Wissenswertes über das Werk Rheinberg

In Rheinberg stellt Solvay Grundstoffe für viele Alltagsprodukte her

  Rheinberg-Ostteil
Solvay: steht selten drauf – ist meistens drin!

Ob Soda oder BICAR®, diese Stoffe stehen selten im Vordergrund und sind doch elementar wichtig. Beispielsweise im Fensterglas, in Waschmitteln, in der Lebensmittel- und Futterindustrie, bei der Blutwäsche genauso wie in der Rauchgasreinigung. Alle Gesellschaften und ihre Produkte sind nach DIN ISO 9001, 14001 und BS OHSAS 18001 zertifiziert. Für viele der in Rheinberg hergestellten Produkte ist Solvay europaweit bzw. weltweit Marktführer.

Am Standort Rheinberg sind für Solvay 400 Mitarbeiter tätig. Im Gemeinschaftsunternehmen INOVYN™ arbeiten noch einmal rund 400 Menschen. Und bei der IMERYS Minerals GmbH, die seit November 2015 die Produktion von gefälltem Calciumcarbonat für Farben und Papier betreibt, sind etwa 30 Mitarbeiter tätig. Bei Kemira arbeiten 20 Personen. Aktuell werden rund 40 Azubis ausgebildet. Außerdem sind täglich bis zu 350 Mitarbeiter von Partnerfirmen im Werk.


Rheinberg-Profile-Graphic 
Bei allen Mitarbeitern haben Sicherheit und Umweltschutz höchste Priorität. Viele Schulungen und Initiativen helfen das selbst gesteckte Ziel zu erreichen: „Null Unfälle”.

Solvay richtet seinen Fokus auf innovative Entwicklungen, nachhaltige Lösungen und optimale Sicherheit bei der Produktion und am Arbeitsplatz sowie auf den Dialog mit Mitarbeitern, Politik und Nachbarschaft.

Werkführungen, Tage der offenen Tür, Bürgerinformationsveranstaltungen – so pflegt Solvay den Dialog mit den Nachbarn. Das Rheinberger Werk fördert Kultur und soziales Engagement und hat Patenschaften mit Rheinberger Schulen.

Große Vorkommen an Salz und Kalkstein veranlassten das belgische Unternehmen vor mehr als 100 Jahren sich in Rheinberg anzusiedeln. Diese Rohstoffe sind unverzichtbar für die Sodaproduktion nach dem vom Firmengründer Ernest Solvay entwickelten Verfahren. Ausgehend von einer – aus heutiger Sicht – kleinen Soda-Fabrik hat sich der Standort zu einem Verbundkomplex zur Produktion von einer ganzen Palette von chemischen Produkten entwickelt. Neben dem kontinuierlichen Ausbau der Soda-Fabrik spielte der ab den 1950er Jahren erschlossene Werkteil westlich der Xantener Straße (früher Bundesstraße 57) eine große Rolle: Mit der Errichtung der Anlage zur Herstellung von Polyvinylchlorid (PVC) und der etwas später gebauten Allychlorid-/Epichlorhydrin-/Elektrolyse-Anlage sowie der Vinlychlorid-Anlage wird in Rheinberg auch für den Kunststoffmarkt produziert. Seit Juli 2016 wird dieser Geschäftsbereich von INOVYN™ geführt.

Die Herstellung des Hochleistungskunststoffs Polyarylamid (Ixef® Para) verbleibt bei der Solvay-Gruppe, wird aber aufgrund der Lage im westlichen Werkteil in Betriebsführerschaft von INOVYN™ betrieben.