Wissenswertes über das Werk Hönningen

Geschichte, Produkte, Engagement und Ausbildung

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Seit 1890 gibt es in Bad Hönningen ein Chemiewerk. Gründer war der aus Neuwied stammende Chemiker Walther Feld. 1928 erwarb die Kali-Chemie AG das Werk und baute es weiter aus. 1954 wurde das belgische Unternehmen Solvay Hauptaktionär der Kali-Chemie AG. Seit 1991 gehört das Werk zu 100 Prozent zur Solvay-Gruppe.

Im Hönninger Werk werden Barium- und Strontiumcarbonat hergestellt. Das dafür benötigte Kohlendioxid gewinnt Solvay – wie damals schon Walther Feld – aus fünf Thermalquellen in Bad Hönningen und Bad Breisig. Direkt an der Quelle werden Wasser und Gas getrennt. Das Thermalwasser stellt Solvay den beiden Kurstädten Bad Hönningen und Bad Breisig zur Verfügung.

Barium- und Strontiumcarbonat werden unter anderem für Bildschirmglas von LCD-Geräten verwendet. Bei Ziegeln und Klinkern verhindert Bariumcarbonat unansehnliche Ausblühungen und erhöht deren Witterungsbeständigkeit. In Elektromagneten von Gleichstrommotoren treiben die beiden Produkte z. B. Waschmaschinen und Autos an.

Außerdem stellt Solvay in Bad Hönningen wichtige Zutaten für Waschpulver her: Persalze. Sie liefern den „aktiven“ Sauerstoff, der bei der Wäsche Flecken umweltfreundlich entfernt. In eigenen Forschungslaboren werden diese Produkte und ihre Herstellungsverfahren weiterentwickelt.

 

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Enge Zusammenarbeit mit Gemeinden

Solvay setzt auf ein gutes Verhältnis zur Nachbarschaft. Beispiele sind regelmäßige Tage der offenen Tür, eine eigene Nachbarschaftszeitung oder auch eine enge Zusammenarbeit mit den Gemeinden. Gemeinsame Übungen von Werkfeuerwehr und den Wehren der Verbandsgemeinde sowie eine Patenschaft mit der Römerwallschule in Rheinbrohl unterstreichen das Bemühen. 

Diese Schulkooperation besteht seit fünf Jahren und dient der Förderung talentierter Nachwuchskräfte in den Naturwissenschaften - mit Betriebsbesichtigungen, dem Kennenlernen von Berufsbildern und Praktika. Zudem fördert Solvay mit Materialen und Geräten den naturwissenschaftlichen Unterricht. Die Schulpatenschaft soll dazu beitragen, Schülern die Berufswahl zu erleichtern. Unterstützt wird sie von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz in Zusammenarbeit mit dem regionalen Arbeitskreis Schule-Wirtschaft Linz.

Ausbildung in vier Berufen

Jährlich bildet Solvay zwölf junge Menschen (m/w) in Bad Hönningen aus zu Chemikanten, Chemielaboranten, Industriemechanikern und Elektronikern. Dabei bietet das Werk eine umfassende, praktische und theoretisch fundierte Ausbildung, mit der die Auszubildenden den Grundstein für einen hervorragenden Start in den Beruf legen.

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