Daten und Fakten zum Ölfund

Stand 10. Juni 2014

  2014-05-SGW-Daten-und-Fakten
Die Daten und Fakten werden ab sofort regelmäßig montags im Lagebericht auf der Seite der Bezirksregierung Arnsbergaktualisiert.
Sicherung & Gefahrenabwehr
Abgesaugtes Wasser-Öl-Erdgemisch:3.363 Kubikmeter
Davon abgeschiedenes Öl:16,8 Kubikmeter
Grundwassermessungen:27 Messstellen werden täglich beprobt 
Oberflächengewässer (Gräben, Teiche):5 Messpunkten wird täglich beprobt
Messungen Umgebungsluft/Arbeitsschutz:kontinuierlich
Zahl der Ölsperren:20
Begehung Grabensperren:täglich, kein Öl festgestellt
Begehungen Gelände, täglich:Kreisförmiges Gebiet mit Durchmesser 1.200 Meter
Dichtwand (Hufeisenförmig in Fließrichtung des Grundwassers; Ziel: ggf. Belastungen sicher abzufangen):Arbeiten abgeschlossen; Gesamtlänge: 1.570 Meter, jeweils bis in die dichte Tonschicht reichend (durchschnittlich bis in rund 3,5 Metern Tiefe)
Filter-Galerie 1 (Ziel: ggf. verunreinigtes Wasser in unmittelbarer Nähe der Fundstellen abzufangen & in Wasserreinigungsanlage zu reinigen):230 Meter; Aufbau abgeschlossen;
3.499 Kubikmeter Wasser abgepumpt und gereinigt
Filtergalerie 2 (an Fundstelle 2, Ziel s.o.)90 Meter, Aufbau abgeschlossen; 3.065 Kubikmeter Wasser abgepumpt und gereinigt

Herkunftsanalyse
Rammkernsondierungen:137 Sondierungen durchgeführt (11 mit Befunden)
LIF-Sondierungen:343 Sondierungen durchgeführt (50 mit Befunden)
Kernbohrung 1 (Bohrkerne entnommen und analysiert), nördlich der Fundstelle 3 bei Hof Sundermann: Bohrung ist abgeschlossen; Ölfunde in 17 bis 20 Metern sowie 31 und 53 Metern Tiefe; Ausbau zum Sammelbrunnen bis in 80 Metern Tiefe
Kernbohrung 2, nahe der Fundstelle 1, Weide80 Meter Tiefe erreicht (Befund bei 17 Metern), Bohrung ist abgeschlossen, Abschnitt von 80 bis 20 Meter wird mit Tonzement verschlossen, Ausbau zum Sammelbrunnen bis in 80 Metern Tiefe.
Kernbohrung 3 (nahe der Fundstelle 2, Waldstück)72 Meter Tiefe erreicht (Befund bei 12, 15, 32, 35 und 50 Metern Tiefe)
Tiefen-Aufschlussbohrung (sog. Bohrklein wird entnommen und analysiert), rund 80 Meter von der Kaverne S5 entfernt:Bei 290 Meter Tiefe planmäßig eingestellt, keine Ölbefunde; Abschnitt von 290 bis 190 Meter mit Tonzement verschlossen, oberer Bereich wird verrohrt
Druckprüfung der zementierten Rohrtour /Kaverne S5:Druckprüfung in Sektionen zeigte, dass im Abschnitt 200,3 bis 311 Meter eine Undichtigkeit vorliegt.
Sanierung
Bodenaushub:8.158 Tonnen
Entfernen belasteter Baumwurzeln:350 Tonnen
Historie
Erster Fund auf einer Weide (Eigentum SGW, verpachtet):12. April 2014
Zweiter Fund in einem Waldstück (Eigentum SGW); Vogelschutzgebiet:15. April 2014
Dritter Fund, Hof Sundermann:15. April 2014
Kavernen
Gespeichertes Öl in Kavernen in Epe:Gesamt 1,4 Mio. Kubikmeter
Maße der Kaverne S5:Durchmesser: bis zu 82 Meter
Höhe: 147 Meter
Lage der Kaverne S5:In rund 1.200 Metern Tiefe
Kapazität der Kaverne S5:Rund 450.000 Kubikmeter
Gespeichertes Öl in S5:Rund 408.660 Kubikmeter
Gesamtzahl Kavernen in Epe:109
Davon für Öl genutzt:3

Hauptaufgabe der SGW: Salzgewinnung für die Industrie

Die SGW gewinnt Sole aus der Salzlagerstätte, die sich in 1.000 bis 1.400 Metern Tiefe unter Gronau und Ahaus erstreckt und hier rund 200 m bis 400 m dick ist. Zur Salzförderung wird Wasser durch Bohrlöcher in die Salzschicht gespült. Die Sole fließt durch Rohrleitungen in Richtung Niederrhein zu Chemie-Standorten, an denen über 13.000 Menschen arbeiten. Bei der Solung entstehen große Hohlräume, die als Kavernen ideal zur Zwischenspeicherung von Gas und Öl genutzt werden können.

Nationale Energiereserve

In unterirdischen Salzkavernen lagern zwischen Gronau und Ahaus große Teile der nationalen Energiereserve. Die Vorräte sollen die zuverlässige Versorgung der Bundesrepublik sicherstellen – insbesondere bei Verbrauchsspitzen im Winter und bei politischen Instabilitäten in Förder- oder Transitländern. Die SGW hat die meisten der Kavernen an Energieversorger zur Einlagerung von Erdgas und Rohöl vermietet. Nur in drei Kavernen lagert Rohöl.