Wissenswertes über die Salzgewinnungsgesellschaft

Hauptgeschäftszweck der Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen (SGW) ist die Salzförderung

  Ahaus - Moor

Jährlich gewinnt sie zwischen Gronau und Ahaus über zwei Millionen Tonnen Kochsalz. 

In 1.000 bis 1.400 Metern Tiefe erstreckt sich hier die 200 bis 400 Meter dicke niederrheinische Salzpfanne. Zur Salzförderung wird Wasser durch sternförmig angelegte Bohrlöcher in die Salzschicht gespült. Die dabei entstehende Sole fließt dann durch Rohrleitungen in Richtung Niederrhein zu Chemie-Standorten, an denen über 13.000 Menschen arbeiten. So erhalten beispielsweise das Vestolit-Werk im Industriepark Marl oder die Solvay-Werke in Rheinberg und Jemeppe den unverzichtbaren Rohstoff Salz. 

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  Ahaus - Kopf einer Sole-Kaverne

Die nach der Aussolung verbleibenden Hohlräume (Kavernen) sind von weiteren Salzschichten ummantelt und absolut dicht. Sie eignen sich somit ideal zur Zwischenspeicherung von Gas und Öl – für Krisenzeiten und um Nachfragespitzen, etwa bei Kälteeinbrüchen, auszugleichen.

Die SGW tritt bei den Gaskavernen zwischen Gronau und Ahaus als Vermieter auf. Die Verantwortung für den Betrieb einschließlich der bergrechtlichen Verantwortung liegt bei den mietenden Energie-Versorgungs­unternehmen. Im Kavernenfeld lagern auch Teile der strategischen Öl-Reserve der Bundesrepublik.

SGW in Fakten

Sitz
Ahaus-Graes/Epe
Eigentümer
65 % Solvay
25 % Vestolit 
10 % Covestro
 
Seit 1972 Soleförderung
Seit 1976 Öl- und Gasspeicherung
Zahlen
Jährlich 2 Mio. Tonnen Salz als Sole 
48 Mitarbeiter - davon 6 Auszubildende