Seit 1863 führendes Unternehmen in der Chemie. Der Tradition des verantwortlichen Handelns verpflichtet.
Das Vermächtnis des Unternehmensgründers
Die Unternehmensgeschichte der Solvay-Gruppe begann 1861, als Ernest Solvay ein Verfahren für die „industrielle Herstellung von Natriumcarbonat mit Hilfe von Meersalz, Ammoniak und Kohlensäure“ entwickelte.
1863 meldete Ernest Solvay das revolutionäre Ammoniak-Soda-Verfahren zum Patent an. Noch heute wird Soda zur Herstellung von Glas, Waschpulver und zur Rauchgasreinigung eingesetzt. Die erste Sodafabrik ging 1865 in Couillet (Belgien) in Betrieb.
Zwischen 1870 und 1880 trieb Solvay die internationale Expansion des Unternehmens voran. Fabriken wurden in Belgien, Frankreich, England, Deutschland, Russland und den USA errichtet.
Heute ist Solvay ein internationales Chemieunternehmen mit drei Unternehmensbereichen: Chemicals, Plastics und Rhodia. Die Übernahme von Rhodia erfolgte im September 2011.
Ernest Solvay
Ernest Solvay wurde 1838 im belgischen Rebecq-Rognon geboren.
Er glaubte fest an den positiven Einfluss von Wissenschaft und Industrie auf die Gesellschaft. 1878 führte er für alle Solvay-Arbeitnehmer als erster Unternehmer überhaupt die betriebliche Altersversorgung ein. 1897 folgte die Einführung des Acht-Stunden-Tages und ab 1913 wurde den Arbeitnehmern bezahlter Urlaub gewährt, lange bevor dies in den anderen westlichen Gesellschaften per Gesetz geregelt wurde.
Er gründete mehrere wissenschaftliche, philantropische Organisationen und wohltätige Stiftungen, darunter das Institut für Physik (1895), das Institut für Soziologie (1901) sowie die renommierte Business School (1903) in Brüssel, die noch heute seinen Namen trägt.
Physik-Rat
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Seine große Leidenschaft für die Wissenschaft wurde 1911 mit der Gründung des Physik-Rates unauflöslich mit seinem Namen verknüpft. Der Physik-Rat war Anziehungspunkt für zahlreiche renommierte Physiker und Chemiker der damaligen Zeit. Zu den Mitgliedern zählten Marie Skłodowska-Curie, Albert Einstein, Max Planck, Ernest Rutherford, Hendrik Lorentz, Henri Poincaré, Martin Knudsen, Heike Kamerlingh Onnes und der Herzog Louis de Broglie. |
Bis heute trifft sich der Rat zweimal jährlich und versammelt eine Reihe der brillantesten Wissenschaftler der Welt. Im Oktober 2011 feiert der Physik-Rat in Brüssel sein 100-jähriges Bestehen.