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Die Unternehmensgruppe Soepenberg aus Hünxe plant im Industriepark Solvay Rheinberg eine zukunftsweisende Mühlen- und Biogasanlage. Die Anlage soll ab 2014 Stärke für die Industrie produzieren. Aus dem Reststoff der Mühle soll Biogas für rund 40.000 Haushalte erzeugt werden. Soepenberg investiert für den Bau der Gesamtanlage rund 80 Millionen Euro und schafft rund 30 Arbeitsplätze.
Konzept
Die Gesamtanlage besteht aus einer Mühlen- und einer Biogasanlage. Einsatzstoff für die Mühlenanlage sind rund 300.000 Tonnen Getreide, das unaufbereitet nicht zur Nahrungsmittelproduktion verwendet werden kann. Die Mühle produziert Stärke für industrielle Zwecke. Im Prozess werden darüber hinaus Kleie und Einweiß abgetrennt. Mit der Kleie kann Solvay den fossilen Brennstoff Kohle im Kraftwerk teilweise ersetzen. Das Eiweiß verarbeitet Soepenberg zu Dünger. Im Unterschied zu herkömmlichen Mühlenanlagen wird aus dem Reststoff des Mahlprozesses zusammen mit strohähnlichen Substanzen noch Biogas erzeugt.
Nachhaltigkeit
Für Solvay ist das Projekt ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Nachhaltigkeit – ein zentrales Element der Unternehmensstrategie. Denn die Kleie kann rund 40.000 Tonnen Kohle pro Jahr ersetzen. Das senkt die CO2-Emissionen des Standorts um rund 10 Prozent.
Standortvorteile
Der Industriepark Solvay Rheinberg bietet gleich drei Vorteile:
- Umweltfreundlicher Transport per Schiff und Bahn
- Direkte Kleie-Nutzung im Solvay-Kraftwerk
- Biogaseinspeisung ins vorhandene Erdgas-Netz
Klimaschutz
Die Anlage leistet einen Beitrag zur Energiewende und zum Klimaschutz:
- Erzeugung regenerativer Energie aus einem Reststoff der Stärkeproduktion
- Kleie ersetzt Kohle im Solvay-Kraftwerk
- Umweltfreundliche Transporte per Schiff und Bahn
- Optionale Nutzung des im Biogasprozess entstehenden CO2
Der Ausbau regenerativer Energien entspricht dem Konzept der Bundesregierung und den Klimaschutzzielen des Landes Nordrhein-Westfalen.
Genehmigungsverfahren und nächste Schritte
Solvay hat die Unterlagen für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan im Oktober 2011 bei der Stadt Rheinberg eingereicht. Die Gutachter bestätigen: Das Anlagenkonzept ist in die vorhandene Bebauung, die Verkehrswege und das Landschaftsbild integrierbar. Um die Umweltverträglichkeit zu gewährleisten wurden Festsetzungen in puncto Schall, Geruch, Immissionen und Naturschutz benannt.
Voraussichtlich im Sommer 2012 wird der Rat der Stadt Rheinberg über den vorhabenbezogenen Bebauungsplan entscheiden.
Fragen oder Anregungen:
Biogasanlage.Rheinberg@solvay.com
Nachbarschaftstelefon: 02843 73-3000
Informationen zum Projektpartner Unternehmensgruppe Soepenberg: www.biogas-rheinberg.de
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