage soll die Energieversorgung des Standortes Bernburg auf eine breitere und wettbewerbsfähige Basis stellen und so dazu beitragen, die Zukunft des Solvay-Werks in Bernburg mit über 400 Mitarbeitern zu sichern. Gleichzeitig entstehen im Heizkraftwerk selbst rund 40 neue Arbeitsplätze. Statt Gas, Öl oder Kohle sind Ersatzbrennstoffe zur Dampferzeugung vorgesehen. Eine Turbine soll den Dampf nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung in elektrische Energie umwandeln. Strom und Dampf können der Versorgung des Solvay-Werks dienen.

Ersatzbrennstoffe (EBS) sind heizwertreiche Abfall-Anteile wie etwa Holz, Papier oder Kunststoffe, die von Tönsmeier u.a. in Oppin gewonnen werden. Die Kombination aus EBS-Verbrennungsanlage und Dampf-/Stromerzeugung wird EBS-Heizkraftwerk genannt. Für die Dampferzeugung sind drei Kessel-Anlagen vorgesehen. Der Brennstoff wird dazu mit einer Krananlage in Brennstofftrichter gefüllt und dort bei einer Temperatur von mehr als 850 Grad verbrannt. Damit wird das Kraftwerk eine Gesamtfeuerungswärmeleistung von rund 200 Megawatt erzielen.

Umfassende Informationen
Solvay und Tönsmeier wollen mit der zweiten Ausgabe der Informationen zum EBS-Heizkraftwerk die gute Tradition der Nachbarschaftsinformation auch während des Genehmigungsverfahrens pflegen. Ein Projekt dieser Größe werfe naturgemäß zahlreiche Fragen auf. „Insbesondere Anwohner, Bernburger, Politiker und Journalisten werden sich etwa für die Gründe für das Projekt und für seine Einzelheiten interessieren“, so die Kooperationspartner. Dieses Informationsbedürfnis soll von Anfang an befriedigt werden – durch eine aktive und transparente Kommunikation.

Über das Nachbarschaftstelefon (03471/323-674) kann man das Informationsblatt anfordern, wenn bei der Verteilung etwas nicht perfekt geklappt haben sollte. Zudem wird das Informationsblatt ab Mittwoch, den 15. Mai 2007 im Internet unter www.heizkraftwerk-bernburg.de zum Download bereitstehen.

 

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