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Betreibergesellschaft EAB stellt viertes Informationsblatt vor
Bauarbeiten am Bernburger Heizkraftwerk haben begonnen
Bernburg, 22.04.2008. Die Energie Anlage Bernburg GmbH (EAB) hat am Sonntag die neue Ausgabe eines Informationsblatts zum Heizkraftwerk im Solvay-Industriepark veröffentlicht. Das vierseitige Faltblatt, das in dieser Form bereits zum vierten Mal erscheint, wurde an 20.000 Haushalte in Bernburg, Latdorf, Grimschleben, Gerbitz, Pobzig, Dröbel, Roschwitz, Baalberge, Peißen, Gröna, Waldau, Gnetsch, Strenzfeld, Neuborna und Altenburg verteilt. „Mit der neuen Ausgabe möchten wir die Bewohnerinnen und Bewohner von Bernburg und Umgebung in erster Linie über die Bauaktivitäten informieren“, so Ralf Uhlemann, Prokurist der EAB, während eines Pressegesprächs. Hintergrund: Das Unternehmen hat nach der Baugenehmigung durch das Landesverwaltungsamt Halle im April mit ersten vorbereitenden Arbeiten auf dem Areal an der Köthenschen Straße begonnen.
Analog zur Planung hat die EAB auch bei der Auswahl der ausführenden Firmen höchste Qualitätsstandards zu Grunde gelegt. Mit den Hochbauarbeiten wurde die Wayss & Freytag Ingenieurbau AG beauftragt. Das Unternehmen hat bei vielen Großprojekten weltweit präzise Ingenieurskunst und gewissenhafte Bauausführung bewiesen. Zu den Referenzen von Wayss & Freytag Ingenieurbau zählen nicht nur der Fernsehturm von Kuala Lumpur in Malaysia mit einer Höhe von 421 Metern, auch in der Region hat die Wayss & Freytag AG ihr Können bewiesen: Beim Bau des Ritterhauses in Halle in Deckelbauweise wurden tragende Stützen für das Fundament zum Teil 40 Meter tief im weichen Boden verankert.
Mit dem Bau der Kesselanlagen wurde die Baumgarte Gruppe beauftragt. Das Unternehmen hat mit über 1.000 erfolgreichen Projekten überzeugende Referenzen vorgelegt, vor allem mit konzeptgleichen Kesseln in Weener, Ostende und Stade. Das geplante EBS-Heizkraftwerk wird eine effiziente Energienutzung mit hohen technischen Standards in der Umwelttechnologie kombinieren. Aus der aufwändigen Technik resultieren hohe Investitionskosten. Um die Belastungen für die Umgebung so gering wie möglich zu halten, werden diese Ausgaben von Solvay und Tönsmeier gerne in Kauf genommen.
Auch bei den Bauarbeiten zum neuen EBS-Heizkraftwerk wird alles unternommen, um Belastungen für die Anwohner weitgehend zu vermeiden. So wird beispielsweise darauf geachtet, dass die Baufahrzeuge beim Verlassen des Geländes
die Straßen nicht verschmutzen. Damit Schlamm und Staub nicht an den Reifen haften bleiben, wurde eine Reifenwaschanlage eingerichtet. An der Baustellenausfahrt werden darin die Lkw-Reifen mit Wasser unter hohem Druck gereinigt. So wird sichergestellt, dass die umliegenden Straßen sauber bleiben.
Die EAB gehört mehrheitlich dem Entsorgungs- und Recyclingspezialisten Tönsmeier und wird das Heizkraftwerk im Solvay-Industriepark bauen und betreiben, das die Bernburger Solvay-Produktion künftig mit Dampf und Strom versorgen wird. Für die Produktion von Soda und Wasserstoffperoxid werden große Mengen Strom und Dampf benötigt. Soda und Wasserstoffperoxid sind unverzichtbare Rohstoffe für Alltagsgüter wie Glas, Papier, Wasch- und Reinigungsmittel. Das heutige Kraftwerk auf dem Solvay-Gelände nutzt ausschließlich Gas. Zukünftig soll die Energieversorgung auf eine breitere und zukunftssichere Basis gestellt werden. Statt Öl, Kohle oder Gas wird das Kraftwerk Ersatzbrennstoff (EBS) nutzen.
EBS besteht unter anderem aus Papier, Holz, Kunststoffen und Textilien, wie sie im Haus- und Gewerbeabfall anfallen. Diese Stoffe haben einen hohen Heizwert – bei ihrer Verbrennung kann viel wertvolle Energie für die Erzeugung von Strom und Dampf freigesetzt werden. Die Tönsmeier-Gruppe erzeugt eine bedeutende Menge des in der geplanten Anlage verwendeten EBS durch eine bereits bestehende Aufbereitungsanlage im sachsen-anhaltinischen Oppin. Das Kraftwerk wird dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Für die Reinigung der Rauchgase kommen Technologien zum Einsatz, die den europäischen Vorgaben vom Juli 2005 zur „besten verfügbaren Technik“ bei der Abfallverbrennung entsprechen.
Sollte die Verteilung einmal nicht perfekt geklappt haben, so kann man das neue Informationsblatt auch unter der Nummer 0571/9744-224 anfordern. Zudem steht es im Internet unter www.heizkraftwerk-bernburg.de zum Herunterladen bereit.
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