Nachhaltige Chemie bei Solvay ist eine moderne und innovative Chemie mit vermindertem Umwelt-Fußabdruck.
Abfallverwertung
Seit April 2010 produziert Solvay im US-amerikanischen Green River 125.000 Tonnen Natriumbicarbonat pro Jahr aus festen Rückständen der Sodaproduktion. Dieser Prozess ermöglicht die Herstellung von SOLVAIR® Select 300, das für die Reinigung von Abgasen konzipiert ist.
Auch in Bernburg und Rheinberg stellt Solvay dieses Produkt zur Luftreinhaltung her.
Effiziente Energiespeicher
Der neue Hochleistungskunststoff SOLEF® ermöglicht es, die Energiedichte von Lithium-Ionen-Akkus um 30 bis 40 Prozent zu erhöhen und gleichzeitig ihre Lebenszeit erheblich zu verlängern.
Das Elektrolytadditiv F1EC verlängert ebenso den Lebenszyklus von Lithium-Ionen-Akkus und erhöht zudem ihre Sicherheit. Das industrielle Herstellungsverfahren wurde u. a. in Hannover und Bad Wimpfen entwickelt. Ende August 2009 wurde in Südkorea eine neue Produktionsanlage für F1EC eingeweiht.
Erneuerbare Energie
Im September 2010 hat Solvay den Bau einer Flusssäureanlage und in Partnerschaft mit dem chinesischen Unternehmen Sinochem Lantian bekannt gegeben. Diese Flusssäure ist eigens auf die Elektronikindustrie abgestimmt, insbesondere für die Fertigung von Photovoltaikplatten.
In Hannover organisiert Solvay jährliche Technologie-Foren wie Brennstoffzellen-Foren in den Jahren 2009 und 2010 oder das Wasserstoff-Forum 2011.
Energieeffizienz
Entsprechend der Weiterentwicklung von Technologien erhöht Solvay die Energieeffizienz der Produktion kontinuierlich. Um auch branchenübergreifend Erfahrungen auszutauschen, nimmt zum Beispiel das Solvay-Werk in Bad Wimpfen am Energieeffizienztisch Heilbronn-Franken teil.
Innovation und Nachhaltigkeit
Viele innovative Spezialpolymere finden im Solarflugzeug Solar Impulse Verwendung.
Bio-Rohstoffe und Prozesseffizienz
Advanced Biochemical Thailand, eine 100%ige Tochter von Vinythai, baut zurzeit in Thailand eine Produktionsanlage für Epichlorohydrin (100.000 Tonnen/Jahr) auf der Basis von natürlichem Glycerin. Die Anlage nutzt den EPICEROL®-Prozess und wird Anfang 2012 ihren Betrieb aufnehmen. Dieser Prozess nutzt nicht nur erneuerbare Rohstoffe, sondern er erzeugt auch weniger Nebenprodukte und verbraucht weniger Wasser.
Bio-Rohstoffe
Bei Solvay Indupa in Brasilien wird zurzeit ein Projekt zur Erweiterung der PVC-Produktionskapazität durch Ethylen aus Bioethanol geprüft.