Pulver besser als Flüssigwaschmittel

Für viele ist es eine Glaubensfrage

  Bad Hönningen Waschmittel

Pulver oder Flüssigwaschmittel? Was entfernt Flecken besser? Was lässt weiße Wäsche auch nach zig Waschdurchgängen immer wieder reinweiß und frisch erstrahlen?

Diesen Fragen ging die Stiftung Warentest 2009 nach und nahm 19 Vollwaschmittel unter die Lupe. Das Ergebnis: Pulver sind durchweg besser als flüssige Waschmittel. Ob Waschleistung oder Umweltbelastung – jedes getestete Pulver konnte im Test überzeugen. Und dabei spielt es keine Rolle, ob man sich für ein Markenprodukt entscheidet oder zum Discounter geht.

Woher kommen die Unterschiede? Vor allem dann, wenn es um weiße Wäsche geht. Der Grund liegt in den Zusätzen, die in Flüssigwaschmitteln fehlen. Dazu gehören Zeolithe, die das Wasser enthärten, und Hilfsstoffe, die den Schmutz festhalten. Eine zentrale Rolle spielen Percarbonate, wie sie Solvay in Bad Hönningen herstellt. Als Bleichmittel leisten sie ganze Arbeit und sorgen maßgeblich dafür, dass Flecken vollständig entfernt werden und weiße Wäsche auch nach vielen Durchgängen wirklich weiß bleibt.

In Flüssigwaschmitteln sucht man diese Substanzen vergeblich, da sie als Pulver verarbeitet werden und in Pulverform auch länger stabil bleiben. Ohne diese Zusätze schwimmen die gelösten Schmutzpartikel frei in der Lauge und legen sich als Grauschleier wieder über die Wäsche. Mit jedem Waschgang wird dieser Schleier sichtbarer – und dann schafft es auch das beste Pulver nicht mehr, das Weiß zurückzuholen. Pluspunkte konnten die Waschpulver auch bei der Umweltverträglichkeit sammeln; sie belasten Gewässer weniger. Flüssigwaschmittel hingegen enthalten mehr Tenside, wofür ihre Umwelteigenschaften nur mit befriedigend bewertet wurden.

Bericht der Stiftung Warentest