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Solvay schließt 5,2 Milliarden-Euro-Verkauf von Solvay Pharmaceuticals an Abbott ab

Solvay verbucht durch den Verkauf einen Netto-Kapitalgewinn von 1,7 Milliarden Euro

Brüssel. Solvay gibt heute bekannt, dass die Gruppe am 15. Februar 2010 den Verkauf ihres Pharmageschäfts für einen Gesamt-Unternehmenswert (EV) von rund 5,2 Milliarden Euro an Abbott abgeschlossen hat. Diese Summe beinhaltet eine erste Barzahlung bei Closing in Höhe von 4,5 Milliarden Euro und zusätzliche potenzielle Barzahlungen bis zu 300 Millionen Euro in Abhängigkeit von der Erreichung bestimmter Erfolgsziele zwischen 2011 und 2013. Sie umfasst auch die Übernahme bestimmter Verbindlichkeiten und Anpassungen des Verkaufspreises, die Solvay zum 1. Januar 2010 mit rund 360 Millionen Euro bewertet.

Alle kartellrechtlichen Genehmigungen sind erteilt worden, zuletzt erfolgte die Genehmigung der EU am 11. Februar 2010. Die Transaktion sieht zum Stichtag des Closing die Übernahme aller Pharma-Mitarbeiter vor. Sie beinhaltet auch die üblichen Rückstellungen, durch die künftige Belastungen von Solvay durch seine früheren Pharmaaktivitäten begrenzt werden.

Der Kapitalgewinn nach Steuer der Transaktion wird zum 1. Januar 2010 mit 1,7 Milliarden Euro bewertet. Er wird als „discontinued operations“ in die Gruppenergebnisse des 1. Quartals 2010 eingestellt. Die Berechnung des Kapitalgewinns ist unten auf der Seite dargestellt. Dieser Kapitalgewinn wird begrenzt angepasst, um Schwankungen des Nettovermögenswertes der Pharmaaktivitäten in der Zeit vom 1. Januar 2010 bis 15. Februar 2010 zu berücksichtigen.

Darüber hinaus müssen wie bereits angekündigt Rückstellungen zur Organisationsanpassung der Gruppe gebildet werden. Diese Beträge sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht festgelegt und werden Gegenstand späterer Bekanntmachungen sein. Wir weisen darauf hin, dass das operative Ergebnis des Pharmabereichs vom 1. Januar 2010 bis 15. Februar 2010 unter “discontinued operations” in den Gruppenergebnissen des 1. Quartals 2010 eingestellt ist.

Die Solvay-Gruppe wird ihre Aktivitäten neu ausrichten, um die Umsetzung ihrer auf Nachhaltigkeit und profitables Wachstum ausgerichteten Strategie zu beschleunigen. Die Erlöse aus dem Verkauf sollen in Aktivitäten mit hoher Wertschöpfung und in strategische Projekte im Chemie- und Kunststoffbereich investiert werden. Dabei werden die geographische Expansion in Regionen mit Wachstumspotenzial und die Entwicklung von Aktivitäten und neuen Produkten mit niedrigem Energiefußabdruck, die die Zyklizität des Aktivitätsportfolios von Solvay verringern, fortgesetzt. Untersuchungen zu Reinvestitionen dieser Art finden zurzeit statt.

Die Erlöse aus dem Verkauf werden vorübergehend investiert in staatliche, kurzfristige Finanzinstrumente (Deutschland, Frankreich, Niederlande, Belgien) und Finanzanlagen mit höchstem Rating sowie in eigene Aktien bis zu maximal 5,1 Millionen Anteilen (6% des von Solvay ausgegebenen Kapitals). Nähere Angaben zu diesem Aktienrückkaufprogramm enthält eine heute veröffentlichte separate Mitteilung.

SOLVAY ist ein internationales Chemieunternehmen mit Hauptsitz in Brüssel. Es bietet vielfältige Produkte und Lösungen, die zu höherer Lebensqualität beitragen. Die Solvay-Gruppe ist in 50 Ländern tätig und beschäftigt weltweit 19.000 Menschen. Im Jahr 2008 wurde ein konsolidierter Umsatz von 9,5 Milliarden Euro erreicht. Solvay ist an der NYSE Euronext Börse in Brüssel gelistet (NYSE Euronext: SOLB.BE - Bloomberg: SOLB.BB - Reuters: SOLBt.BR). Weitere Einzelheiten unter www.solvay.com.


 

Berechnung des Kapitalgewinns zum 1. Januar 2010

Milliarden Euro

Ursprünglicher Verkaufspreis    4,50
Erfolgsziele und Übernahme von nicht gedeckten Pensionsverpflichtungen und andere Posten (Gegenstand einer Post-Closing Anpassungsrechnung)    0,66

Gesamt-Unternehmenswert (EV)

5,16

  

IFRS: Für den Verkauf gehaltene Aktiva abzüglich Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit den für den Verkauf gehaltenen Aktiva zum 31. Dezember 2009 (Gruppenzahlen nach Verrechnung von zwischengesellschaftlichen Salden mit Nicht-Pharma Gesellschaften, aber inklusive Pensionsverpflichtungen)

    

-2,40

Zwischengesellschaftliche Salden zwischen Pharma und Nicht-Pharma-Gesellschaften

  -0,33

IFRS Netto-Pensionsverpflichtungen

 

-0,12

Umrechnungs-Differenzen, die das Delta zwischen historischem Wert und aktuellem Netto-Eigenkapital spiegelt

   

-0,03

IFRS Pharma historischer Nettowert der Finanz- und Pensionsverpflichtungen

-2,87   

Außerbilanzmäßige Pensionsverpflichtungen und Rückstellungen für Pensions-Rechtsstreitigkeiten

-0,21   

Rückstellungen für laufende Rechtsstreitigkeiten und andere Transaktionskosten

-0,25   

Fair-Value-Anpassung der Erfolgsziele

-0,11   

Steuern

-0,02   

Kapitalgewinn nach Steuern

1,70

  

(*) Hinsichtlich der Rückstellungen und der anderen Anpassungen werden die potenziellen künftigen Unterschiede zwischen den tatsächlichen Zahlungen nach dem Closing und den in der Berechnung des Kapitalgewinns veranschlagten Beträge ebenfalls als Post-Closing-Anpassungen zum Kapitalgewinn unter “discontinued operations” der Gruppenergebnisse verbucht.

 

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